Mutter Google hatte bisher mit uns Lieferanten einen guten Deal: Ihr lasst uns eure Inhalte durchsuchen und sortieren, wir verschaffen euch dafür die richtigen Besucher. Diese Erosion des Deals findet seit längerer Zeit statt, nachdem Google den Suchenden immer mehr eigene Informationen ausliefert und anzeigt. Ich denke nicht, dass ich Beispiele liefern muss, welche Suchanfragen das sind, zu bekannt ist die Suche und deren Möglichkeiten. So neu ist diese Entwicklung wirklich nicht. Hotel- und Flugseiten wissen darüber ihr Leid zu klagen.

Nun hat sich jemand die Mühe gemacht, näher hinzuschauen, um die Erosion zu quantifizieren:

Stone Temple hat der Suchmaschine in einem groß angelegten Test nun 850.000 Anfragen gestellt und diese automatisiert ausgewertet. In ganzen 19,5 Prozent der Fragen hat Google die Suchergebnisse mit eigenen Fakten unterlegt und so wohl zumeist den Besuch einer externen Webseite überflüssig gemacht

Das werden wohl die meisten Webmaster mit Argwohn beäugen, ob die Zahlen für alle möglichen Suchmöglichkeiten gelten oder nicht. Es ist anzuzweifeln, dass die Webmaster – also wir alle, die Webseiten betreiben – den Google Suchmaschinen-Bot aussperren, um Googles Lebenssaft zu entziehen (der große Umsatzkuchen basiert immer noch auf dem Suchgeschäft mit angeschlossenen Werbeplakaten) und damit das Unternehmen dem Insolvenzverwalter zu übergeben. Es dürfte jedoch dem Image des Unternehmens nicht gerade förderlich sein. Und unterhöhlt damit Googles strategische Möglichkeiten etwas, neue Produkte an den User zu bringen. Tragisch wird das nicht sein, denn die wenigsten Menschen betreiben eine Webseite in welcher Form auch immer. Aber wir Webmaster tragen nun einmal unseren multiplikatorischen Mehranteil dazu bei, ob wir Google cool oder uncool finden.

Noch ein Google-Keks gefällig?
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Bild von Chris Wetherell, Lizenztyp: CC BY 2.0.

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