ein Schwein wie Gaddafi lernt gut und schnell, anscheinend hat er nicht nur damals vor über 40 Jahren gelernt, wie man mit skrupelloser Intelligenz Macht übernimmt. Er hat auch mit der Zeit gelernt, wie man Volksvermögen in die eigene Tasche fließen läßt. Und es mit Hilfe von wohlgesonnenen Geschäftspartnern im Ausland investiert. Immobilien überall, missratene Kinder an den besten Unis finanziert, europäische Waffenfirmen gut bezahlt. Öl hat das Schwein dummerweise auch noch gefunden, was seiner Gier nach Macht und Geld willkommen war. Geld, das er gut gebrauchen konnte, um einen Apparatschick aufzubauen, der sein eigenes Volk unterdrückt.

Seine Intelligenz hat dazu ausgereicht, dass dem Massenmörder Schröders und Westerwelles, Berlusconis und Sarkozys wohlwollend die Hand schütteln. Man stelle sich vor, dass diese Männer Serienmörder im Knast aufsuchen und deren Hände schütteln. Diesen Skandal könnte kein Politiker überstehen, aber die Hand eines ungleich größeren Massenmörders zu schütteln geht einfach so durch. Doch so einfach war es ja nicht. Er zeigte sich ab 2004 als geläuteter Terrorist und ward von da an begnadigt, im „gemeinsamen“ Kampf gegen Bin Laden. Eigentlich begnadigt für gute Geschäfte. Ebenso konnte er sich für Blutgeld Agenturen wie Grey leisten, um seinen Machterhalt zu befeiern und der Welt gegenüber sein Image aufzupolieren. Ob sich Grey bzw. die Mutter WPP und deren Boss Martin Sorrell schämen? Mit Sicherheit nicht, Geld stinkt nicht, dieser Deal warf gute Gewinne ab. Die BASF-Tochter Wintershall dürfte ebenso wenig getrauert haben.

Alles was ein Diktator heute lernt ist? Sich rechtzeitig mit modernen Waffen auszurüsten, damit genug prophylaktisches Drohpotential für empörte Staaten aufgebaut wird. Auch, dass es wichtig ist, auf Zeit zu spielen, denn die Uneinigkeit der Staatengemeinschaft ist ein frappierend idealer Nährboden für machthungrige Despoten. Wichtig ist auch, sich immer wieder geläutert zu zeigen, versaute Söhne was von Reformen labern zu lassen. Und so gut es geht Volksvermögen zu horten, auf dass es auch in schlechten Tagen nicht am Hungertuch zu nagen gilt, sollte man doch abdanken müssen. Ich denke, Gaddafi lacht sich seit jeher scheppich über die westlichen Staaten. Er weiß nur allzu gut, dass er wieder der Grinsebacke Westerwelle die Hand schütteln wird. Wenn es um gute Geschäfte geht. Das hat er nur zu gut gelernt, wie einfach es ist.

Was er noch gelernt hat? Moral, Ethik? Das zählt für ein derartiges Schwein nichts, es lebt sich gut ohne damit, wenn man keine Skrupel kennt. Wir – die Bürger und unsere Regierungen – kümmert es letztlich nicht, was in dieser fernen Wüste läuft. Intelligente Despoten wie er wissen nur allzu gut, was uns wichtig ist. Wir kaufen Geigerzähler und klagen über hohe Benzinpreise. Mir geht es gut in Deutschland, es ist ein reiches Land. Die Abgeschlachteten in Libyen? Morgen kaufe ich mir wieder ein Brötchen und beiße happy rein. So läuft das. Das weiß Gaddafi nur zu gut.

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