Robert Basic

Wenn ich es zusammenzählen müßte, dann habe ich in über 17.000 Blog-Artikeln meine Leser kein einziges Mal gesiezt. Ab heute ist das anders: Ich habe als Blogger drei Verticals namens eKitchen, eGarden und eVivam übernommen, um News und Produktetests zu pushen. Die Verticals gehören zu Computerbild.de.

Alle drei Verticals drehen sich um neue Lebens- und Wohnwelten, die zunehmend von moderner Technik geprägt sind. Vom Roborasenmäher bis hin zum Thermomixer. Und wir stehen erst am Beginn der vernetzten Welt, wo alle Geräte innerhalb einer Lebensgeneration miteinander verbunden sein werden. eVivam steht für Gesundheitsthemen, eGarden und eKitchen sind selbstredend. Das „e“ soll verdeutlichen, dass es um den Schwerpunkt Technik geht und nicht um den x-ten Aufguss für schöner gärtnern, kochen und gesunden. Die drei Verticals gibt es seit rund einem Jahr, ich starte demnach nicht bei Null.

Klar reizt mich diese Aufgabe, ich will es wissen, pushen und mit einem guten Blogger-Schuss an Emotionalität anreichern. Normale Blog-Projekte reizen mich nicht mehr. Auch wenn es überheblich klingen mag, aber nach 13 Jahren Bloggerei kann ich mir nichts mehr beibringen, was ich nicht schon gesehen und teilweise ausprobiert hätte. Ausprobiert, ja, da waren durchaus einige Sachen dabei. Manche ging zu gut, manche nicht. Dabei fällt mir u.a. die Story ein, wie ich für kurze Zeit mit dem „Porno“-Begriff bei Google auf der ersten Trefferseite thronte. Dabei hatte ich nur kurz aufzeigen wollen, dass YouTube nicht mehr die einzige Web 2.0-Videoplattform war (der Artikel war wirklich nur supersoft: ohne die P-Plattformen zu verlinken). Tja, mein Blog brach schlichtweg zusammen, so groß war der Andrang. Meine verzweifelten Bitten an Google wurden manuell oder maschinell erhört, mich bitte bitte da wieder rauszuholen. Nach zwei bis drei Tagen war dann wieder etwas Ruhe eingekehrt. Bis zum Verkauf des Blogs hatte der Beitrag mehrere Millionen Aufrufe verzeichnet. Sprich, nicht alles kann man planen und voraussehen.

Auch bei dieser Aufgabe wird es so sein. Die ersten Tage und Wochen werde ich mich zunächst einrocken (ohne b), ein Gefühl für die Leser und deren Interessen entwickeln, mit dem etwas anderen CMS umgehen lernen (es ist natürlich nicht so brutal easy wie WordPress), Redaktionspläne zurechtlegen, Content-Stränge aus dem Stein meiseln, Muster erkennen, Social Media Channels befeuern, Kreisläufe schließen, das Tempo langsam aber stetig steigern. Zudem kann ich auf die Erfahrungen und Ressourcen des Axel Springer Konzerns und seiner Mitarbeiter zurückgreifen. Wisst Ihr, wie geil es ist, wenn man auf Getty Images mit einer Flatrate zugreifen kann?

Wie nun die einzelnen Zahnräder – derer es einige sind – ineinander greifen, das gilt es zunächst einzujustieren. Ich war bisher in all den Gesprächen positiv überrascht, dass sich Journalisten auf mich als Blogger einlassen. Machen wir uns nichts vor, ich bin kein Journalist noch schreibe ich journalistisch. Das war auch nie mein Ziel. Es ist schlichtweg ein anderer Musikstil, wenn man so will. Zunächst hatte ich durchaus Bammel, dass sie meine Art zu denken, nicht verstehen werden. Das hat sich aber mittlerweile gelegt.

Wer Bock drauf hat, kann sich das Werden gerne reinziehen. Die Links dazu habt ihr oben bekommen. Die „About Me“-Seiten stehen schon mal (eKitchen, eVivam), die „Hallo Welt“-Vorstellungsartikel auch (eKitchen, eGarden, eVivam).

Auf Facebook findet Ihr die unter folgenden Adressen:
eKitchen FB
eGarden FB
eVivam FB

Die folgenden Tage starte ich dann mit den ersten Artikeln. Erstmal etwas piano, dann werde ich die Taktzahl gnadenlos anziehen. Einmal am Tag etwas zu publizieren ist und war nix, wenn man es ernst meint. Ihr werdet also erstmal nicht erschlagen:)

Tjo, und das mit dem Du-Sie? Eigentlich ist das Thema so alt wie Bart. Hier fahren wir eine Mischlösung: Auf eVivam (da auch am Sport nah gebaut) wird geduzt, auf eKitchen und eGarden gesiezt. Auf allen Social Media Kanälen geduzt. Das dürfte wohl im redaktionellen Medienumfeld durchaus bekannt sein, wenn ich andere Medienseiten sehe. Ob ich die Sie-Waage gegen die 17.000 Du-Blog-Artikel etwas aufwiegen kann? Gibt Wilderes als das. Erstmal einrocken.

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