Wann wurde die Schrift erfunden? Dazu die Wikipedia:

Traditionell wird Sumer als die Kultur genannt, in der die Schrift erstmals verwendet wurde. Die wohl ältesten Schriftfunde stammen von dem Fundort Uruk aus Abfallschichten unter der so genannten Uruk-III-Schicht. Sie werden somit ins 4. Jahrtausend vor Christus datiert. Es handelt sich dabei um Wirtschaftstexte. Die verwendete Schrift lässt allerdings keine Rückschlüsse auf die Sprache zu, es ist daher falsch, diese Schrift im strengen Sinne als sumerisch zu bezeichnen. Nur wenige Forscher glauben, dass es sich bei den Symbolzeichen der Vinca-Kultur, die in das 5. Jahrtausend v. Chr. datiert werden, um eine tatsächliche Schrift handelt. Die ägyptischen Hieroglyphen werden oft als eine aus Vorderasien importierte Idee angesehen; neuere Funde von Günter Dreyer in Ägypten stellen diese Lehrmeinung allerdings in Frage, und er vermutet eine eigenständige Erfindung.

Und, was hatte man davon?

Gemeinsam mit der Fähigkeit des Lesens bilden Schreiben, Schrift und Rechnen in den Industrieländern einen wesentlichen Teil von Tradition, Kultur und Bildung. Die Erfindung der Schrift gilt als eine der wichtigsten Errungenschaften der Zivilisation, da sie die Überlieferung von Wissen und kulturellen Traditionen zuverlässig über Generationen hinweg erlaubt, und deren Erhaltung (je nach Qualität des beschrifteten Materials und natürlich auch der Umstände) über einen langen Zeitraum garantiert. Alle bekannten frühen Hochkulturen (Sumer, Ägypten, Indus-Kultur, Reich der Mitte, Olmeken) werden mit der Verwendung der Schrift in Verbindung gebracht.

Mit jedem weiteren, technologischen Schritt (Buchdruck, Funkübertragung, Digitalisierung) wurde es immer leichter, Informationen zum Empfänger zu transportieren und in der Breite zu übertragen. An manchen Stellen wurden Informationsträger durch andere fast komplett ersetzt. Das beobachten wir nicht nur in der Musikindustrie, sondern auch im verlegerischen Bereich, wo Zeitschriften einen Auflagenschwund im Print beobachten (ganz offensichtlich im Bereich Gaming; Spieler beziehen aufgrund ihrer Aufgeschlossenheit und ihrer Nutzungsmuster mehr und mehr Informationen nur noch aus dem Web).

Das, was wir heute als Speerspitze der Informationsübertragung betrachten -manifestiert in Form von stationären und mobilen Computergeräten – wird mit Sicherheit ebenso wenig wie andere Übertragungsformen so schnell ersetzt. Aber, es wird erneut durch das Aufkommen immer kleinerer Geräte ergänzt, die man in die Hemdtasche stecken kann. Doch „Mobil“ wird nur ein kleiner Zwischenschritt sein.

Embedded Systems, die im Körper implantiert sind, gehört die Zukunft, die allen externen Informationsträgern in jeglicher Hinsicht bei Weite, überlegen sein werden, nicht nur, was die Handhabung angeht. Und damit haben wir endlich unsere physischen Grenzen final überwunden, völlig unabhängig von externalisierten Techniken, Informationen in rasender Schnelle und Simplizität zu übertragen.

Es wird nicht nur den Einzelnen betreffen, sondern ich gehe von gesellschaftlichen Umwälzungen aus, die bei Weitem das übertreffen werden, was wir heute für denkbar erachten und an Rückeffekten auf die Menschen beobachten, was jetzigeTechnik verursacht. Sind wir dann alle „viele, vernetzte Superbrains“? Wird es dazu führen, das heute zwingend als notwendig erachtete Institutionen wie Staat, Militär und Wirtschaft auf den Kopf gestellt werden? Ich nehme es an. Es gibt nur ein kleines Problem.

Wenn, wenn wir uns auch im Zuge dieser Entwicklung auch mental weiter entwickeln. Denn alle Technik der Welt hat noch kein Gefühl wie Liebe, Hass, Freude und Trauer grundsätzlich verändert, höchstens den Zugang dazu. Dahingehend scheinen wir erstaunlich persistent zu sein. Liebe und Hass waren wohl vor 100.000 Jahren Menschheitsgeschichte exakt das gleiche Gefühl wie heute. Wenn sich das aber nicht ändert, was bringt dann Technik wirklich? Nur weil wir alle alles sehen und denken können, was der Mitbürger 10.000 KM entfernt sieht und denkt, ändert uns das wirklich? Widerspruch.. hm.. nicht auflösbar… weiterdenken… wie vom Objekt entfernen, wenn man Teil desselbigen ist? Ich sehe es aber mehr positiver denn negativer, da wir dadurch bessere Chancen in die Hand bekommen, Ressourcen vernünftiger zu verteilen, zunehmende Ressourcenknappheiten wie auch neuartige Probleme besser und besser gemeinsam in den Griff zu bekommen. Und uns gegebene, biologische Grenzen zu überwinden, dadurch natürlich Steuerungssysteme einer Gesellschaft, die meistens hierarchisch aufgestellt sind (Demokratie ist so gesehen nur ein sehr imperfekter Zustand im Sinne einer stellvertretenden Steuerung). Auch das liebe Geld wird dann eines Tages seinen langsamen Abschied sehen, da man aufgrund der wesentlich besseren Steuerungsmöglichkeiten keinen Nutzen mehr in monetär gelagerten Austauschsystemen sehen wird. Radikal? Ieehwooh… es ist eine einfache Logik. Geld ist lediglich ein externalisierter Faktor, um unsere mangelnde Informationstransparenz zu kitten.

Kann man sagen, wie fern diese Zukunft ist? Sie steht vor der Tür, sobald die Grundlagenforscher ihre Techniken auf die Menschheit loslassen. Erste Geräte, die man mit den Nervenbahnen verbindet, kennen wir ja bereits aus den medizinischen wie auch militärischen Bereichen. Ich liege wohl nicht falsch, wenn ich von einer bis zwei Generationen spreche. Sprich, meine Ur-/Enkelkinder werden womöglich die ersten „Normalnutzer“ sein. Also in 20-50 Jahren. Das ist verdammt nahe an der Tür zum Heute. Wenn man so will, ist das übermorgen. Selbst 100 Jahre sind nichts, gemessen an der Dauer unserer gesamten Geschichte. Und um es abschließend nochmals zu betonen: Es wird ein neues Zeitalter einläuten, nichts anderes, nichts weniger. Das Informationszeitalter, wie manche Historiker zum Jetzt sagen, wird in der uns bekannten Form enden. Wie aber wird man das späte 21. Jahrhundert und das frühe 22. Jahrhundert bezeichnen? Meine eigentlichen Zukunftshoffnungen liegen jedoch nicht in der grundlegenden Erweiterung des biologischen Menschenkörpers, der nur allzu beschränkt in seinen angeborenen Fähigkeiten ist, sondern im 22. und 23. Jahrhundert, wo wir hoffentlich endlich unsere Fesseln sprengen können, um die Erde als Gefangene dieses winzigen Planeten zu verlassen. Hach, ich kann leider nicht so lange leben. Mist, Mist, Mist. Neugier:)

You cannot escape your destiny Luke
Tja, und warum das alles? Prometheus ist schuld, er hat den Göttern das Feuer gestohlen:)

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