Netzwertig spricht ein interessantes Thema an: Das bekannte Blog Techcrunch macht es Lesern zur Pflicht, nur noch via Facebook auf dem Blog kommentieren zu können. Wer keinen Facebook-Account hat, bleibt außen vor. Das betrifft natürlich auch die User mit einem bestehenden Facebook-Account, die aber keine Lust haben, via FB-Login zu kommentieren.
Als Blogger lehne ich grundsätzlich externe Dienste ab, von denen ich abhängig bin. Sollte der Dienst pleite gehen oder bestimmte Regularien einführen, die mir nicht passen, habe ich als Blogger ein Problem. Bei Facebooks Kommentarsystem komme ich nicht einmal an die Daten nachträglich heran, wenn ich die Kommentare doch mal in meine eigene WordPress-Datenbank importieren möchte. Daher lehne ich dieses System komplett ab. Ich möchte es nicht einmal als Zusatzsystem verwenden, um mein Kommentarsystem von WordPress parallel neben dem Facebook-System zu betreiben.
Und was das Argument angeht, dass anonmye User eher zu überkritischen Kommentaren neigen und demnach die Einführung des Facebook-Systems das Problem löst? Auch hier sehe ich keine Notwendigkeit. Eine Moderation der Kommentare ist kein Problem. Ein Klick und weg ist der Trash-Kommentar. Sollte man mit trolligen Kommentaren überflutet werden, kann man jederzeit in WordPress auf eine strenge Moderation der Kommentare umschalten, so dass diese nicht gleich veröffentlicht werden. Und, ich habe schon mit Basic Thinking darauf verzichtet, dass User überhaupt irgendetwas eingeben müssen (URL, Mail, Name). Wozu auch? Jeder kann sich als wer auch immer im Netz ausgeben. Ob nun mit einem Dummy-Account auf Facebook oder direkt im Blogkommentar. Über 100.000 Kommentare hinweg ist mir ganz selten der Fall begegnet, dass sich User als jemand anders ausgegeben haben. Wenn, dann haben sie meistens anonym getrollt, wenn sie unbedingt trollen wollten. Kein Thema, ein Klick und weg.
Die beste Visitienkarte, die ein Blogger hinterlassen kann, ist die vertrauensvolle und stringente Moderation. Ich vertraue dem Leser, zwinge ihn nicht nur Angabe von Daten. Ich moderiere Kommentare, wenn sie über das Ziel hinaus schießen und wenn es zu sehr offtopic wird, verweise ich darauf, zuerst direkt mit einem Hinweis, dann lösche ich gegebenenfalls weitere offtopic-Kommentare. Das ist zwar nicht sonderlich schön für manch einen betroffenen Leser, jedoch schärft es den Nutzen der Kommentare für Dritte.
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(Startseiten- und RSS-Zugriffe werden nicht gezählt)
Markieren für die persönliche Google Suche:
Auf Facebook mitteilen:
Man sollte sich nie – auch noch so populären – fremden Diensten ausliefern, auch bei Second Life haben viele daran geglaubt, dass dies die neue beständige Welt sei ….
Also Zusatz würde ichs okay finden, aber als einzige Möglichkeit: NEVER!
Der Facbook-Kommentar erlaubt z.Zt. sich auch mit Yahoo-Konto anzumelden und soll auf Gmail und Twitter erweitert werden. Ansonsten ist die Argumentation sicherlich nachvollziehbar. Moderation bei einem Blog ist allerdings auch etwas anderes als bei einer Zeitschrift wie z.B. stern.de. (um ein Beispiel aus Deutschland zu nennen)
Die Abhängigkeit einiger Seiten von Facebook ist mittlerweile bedenklich.
Geh doch mal einen Schritt weiter Robert und stell das Kommentieren NUR auf Registrierte um. Was dann wohl für ein Aufschrei durch die Reihen gehen würde…
Mir geht es da wie Robert. My blog is my castle. Da möchte ich maches, was ich will und Herr meiner Daten (Kommentare) sein und bleiben. Man ist auch so schon genug “verclouded” und “versocialed”.
Mit dem anonymen Kommentaren ist es so wie mit dem anonymen Bloggen: Manche Missbrauchen die Möglichkeit vielleicht, aber es gibt viele legitime Szenarien, einen solchen Kommentar abzusetzen (siehe …/2009/02/27/anonyme-blogs-eine-gedankensammlung/ )
Viele Grüße,
Anonym ;)