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3 Jahre Twitter: Once a big thing, soon just a thing

09.03.2010 / 29 Kommentare

Twitter, das “Ding“. Das nach den internationalen Hype-Stars Friendster, Flickr, Technorati, Myspace, YouTube, Myspace und Facebook ganz oben thront. Vor exakt drei Jahren habe ich mich dort registriert und mittlerweile knapp über 14.000 Tweets herausgefeuert.

Doch so richtig warm geworden bin ich mit dem Dienst nicht. Ja, es ist ganz nett, sich darüber zu informieren und kurzen Gesprächsschnippseln zu folgen. Ja, es ist ein klasse Tool, um via Status-Updates mitzubekommen, was andere gerade treiben bzw. denken. Ja, es ist ohne Zweifel ein neues Schmieröl, Informationen rund um den Globus in rasender Schnelligkeit zu verbreiten. Es ist praktisch, ohne Frage (zu den verschiedenen Nutzungsmustern siehe diese Twitter-Studie). Letztlich reicht es mir schlichtweg nicht aus, um mich auszudrücken und mit anderen zu vernetzen. Es dürfte keine Überraschung sein, dass ich es mit Bloggen halte. Das ist das einzige “Tool”, das meinen Bedürfnissen nach intensiverem Gedankenaustausch noch am ehesten entspricht.

So bleibt Twitter für mich ein nützliches Tool, das mir eher einen rationalen Nutzen bietet, aber weniger einen emotionalen Bezug schafft. Es ist vergleichbar mit Facebook oder Xing. Nützliche Tools, emotional distanziert genutzt. Meine Buddies habe ich via Blogs gefunden, finde ich auch weiterhin darüber. Twitter-Kontakte sind mir zu flüchtig, zu wenig, um einen menschlichen Bezug zu jemandem herzustellen. Es ist höchstens ein “Anbahnungs-Werkzeug” für freundschaftliche und geschäftliche Beziehungen.

Unabhängig von allen Werkzeugen ist es mir schlichtweg egal, über welchen Kanal ich mich mit meinen echten Kontakten unterhalte, die ich persönlich kenne und schätze. Ob das heute Twitter ist, morgen Schaschlaweng und übermorgen SupiDupi. Tools kommen und gehen, Beziehungen bleiben. Diese Distanz erleichtert mir persönlich zu überlegen, abseits der technischen Begeisterung für dieses Produkt, wie es mit Twitter weiter gehen mag. Rein aus Neugier für die Entwicklungstrends des Netzes.

Solange Twitter von meinem nahen und entferntesten Kontaktnetzwerk genutzt wird, bleibe ich dort. Wenn sich das ändert, zucke ich mit der Schulter und ziehe weiter. Ich werde zurückgelehnt beobachten, welchen Zeitraum der Produktlebenszyklus von Twitter umspannt und wo dessen Ende liegt. Menschen werden relativ schnell eines neuen Werkzeugs müde. Das liegt einerseits am Werkzeug selbst, andererseits an neuen, aufkommenden Werkzeugen. Internetunternehmen zeigen ähnliche Reaktionsmuster wie RL-Unternehmen auf. Sie verstehen oft nicht, ihr Produkt zu innovieren, den Zyklus zu verlängern, sich anzupassen, mit der Zeit zu gehen. Twitter wird gehen? Das mag nicht mehr allzu lange dauern, in 5 Jahren, in 10 Jahren? Das ist nicht allzu lange. Ich bleibe bei der These, dass Twitter aufgrund seiner in höchstem Maße eingeschränkten Funktion in allen Software-Werkzeugen, die Menschen vernetzen, aufgehen wird, seine zentrale Rolle verliert. Etwas, das Facebook und andere (z.B. VZ-Netze, Wer Kennt Wen, Xing, LinkedIn) schon längst eingebaut haben und an der Schwerkraft von Twitter knabbern.

Twitter wird geschichtlich gesehen als nette Vorlage dienen, eines Tages aber längst vergessen sein. So wie del.icio.us, das mit seinen Tagging- und Sharing-Ansätzen vielen Dienste wie Flickr und YouTube als Ideenvorlage diente. Twitter hat die beiden Funktionen “einseitiges Abonnieren” im Zusammenhang mit “Status-Updates auf limitierter Informationspaketierung” populär gemacht. Beispiel: Facebook hat seinen Activity-Stream (eine großartige Funktion) um die zweite Komponente erweitert. Google hat beide Komponenten kopiert. Als eigenständiger Platzhalter für vernetzte Kurzgespräche reicht Twitters Kraft nicht aus, die bisherigen User-Scharen auf Dauer zusammen zu halten.

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Bit.ly Stats

25.01.2010 / 7 Kommentare

ich benutze für Twitter den URL-Shortener “Bit.ly“. Anbei die Stats für die letzten 30 Tage, falls es jemanden interessiert.

Bit.ly
- zu “direct” gehören Twitter-Apps, Chat- und Mailclients, aber nicht:
- zu den “registered apps” gehört “Seesmic” und “Tweetdeck”

Bit.ly

Ergo?
Die meisten Clicks werden außerhalb von Twitter.com generiert (da wohl via twitter apps). Was sich auch zeigt, dass das Übertragen der Tweets in Facebook nicht unbedingt für viele Clicks sorgt (meine Tweets schieße ich nicht ein, es sind die von Dritten, allerdings weiß ich nicht, wer meine bit.ly Links auf Facebook übertragen hat, daher schwierig, effektiv dazu etwas zu sagen). Bit.ly verzeichnet via Facebook lediglich 87 Clicks (1%).

Und was auch klar sein dürfte, wenn man es um die Ecke für Blogger denkt, die twittern: Mit Google allein könnte man via Blog, das noch recht jung und auch wenig bekannt ist, bei Weitem nicht diese Anzahl Besucher generieren. Gegenüber den eigenen Aktivitäten auf Twitter. Ob man nun dort viele Follower hat oder aber retweetet wird.

Ratschlag für Jungblogger: Use Twitter!

Update: zur Klickquote etwas
Am Freitag habe ich 5 bit.ly Links gepostet, diese wurden 553x angeklickt (zw. 09:00-18:00 Uhr), was bei ca. 4.800 Followern eine Klickquote von 1,16% ergibt, um genau zu sein :)

Schwarmintelligenz

29.12.2009 / 10 Kommentare

anlässlich des Twitter-Verkaufs meines Accounts “@robgreen” einige persönliche Beobachtungen, die ich berichtenswert finde. Teils aus Schmunzeln heraus, teils aus meiner Art von Humor heraus.

1. “50.000″: Die Beispielsrechnung im Angebotstext wird gerne als Wunschsumme genannt, zu der ich wohl meinen Account verkaufen möchte. Wer demnach Buzz schüren will, muss irgendeine Summe nennen, am besten noch “Beispielsrechnung” in Fettbuchstaben für Um-Die-Ecke-Denker (die glauben dann erst recht, dass sich dahinter die Wunschsumme verbergen müsse:).

2. “PR Gag”: Einige meinen, ich mache das nur aus Gag, möchte gar nicht verkaufen in Wahrheit. Dazu muss man nix eigens tun, man muss nur abwarten, bis der erste das Argument bringt. Schürt auch nochmals Buzz.

3. “Der macht das nur wegen Buzz”: Manche werfen mir vor, ich wolle Buzz machen und die Leute merken das nicht. Wie man sieht, muss man das nicht einmal vorab schreiben, dass ich als Primärziel Buzz genannt habe. Die Leute checken es spätestens ohne Nachlesen:)

4. “Imageschäden”: Da ich ja angeblich “meine Follower” (leider habe ich keine schriftlichen Sklavenverträge ausgemacht, nächstes Mal:) verkaufe, ist das was ganz Schlimmes. Es sind meine Freunde, Familie, Kinder. Die ich alle auffresse:) Während Twitter für 25 Mio USD alle “Follower verkauft hat” (cooler Deal mit Google/Microsoft btw!), ist mein Handeln bedenklich. Vielleicht versteht man etwas besser, warum ich auf dieses ganze Image-Geblubber nicht mal einen Cent wert lege. Für Imagepolituren sind PRler zuständig, Basic für Buzzriders.

Im Großen und Ganzen schmunzel ich über die Sachen, denn erstens wiederholt es sich exakt (-> BT Blog) und zweitens sind wir alle nur carbon structured beings. Heißt? Ich bin nicht perfekt, die anderen auch nicht. Menschen menscheln, alles wie gehabt. Entweder glaubt man an etwas oder nicht. Ich tue es (das darf jetzt nicht evangelisch.de lesen [Insider]:)

Was aber erschreckend ist, und das meine ich nun abseits allen Unernstes oben: Wie einfach es ist, Buzz zu erzeugen. Die Muster sind dermaßen vorausberechenbar. Das kann ich mit Erschrecken feststellen, wenn ich die Parallelen zwischen dem BT Blog Verkauf und jetzt ziehe. Sind wir etwa so berechenbar? Ich persönlich tue nichts Wildes, ich verkaufe einen Twitter-Account, wow. Aber was ist mit denen, die Massen bewusst manipulieren? Ein bisschen Fernsehen hier, ein bisschen Auftritt da und schon ist man Präsident von Russland, obwohl kein Mensch einen vorher kannte. Früher dachte ich stets, Menschen sind schlauer in Gruppen. Brrr….

Retweet Übersicht bei Twitter

20.11.2009 / 8 Kommentare

für diejenigen, die es noch nicht als Funktion freigeschaltet haben, so sieht der Menuepunkt “Retweets” in Twitter aus, unterteilt in drei Laschen, dürften wohl selbstredend sein:

User, denen ich folge, haben folgende Tweets retweetet
retweets

Tweets, die ich retweetet habe
retweets

meine Tweets, die retweetet wurden
retweets

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wenn die Timeline in Twitter Monokulturen erzeugt

18.04.2009 / 5 Kommentare

wie hier, wenn zB Alex mit Twittertools für sein Blog experimentiert:
Twitterexperimente
Dann muss man lediglich etwas geuldig sein und warten, bis sich das Blog-to-Twitter-Gewitter verflüchtigt:)))

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Twitter ist blabla

16.04.2009 / 35 Kommentare

meint meine Ex bei den ersten Schritten in Twitter. Und bei Dir, wie war das damals?


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Bloglinks abnehmend: Linkkrise? Who cares. Wichtig ist, was wirkt.

25.03.2009 / 20 Kommentare

Mitnichten. Der seit langer Zeit zu beobachtende Effekt, dass weltweit Blogs an Links verlieren (messbar über Technorati), weil sie gegenseitig seltener aufeinander verweisen, wurde von Jens Schröder untersucht. Seine Annahme ist, dass zahlreiche Aktive nunmehr über Twitter vermehrt verlinken. Und in der Tat, er findet seinen Annahme bestätigt: blogs, twitter und links. Gedanklicher Seiteneinschub: Links sind per se wertlos. Sie sind auch und vaD ein Indikator dafür, ob Menschen miteinander sprechen oder nicht. Daher misst man die Links, wenn man das wissen will.

Vornweg, es gibt kein “gut” oder kein “schlecht” dabei, wenn man diese beiden Tools, Blogs und Microblogs vergleicht. Weder dient ein Blog-Werkzeug seiner selbst, noch ein Microblog. Sie sind Werkzeuge, mit deren Hilfe man sich austauschen, orientieren, vernetzen, kennenlernen, informieren und amüsieren kann. Unabhängig dessen, wie intensiv man das mit dem einen oder anderen Tool ausüben kann, bleibt eines vor allen Dingen festzuhalten: Blogs erscheinen dem Nichtnutzer als schwergängige Tools, die man mit einem ungewöhnlich hohen Engagement befüllen muss, um sie zum Leben zu erwecken, um sie schwingen zu lassen, den Leser mitzunehmen. Überhaupt auch nur ansatzweise auf die Ideen und das notwendige, positive Gefühl zu kommen, dass man ein Blog startet, bedarf eines immensen Anlaufs. Das bedarf wie in unseren sonstigen Lebenssitutationen viel Energie eben. Denn, wer schwingt schon am laufenden Band täglich geschliffene, lange Reden?

Warum das wichtig zu verstehen ist? Wenn man sich für Menschen interessiert, sollte man sie auch verstehen. Und, wie sie wann welche Werkzeuge zum Kommunizieren nutzen. Wenn man sich nicht dafür interessiert, braucht man sich nicht damit weiter zu beschäftigen, aber dann nicht auch meckern, dass andere selbstreferentiell übers Bloggen oder Twitter bloggen/twittern.

Es tun eher wenige, die sich den Kopf zerbrechen. Und erst so auf dieses notwendige Niveau kommen, um überhaupt ein Blog zu beleben. Umgekehrt werden auch viele von uns Bloggern das Gefühl kennen. Dieses Gefühl, wenn man keine Lust hat, etwas auszuformulieren, überhaupt einige Sätze zu schreiben. Man fühlt den Abstand zum Blog, das sich in diesen Momenten wie ein Fremdkörper und nicht wie ein verlängerter, geistiger Arm seiner selbst anfühlt. Und man wird partout nichts verfassen.

Die geistige Hürde zu nehmen fällt leichter, wenn man im “Flow” eines stetigen Schreibens ist. Je seltener man das tut, umso mehr Anlauf braucht man, sich in den Blogsattel und die Feder zu schwingen. Doch wer hat schon diese Zeit? Und die Energie dafür? Nach dem Job etwa, wenn man müde nach Hause kommt und Zeit für seinen Partner aber auch für sich in Ruhe aufbringen muss? Das gedankliche Umschalten “ich blogge jetzt” ist in der Tat nicht so einfach, wie man sich das vielleicht auf den ersten Blick ungedacht vorstellen mag.

Ich denke nach wie vor, dass wir uns geistig auf das Blogwerkzeug einlassen und einstimmen müssen, es in der Gänze vor dem geistigen Auge erleben, wenn wir gedacht etwas schreiben wollen, wie es sich anfühlen wird. Wir nehmen dabei vieles vorweg. Den Schreibprozess als solchen, bei dem man sich und seine Eindrücke reflektiert. Bewusst. Ja, Bloggen heißt defintiv bewusster erleben und leben, wenn man so will. Eine an und für sich wunderbare Geschichte. Wer bewusster durch sein Leben geht, wird es intensiver erleben als andere. Wenn Blogs nur nicht diese Energiefresser wären. Man nimmt die Reaktionen der Leser vorweg. Wie wird es sich anfühlen? Vielleicht fühlt es sich auch negativ an, da man weiß, dass kaum einer kommentiert. Man lässt es optisch auf sich wirken, wie wohl der Artikel eingebettet im Bloglayout wirkt. Man strukturiert die Gedanken vorab. Man ahnt auch, dass beim Schreiben neue Gedanken aufkommen. Dass man unter Umständen neu strukturieren wird. Man korrigiert dabei erneut seine Eindrücke, wie der Leser dann wohl darauf reagieren wird. Wird es ihn mehr interessieren? Weniger? Wie überhaupt Leser erreichen? Wo kommen die her? Wie finden die zu einem? Was muss man dafür tun? Könnte man messen, wieviel Leistung das menschliche Gehirn dabei verbraucht -gegenüber anderen, geistigen Tätigkeiten- dürften Blogs ziemliche Energiefresser sein.

Wundert es noch, dass viele ihr Blog aufgeben? Links liegen lassen? Man bringt nicht immer diese Energie auf. Der Einstieg war schon nicht einfach. Und je länger man vom eigenem Blog weg bleibt, hat man immer weniger Lust, den Einstiegsprozess jedes Mal aufs Neue zu durchleben, um auf das notwendige Niveau zu kommen, wieder auf einem Level mit dem vom Werkzeug geforderten, mentalen Leistungen zu sein. Häufig sind es jedoch keine 1- oder 0-Entscheidungen. Es geht nicht immer darum, ob man bloggen soll oder nie wieder. Es geht um das Wie. Hat man lange genug gebloggt, wird der Mensch seine Erfahrungen so weit verdichtet haben, dass sie gespeichert bleiben, um relativ einfach neu abgerufen werden zu können. Um erneut einen Blogartikel zu verfassen. Das merkt man dann an der Artikelfrequenz, dem sich verändernden Stil, der Artikellänge, aber auch an dem Inhaltlichen selbst. Ganz so, als hätte der Blogger seinen Weg mit seinem Blog als Begleiter seiner selbst gefunden.

Jetzt muss ich gar nicht mehr so viel zum Microblogging sagen, wenn ich das o.g. Revue passieren lasse. Leichtüßiger erscheint es, weniger energiefressend, die Kommunikation ist flüssiger, zeitnäher, aber auch leichtgängiger, weniger intensiv, weniger tief. Es entspricht schon eher den Gewohnheiten der Menschen. Obgleich es den bewussten Menschen -der seine Gedanken gerne offen reflektiert- und dessen Durst nicht alleine stillen wird. So bei mir. Ohne ein Blog gehts nicht, mit Twitter gehts, aber ohne kann ich auch.

Twitter: mein Zweijähriges und ein Blog-Vergleich

09.03.2009 / 26 Kommentare

ich bin seit dem 09.03.07 bei Twitter angemeldet und habe dennoch nicht das Gefühl, irgendwas innerlich feiern zu müssen. Es mag strange klingen, dass man die Nutzung eines Kommunikationswerkzeugs feiert, aber beim Bloggen war das immer so. Neben dem, dass ich es hin und wieder auch verflucht habe. Auf jeden Fall war ich mit dem Blog immer mental eins.

Woran liegt das? Wir hatten uns gestern auf Twitter darüber unterhalten, ob es einen gefühlten Unterschied gibt. Betrachte ich es von meiner Warte, so kann ich feststellen, dass mich ein persönliches Treffen mit Bloggern (die ich regelmäßig lese) mehr anturnt als ein Twitter-User. Ich könnte zahlreiche Beispiele nennen, wo ich das Gefühl hatte, den Blogger als Person schon lange zu kennen, wie eine Art magischer Moment. Man sieht jemanden zum ersten Mal und kennt ihn schon. Wobei das Kennen natürlich nicht dem enstpricht, wie sich Freunde und Paare kennen, klar. Bei einem Twitterianer stellt sich dieses Gefühl nicht ein. Die 140 Zeichen reichen mir einfach nicht aus, um diese Person so gut zu erfahren wie bei einem Blogger. Es fehlt natürlich auch die Tiefe des Austausch via Kommentaren. Auf dem Blog kommt die Person imho wesentlich besser zur Entfaltung. Mit den 140 stakkato-Tweets stelle ich für mich fest, kann ich weniger anfangen, um den mentalen Connect herzustellen.

So bleibt für mich festzustellen, dass ich in den zwei Twitter-Jahren wesentlich weniger Menschen kennenlernen durfte. Beim Bloggen war das komplett das Gegenteil. Und das war/ist es auch, was mich beim Bloggen dermaßen positiv anspricht. Twitter ist mehr ein Tool, um sich mit denen auszutauschen, die ich schon vorher kannte. Bei denen, die ich in Twitter kennenlerne, bleibt die gewohnte Distanz wie im RL, wo man sich flüchtig trifft, bisschen Smalltalk führt und sich wieder aus den Augen verliert. Kein Connect. Sicher liegt es daran, dass ich mehr auf Brainfuck stehe, ich schätze das tiefe Gespräch, weniger das oberflächliche Flüchtige, was mir so gut wie nichts bedeutet. Das identifiziere ich eher mit den 140 Zeichen, das Flüchtige. Im RL auch. Smalltalk bleibt Smalltalk.

Gut, man könnte meinen, dass sich ein Teil der untereinander vernetzten Blogger eben nach Twitter bewegt haben, so kann man eben keine neue Bekanntschaften schließen. Doch es sind genügend Fremde auf Twitter, die ich nicht kenne. Kennen tue ich eh höchstens an die 500 Personen, wenn ich es schätzen müsste. Es soll aber schon über 50.000 deutsche Twitter-User geben.

Und noch etwas: Gib mir je 10 ausführliche Postings von jeweils 100 Bloggern, die ich lese und gib mir 1000 Tweets von 100 Followern, ich werde mich immer noch an die 100 Blogger besser erinnern, als an die 100.000 Tweets/1.000 Twitter-Personen. Was auch logisch ist im Grunde genommen. Das Noise-to-Signal Ratio ist beim Twittern ungleich schlechter.

Nicht falsch verstehen, Twitter ist ein extrem gutes Tool, um in Verbindung zu bleiben, sich zu informieren, seinen wunderbaren Spaß zu haben. Da ich aber mehr auf Tiefe denn auf das Flüchtige stehe, sieht mein Tool-Ranking so aus, dass ich das Blog für unschätzbar, Twitter aber für verzichtbar halte, wenn ich wählen müsste.

Ich kann schlecht von dem ausgehen und verallgemeinern, wie ich im Netz ticke und warum ich im Grunde online bin, aber wenn man den Hype, der um Twitter wirbelt, abzieht, was bleibt dann wirklich an echter Substanz? Werden sich wie auf Social Networks letztlich nur die untereinander austauschen, die sich persönlich schätzen? Wird das dann für Twitter reichen oder werden sich die User zurückbesinnen auf das, was sie ausmacht und was sie im Netz auf persönlicher Ebene an Tools nutzen, “besseren” Tools? Unabhängig der weiteren Funktionen, die Twitter bedient (News, Infos….). Auch bei den Blogs konnte ich das beobachten über die Jahre hinweg. Zunächst sah man sich in alle Richtungen um, fokussierte sich dann aber zurück auf diejenigen, die man wirklich dauerhaft gerne wahrnimmt?

was ist an Twitter so geil? Old Man Stewart weiß es

03.03.2009 / 11 Kommentare

köstlich:))

via Datenschmutz

Update: Video seitens Viacom von YouTube genommen. Vielleicht finde ich die passende Quelle zum Video, muss man gesehen haben. Ah.. am besten von der Originalseite “The Daily Show

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Twitter Click-Stats

27.02.2009 / 4 Kommentare

kann mit Hilfe von Cli.gs messen, wie häufig ein Link genutzt wird, den ich in einem Tweet platziere.

Messbeginn: 26.01.09
Tweets mit Links: 197
Klicks: 13.214
Durchschnitt: 67 Klicks pro Link
Klickrate: 2% (Basis 3.000 Follower)
Highscore: 9% (269 Klicks)

Die Verteilung:
Tweetclicks

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