Gründerszene zur Entlassungswelle beim Videoanbieter Sevenload:

So dürften es rund 40 Mitarbeiter gewesen sein, denen aus einem Mitarbeiterstamm von 65 gekündigt wurde

Axel Schmiegelow, einer der Financiers und Macher von Sevenload meldete sich daraufhin per Kommentar zu Wort:

Relevant für sevenload war immer die qualifizierte Reichweite mit lizenzierten Inhalten in einem werbefinanzierten Modell, da lagen wir zuletzt noch deutlich vor den anderen (Pay-)Plattformen wie Maxdome… Relevant für den Erfolg sind ohnehin andere Faktoren als der unqualifizierte Traffic. Mit mehr als 1.400 Content Partnern ist sevenload der bislang weitreichendste Aggregator von lizenzierten WebTV Inhalten in Europa.

Soweit ich das verstehe, war man als Aggregator demnach so erfolgreich, dass man zahlreiche Mitarbeiter gehen lässt. Für das Aggregieren allein wird man nicht bezahlt. Anscheinend auch nicht für eine „qualifzierte Reichweite“. Warum ausgerechnet Schmiegelow nicht sagt, dass Webvideo nach wie vor ein schwieriges Unterfangen ist, verstehe ich nicht und doch wieder. Mich würde es eher interessieren, was nun Sevenload eigentlich wirklich will, nachdem man sich lange Jahre in großen Tönen glänzend dargestellt hat, auch weitere Geldgeber damit überzeugt hatte. Der Widerspruch fällt mir auf, da ich Sevenload seit der Geburtsstunde beobachte. Jetzt, wo es knallt, will man immer noch glänzen. Das passt nicht zusammen. Für mich klingt das vielmehr nach einer Verteidigungshaltung, an den Anteilen gutes Geld verdient zu haben, da Schmiegelow einer der ersten Geldgeber war.

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