letzte Woche hatte ich mir Digg Alpha angemeldet (new.digg.com) und heute den Zugang bekommen. Digg? Eine US Seite, auf der User ihre Newsquellen kommentieren, verlinken und bewerten. Populäre News werden somit herausgefiltert. Die neue Version führt das Follower-Prinzip ein. Ich kopiere den Absatz aus der Mail von Digg:

Here are three things you can do to kick-start your Digg v4 alpha experience.

Find and follow your friends, influencers, and news sources you trust! Once you follow these Digg users, we’ll build a custom news homepage for you called „My News.“ My News will display news stories to you as dugg by your friends.

Get more followers! Aside from digging great content, one of the best ways to attract new followers is to update your profile. Add a photo and link to your blog, Twitter account, or Facebook profile.

Explore the „My News“ and „Top News“ pages. My News is the custom news page we build for you based on the people you follow, Top News is the global zeitgeist showing you the most popular stories on Digg.

Digg bietet beim Erstellen des ersten Follower-Netzwerks ein Auslesen der Kontakte aus Facebook, Twitter und Google Contacts an. Es zeigt sich recht deutlich, welche Bedeutung diese drei „Web-Adressbücher“ erlangt haben. Kaum eine moderne Webseite mit sozialen Featuren, die ohne Connect zu den drei Genannten auskommt. Und Digg ist nicht gerade eine unbedeutende Seite in den USA.

Ein zweiter Faktor wird ebenso nicht minder immer bedeutender: Das Follower-Prinzip von Twitter breitet sich aus, die Vorteile asymmetrischer Beziehungsnetzwerke im Sinne eines besseren Informationsflusses liegen auf der Hand. Alle drei – Facebook, Twitter und Google – versuchen, sich als Informationszentrale zu etablieren, in der alle wesentlichen Informationen eigener und fremder Aktivitäten zusammenlaufen. Facebook hat im Moment aufgrund der Architektur seiner Timeline die besten Voraussetzungen geschaffen.

Der Mensch macht sich damit Stück für Stück Werkzeuge zu eigen, die es ihm ermöglichen, Informationen immer effizienter und zügiger aus dem Netz heraus zu filtern und zu verteilen. Je mehr Seitenanbieter dazu übergehen, Schnittstellen für Informationen und User zu schaffen, diese zu verbessern und auszubauen, desto besser wird der Informationsfluss.

Die Zeiten der Informationssilos neigen sich dem Ende zu und es dürfte nicht mehr allzu lange dauern, bis es hierzu Standards gibt. Standards, die definieren, welche Informationen wie in das Netz zu übergeben sind, welche Informationstypen es dabei gibt und wie standardisierte Rechtessysteme aussehen, damit der User seinen eigenen Informationsfluss auf jeder Seite gleichartig steuern und kontrollieren kann.

Ich bin mir sicher, dass hieraus eine erneute Innovationswelle entstehen wird, auf deren Basis wir neuartige Dienste entstehen sehen werden. Die wesentlich intelligenter und für den User einfacher Informationsstränge zusammenfassen. Heute ist das nach wie vor eine etwas sperrige und mühsame Geschichte. Beispiel? Facebook versucht sich schon etwas länger daran, „Top News“ individuell zusammenzustellen. So wirklich gut klappt das nicht.

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