Intenso Memory 2 Move Pro
Das ist das Schnuckelchen von Intenso, das ich nun seit mehreren Wochen teste (hatte Intenso um ein Testgerät gebeten). Es bietet mir 1 TB Festplattenplatz, der meine Tablet-Speicherkapazität von 64 GB fett erweitert. Abgesehen von wenigen Schwachpunkten bin ich mit der mobilen Platte super zufrieden!

Schnelle Übertragungsgeschwindigkeit
Der Anschluss der Intenso-Platte ist denkbar einfach: USB 3.0 Kabel andocken und fertig. Schon kann ich meine Daten hin- und herschaufeln. Der Übertragungs-Speed ist absolut zufriedenstellend. Technisch gesehen kommt die Platte auf eine maximale Leserate von 85,00 MB/s und die maximale Schreibrate von 75,00 MB/s ist auch nicht viel schlechter. Hier macht sich aber einer der Schwachpunkte bemerkbar, den man leider nicht einstellen kann: Nach rund 30 Sekunden geht die Platte in den Sleep-Modus, wenn man nicht auf sie zugreift. Es dauert einige Augenblicke, bis sie wieder aufwacht. Nix Wildes, aber man merkt es. Hier sollte Intenso an der Technik feilen, denn über den USB-Anschluss wird die Platte mit Strom versorgt. Es besteht demnach keine Notwendigkeit, sie so schnell in den Schlaf zu schicken. Warum sie das überhaupt macht?

WLAN-Modus und Smartphone-App
Nun, die Platte ist wie gesagt eine mobile Platte und kommt daher mit einem Akku daher, der cirka 6 Stunden hält. An das Kapazitätslimit kam ich aber noch nicht. Was an der anderen Übertragungsmöglichkeit liegt: Wer mag kann die Platte als WLAN-Brücke konfigurieren. Sie wird mit dem Router über ein eigenes Konfigurationsmenue im Browser verbunden (Eingabe der SSID und Router-Passwort). Da der WLAN-Connect nicht so schnell wie der USB-Anschluss ist, habe ich diese Übertragungsmöglichkeit von Tablet zur Intenso seltener genutzt. Zumal das Interface der lokalen Webseite bei Weitem nicht so nützlich wie das Andocken und abrufen via dem Dateimanager ist. Immerhin, es ist ein Notnagel und bietet aber auch einen Vorteil: Wer die Daten mit einem Dritten schnell teilen möchte, macht das dann natürlich über den WLAN-Connect, indem der Dritte Zugriff auf die Daten bekommt (bis zu 5 Geräte parallel machbar). Ein weiterer Vorteil ist natürlich zugleich die Möglichkeit, via Smartphone-App Memory 2 Move Pro (für iphones und Androidika) die Daten von und zum Smartphone zu schaufeln. Die App ist defintiv besser gemacht als die bereits erwähnte Ansteuerung via Web-Oberfläche.

SD-Kartenleser
Ein ganz dicker Pluspunkt ist mir der SD-Kartenleser: SD-Karte aus der Kamera raus, ab in ein seitliches Einschubfach der Platte, den Power-Button zweimal kurz drücken und schon wird auf der Platte eine Kopie in einem neuen Laufwerksordner erstellt, ohne dass man manuell etwas machen müsste. Das funzt in der Praxis prima, da die Laufwerks-LED die Übertragungsaktivität anzeigt, bis die Daten komplett rübergeschaufelt sind. Ich hatte nur ein einziges mal ein Problem, dass die SD-Karte nicht erkannt wurde. In 99% aller Fälle lief es glatt. Das automatische Erstellen eines Ordners bzw. des Ordner-Namens wird über die Vergabe des heutigen Datums erstellt. Überschreiben bestehender Daten ist nicht. Ein Hinweis am Rande: Die Daten auf der SD-Karte werden nur kopiert, nicht gelöscht. Hier könnte Intenso sich noch etwas überlegen, ob man nach Kopieren ohne Löschen oder Kopieren mit anschließendem Löschen unterscheiden kann.

Sonstiges
Was kann man noch zur Platte sagen? Sie ist handlich, wiegt 280 g, das Gehäuse ist zwar nur aus Kunststoff, was aber stabil genug ist. Mein Rucksack ist kein freundlicher Ort für Hardware, die Intenso hat das bis dato ohne Murren und Macken oder größere Kratzer gut überstanden. Sie ist zudem NAS-ready, sprich ihr könnt sie für Streaming-Zwecke nutzen. Da die Platte ein eigenes WLAN besitzt, das eine ordentliche Sendeleistung bietet (bis zu 40 m), könnt ihr sie optional als Repeater nutzen, wenn euer Tablet/Handy/Notebook oder das eures Kumpels Probleme hat, Signale zu empfangen.

Fazit
Ich habe es bereits oben gesagt, ich bin mit der Platte abgesehen von wenigen Schwachpunkten top zufrieden und möchte sie im täglichen Einsatz auf mobilen Pfaden nicht mehr missen. Der Preis der 1 TB Platte bewegt sich um die 100 Euro. Wer nur 500 GB braucht und auf einen SD-Kartenleser verzichten mag, muss dann nur noch rund 75 Euro für das gleiche Modell mit sparsamerer Ausstattung hinlegen.

Zum Abschluss erkläre in Bewegtbild die Platte. Da seht ihr das Stückchen dann genauer:



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