Ich habe Frank via Facebook gebeten, einige Fragen zu beantworten, die sich rund um Publizistisches drehen. Wer mehr über Frank erfahren möchte, kann sein Blog im Auge behalten, das er kurz nach der Scroll Edition Debatte aufgemacht hatte. Es war kurze Zeit recht lebendig, seit August ist der Output in den Keller gegangen. Hoffentlich findet er wieder etwas mehr Zeit aber auch Laune, als Blogger die Feder zu schwingen, nicht immer nur Stiftpeitsche und Zuckerbrot in der Welt-Redaktion. Auf zum Interview.

1. Stell Dich bitte kurz unseren Lesern vor:
Mein Name ist Frank Schmiechen. Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich für die Zeitung. Vom Austräger, Sportreporter, Produktionsredakteur, Plattenkritiker, Art Director bis zum Chef vom Dienst bei Bild habe ich alles gemacht. Meine derzeitige Position ist Stellvertretender Chefredakteur der WELT-Gruppe.

2. Was hältst Du von der Google Street View Debatte?
Mich ermüdet die Debatte. Es gibt wichtigere Themen. Die Menschen müssen sich damit abfinden, dass jeder Bereich des realen Lebens in Zukunft eine digitale Entsprechung haben wird. Da kann man gegen demonstrieren, man auch Angst davor haben, aber man kann es nicht aufhalten. Und es ist auch gar nicht so schlimm. Und warum kommt eigentlich niemand in Deutschland auf solche tollen Geschäftsideen?

3. Siehst Du eine Zunahme der Netzthemen, die von Politik und Medien für die breiten Öffentlichkeit aufgegriffen werden?
Auf alle Fälle. Netzthemen durchdringen immer mehr unser tägliches Leben. Das schlägt sich in der Berichterstattung der Medien und in der Politik nieder.

4. Könntest Du Dir eine eigene Facebook Zeitung vorstellen?
Ja.

5. Wenn ja, wie würde diese aussehen? Ganz anders als herkömmliche Zeitungen?
Ja. Es müssten persönliche Geschichten von Menschen sein, die durch Facebook verbunden sind. Dazu, vielleicht in der Art von Nachrichten, Geschichten und News, die am häufigsten verlinkt wurden.

6. Letzte Frage: Was reizt Dich an Deinem Job so sehr?
Die kreative Freiheit. Die intelligenten und netten Kollegen. Der drohende Andruck. Das Spiel mit der Sprache. Einfach alles.

Danke für das Gespräch, Frank.

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