Dank meines Namens habe ich wohl eine engere Beziehung zu Robotern, oder war es das Verschlingen der Science Fiction Romane von Isaac Asimov – auf den der Begriff „Robotik“ und die drei „bekannten Robotergesetze“ zurückgehen – in jungen Jahren? Oder ist gar die Kinderserie „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ (Wikipedia) in noch jüngeren Jahren – den frühen 70ern – daran schuld, weil mich die Klassenkameraden in der Grundschule „Robbi Tobbi“ nannten? Die Überschrift ist eine Hommage an diese Kinderserie ;) Die Antwort findet ihr schon.

Die Vorstellung, dass eines Tages selbständig agierende Maschinen neben uns auf dem Bürgersteig wandeln würden, ließ mich nie wirklich los. Allerdings ist es noch lange nicht soweit. Erst kürzlich haben die führenden Köpfe auf dem MIT150 Symposium „Brains, Minds, Machines“ ihr Leid geklagt, dass die Forschung nur allzu langsam vorankäme. So sprach Marvin Minsky, wohl einer der bedeutendsten KI-Forscher: „You might wonder why aren’t there any robots that you can send in to fix the Japanese reactors,… the answer is that there was a lot of progress in the 1960s and 1970s. Then something went wrong. Today you’ll find students excited over robots that play basketball or soccer or dance or make funny faces at you. But they’re not making them smarter.“ (Quelle).

Tja, wenn mobile Maschinen voneinander lernen würden, sich in der Umwelt flüssig zu bewegen und sich mit Hilfe ihres „positronischen“ Gehirns (ein Begriff, der auch auf Asimov zurückzuführen ist und nicht ganz unzufällig Eingang in Star Trek fand) mit Menschen hinreichend human zu unterhalten, tja, wäre dann nicht ein neues Zeitalter für die Menschheit angebrochen? Solange mobile Maschinen nicht lernen, solange sie sich nicht eigenständig zurechtfinden, Menschen gar nicht verstehen, bleiben sie in unserem menschlichen Sinne dumm und zudem weder bedrohlich noch hilfreich. Wie dem auch sei, wir Menschen sind in rund einem halben Jahrhundert recht weit gekommen, Roboter für verschiedenste Zwecke zu entwickeln.

Eines blieb mir von Kindesbeinen an klar: Ab einer gewissen Stufe werden sich Roboter ähnlich wie die Dampfmaschine, das Auto, das Flugzeug, die Bahn, das Radio, TV und Telefon, aber auch wie das Internet in die Ruhmeshalle der mensch-verändernden Entwicklungen einreihen. Wenn man dann leibhaftig vor einem der heutigen Urahnen kommender Robotergenerationen steht, diese Maschine vorbeilaufen, interagieren, tanzen sieht, ahnt man noch mehr, dass es womöglich wirklich so sein wird. Prinzipiell hat diese „Lebensform“ bessere Aussichten auf eine schnellere Evolution, da sie keinen biologischen Entwicklungsgrenzen wie der Mensch unterliegt. Theoretisch. Wenn sie – die Maschine – vom Mensch das Lernen beigebracht bekäme. Davon sind die Maschinen noch weit entfernt. Klar, aber, wenn man einem humanoiden Roboter begegnet, ist das ein merkwürdiges, ein sehr faszinierendes Gefühl. Man sieht wie durch eine Art Fenster in die Zukunft.

So hatte ich am vergangenen Freitag in der Honda Akademie (Erlensee) das Vergnügen, Asimo 2005 zu sehen, eine Art leibhaftiger Kindertraum. In natura wirken diese Maschinen ungemein faszinierend. Von Robert, Robbi Tobbi über Isaac Asimov zu den ersten Frühformen einigermaßen akzeptabler, humanoider Roboter. Es ist schon erstaunlich, wenn man seinen eigenen Kinderträumen begegnet. Wirklich erstaunlich. Wie schön, dass ich ein Blog habe, diesen Moment festzuhalten. Da sitzt man dann also, lauscht der Präsi, betrachtet den Robbi, ist der Show zugetan, zugleich entwickelt sich ein paralleles Gefühl, dass man mehr sieht. Das besagte Fenster in die Zukunft und wird innerlich ganz still.

Achtet mal dabei auf die maschinellen Gehhilfen, die sich laut Honda aus der Roboter-Entwicklung abgeleitet haben. Björn Habegger war ebenso fasziniert: HONDA, sympathischer Technologieträger auch auf 2 Beinen.

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