In dem Spot schrubbten nach einem Dorffest die Einwohner der beiden Orte ihre großen Paellapfannen um die Wette sauber. Während sich die Bewohner von Villabajo mit der Entfernung der Fettrückstände sehr schwer taten, waren die Bewohner von Villarriba schon nach kurzer Zeit mit ihrer Arbeit fertig und konnten wieder feiern. Dem Zuschauer wurde suggeriert, dies liege an der neuen Fettlöseformel von Fairy Ultra (Wikipedia)

So diskutieren sich Matthias Schrader und Sascha Pallenberg den Wolf, wie unmündig doch der Leser sei. Der eine ist für Curved.de verantwortlich, der andere für Mobilegeeks. Beide sind Inhalteproduzenten rund um technische Themen. Der eine zu 100% finanziert von E-Plus, der andere zu 100% werbefinanziert von diversen Sponsoren. Mobilegeeks wirft Curved vor, nicht deutlich genug auf die Finanzierung der Inhalte-Plattform hinzuweisen. Und würde damit den Leser hintergehen. Bäm! Mobilegeeks würde das viel deutlicher kennzeichnen, dass man von Werbepartnern finanziell abhängig ist. Bäm!

ZombieWährenddessen ist der Zug schon längst abgefahren. Bäm! Seit Jahren. Bäm! Und sie diskutieren immer noch? Die Diskussion, wie deutlich Werbehinweise und Goodie-Disclosures sein müssen („Hersteller hat Gerät X gesponst, Reise und Unterkunft im 5-Sterne Hotelschuppen bezahlt„), wurden nicht nur seit über 10 Jahren auf Blogs in abertausenden Artikeln geführt (ich glaube, ich habe locker 1.000 Artikel dazu auf Basic Thinking und robertbasic.de rund um dieses Thema verbraten). Sie wurden und werden rund um die klassischen Medien geführt, auf YouTube („iehhhh, du hast den Lippenstift geschenkt bekommen und nix gesagt?„), auf Instagram, auf Snapchat, auf XYZ. Jeder Publisher, der in Teilen oder zur Gänze werbefinanziert ist, muss sich dem stellen. Bäm?

Nur, der Leser schrubbt schon längst in Villariba mit super fettlöslischen Zeugs. BÄM! Während wir Publisher tatsächlich immer noch der Meinung sind, ihnen erzählen zu müssen, was Werbefinanzierung bedeutet, zuckt der Leser nur mit den Schultern „so what, das wissen wir doch schon, sind ja nicht bescheuert„. Wir sind Villabajo als Publisher. Hegen und pflegen wir ernsthaft die Meinung, dass ein Artikel auf Curved oder Mobilegeeks Menschen zu Konsumzombies macht? Zu beeinflussten Wesen ohne eigene, intellektuelle Leistung? Wir marschieren sofort in den Laden und kaufen uns wie bescheuert Ware, die wir gar nicht wollen noch brauchen? Weil wir Curved und Mobilegeeks und was weiß ich was lesen? Oh, come on, das ist etwas übertrieben! In aller Liebe zur eigenen Medienmacht, Leser zu Zombies zu machen. Wie wärs mit etwas mehr Bescheidenheit ob der eigenen Medienmacht und dem Zutrauen in die Mündigkeit des Lesers? Der über zillionen von Kanälen verfügt, um sich eine Meinung zu bilden, existiert die Meinungshoheit eines Mediums alleine schon lange nicht mehr, wenn es sie denn je gegeben hat (was ja gerne der ARD und der BILD nachgesagt wird).Ich finde es etwas Panne dem Leser nicht zuzutrauen, mündig zu konsumieren, sowohl beim Lesen aber auch dem Bestücken der persönlichen Befriedigungsphäre über den Einkauf weltlicher Gegenstände.

Liebe Leser, lasst Euch nicht weiter kirre machen, schaltet die Birne weiterhin ein, lest und bildet Euch weiterhin Eure Meinungen. Egal was Euch die Publisher weismachen wollen, was ihr angeblich wissen müsst oder nicht verstehen könnt. Die Publisherszene ist fast ausnahmslos werbefinanziert, speziell im Netz, der Zug ist längst abgefahren. Bekannte YouTuber halten ihre Produkte nicht umsonst vor Eure Nasen,  bekanntere Instagramer ebenso wenig wie Snapchatter. Die Finanzierungsabhängigkeit ist gegeben und das wisst Ihr alles schon sehr lange. Ob nun ein Hinweis deppert fett groß in 48px steht oder klein und versteckt.

Bild von Jamesrdoe, Lizenztyp CC By-ND 2.0

Disclaimer Disclosure
Dieser Beitrag ist ein werbefinanziertes Posting meiner wenig verbliebenen Gehirnzellen, die nur einen Zweck verfolgen: Den Leser zur Mündigkeit zu verführen. Beware the interests:) Sämtliche Energieleistungskosten sind von der ATP GmbH und der neuronalen Synapsen AG getragen worden.

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