das kann und sollte zum Standardrepertoire eines jeden Journalisten gehören. Marcus Schwarze von der Hannoverschen Allgemeine Zeitung (HAZ) hat es ebenso probiert wie die WELT und es hat nicht weh getan:

Für unsere Wochenendbeilage “der 7. tag” suchte ich Mitstreiter, die daran mitwirken wollten, Kommunikation im Jahr 2010 darzustellen.

Das Ergebnis könnt Ihr Euch online auf seinem HAZ-Blog anschauen:
Texperiment, das Ergebnis: Wie Kommunikation 2010 funktioniert. Die textliche Produktion wurde ganz simpel über ein Google Doc gesteuert.

Was wir hier und anderen Stellen beobachten, ist eine „normale“ dennoch erstaunliche Sache. Stück für Stück finden Mitarbeiter von Verlagshäusern Wege und Mittel, über das Netz gemeinsam an einem Ziel arbeitsteilig zusammenzuwirken (in dem Fall die Produktion strukturierter Informationen). Der Produktionsablauf unterliegt in Teilbereichen keinem vordefinierten Regelwerk und Arbeitsablauf. Dass es sich um keine standardisierten Abläufe handelt, sieht man schon daran, wenn man das Vorgehen von Marcus mit der WELT und auch anderen Projekten vergleicht. Marcus hat nach eigenem Bekunden sein Blog, Twitter, Mails und Google Docs verwendet. Die WELT hatte eine eigene PR-Seite eingerichtet (die mehr dem Publizieren denn dem Organisieren galt), Twitter und Facebook zum Verbreiten der Projekts genutzt, Mailing, Telefonate zum Organisieren und innerbetriebliche Abläufe in Teilen auf den Kopf gestellt (einen Tag lang war die Redaktion vor Ort durch Externe besetzt). All das sind Probeläufe positiv „Verrückter“, die andere Wege suchen und gehen. Mit der Zeit wird sich ein etabliertes Muster für Verlage ergeben, wie man gemeinsam über das Netz zwecks Informationsproduktion zuverlässig und effizient produzieren kann.

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