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Laura Price / Honda im Interview

23.07.2010 / 11 Kommentare
People often think its really an easy and a cheap option [Anm.: = Social Media]. Its not! Dont think for one minute its easy or cheap. Because the amount that you save – if you are doing something online – you will spent three, four, five times the amount with people actually by opening up yourself.
(Laura Price über die Key Learnings von Social Media und dem Zeitaufwand mit Usern über das Netz während des “LEL”-Crowdsourcing-Projekts in Kontakt zu bleiben, zu antworten, 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Das LEL-Projekt hat ca. 1,5 Jahre von den ersten Planungen bis zum Projektende angedauert.)

Alex Kahl war gestern auf der Filmpremiere des Honda LEL Projekts. Ich hatte mit ihm vereinbart, dass er wenn möglich Laura – Social Media Manager for Honda Motor Europe – vor die Kamera holt und einige Fragen zum Abschluss des LEL-Projekts stellt (siehe alle meine Artikel zu dem Thema Honda und LEL). Ich denke, es ist spannend einen der Macher des Projekts zu sehen. Etwas über die Hintergründe des Projekts zu erfahren, warum man sich dafür entschieden hatte, was die Learnings und Erfolgserlebnisse waren, aber auch mit welchen Problemen man konfrontiert war. Gerade weil man etwas anderes als bisher gemacht hatte, wenn man ein neues Auto herausbringt und dafür trommelt. Wie Laura im Interview schon sagt: Es gab kein Template, keine Erfahrungswerte, auf die man zurückgreifen konnte. Es lohnt sich, das Interview anzuschauen, die Antworten sind aufschlussreich und spannend. Kleiner Hinweis: Die Hintergrundmusik ist etwas laut, aber man versteht Laura dennoch recht gut.

Alex, danke für das Interview!!!

LEL Filmprojekt online

22.07.2010 / 0 Kommentare

das Honda LEL Filmprojekt ist in Teilen nun online zu sehen. Interessant für mich, wie die einzelnen Teile zu einem Ganzen zusammengefügt wurden. Natürlich ist die Frage, was Honda dieser Film nun bringt. Nur weil es ein “crowdsourced” Filmprojekt ist, heißt es noch lange nicht, dass es unbedingt Honda helfen wird. Aber mutig genug von Honda, überhaupt so ein Marketingprojekt zu probieren. Alex Kahl ist in London zur Filmpremiere eingeladen worden und ich habe ihm einige Fragen für Laura/Honda mitgegeben. Er wird Laura vor die Cam holen und mal schauen, wie die Antworten sein werden.

Honda LEL = Trailer zur Doku

16.07.2010 / 1 Kommentar

die Mischung aus Werbefilm und Dokumentation namens “LEL Project” (Live Every Litre) von Honda ist bald in voller Länge zu sehen, habe zufällig auf auf der Facebook-Page von Honda den Trailer gesehen:

Das Projekt ist wie bereits beschrieben recht ungewöhnlich und neuartig, was die bisherigen Werbemaßnahmen von Automobilkonzernen angeht. Honda hatte im Netz getrommelt, um Menschen zu finden, die sich einen Traum erfüllen wollten und daraus 13 Stories abgedreht. Honda fuhr dann zu demjenigen/derjenigen hin oder aber lud den Menschen je nach Wunschtraum in die passende Lokation ein und drehte dann, was sich eben daraus entwickelte, während sich die Menschen ihren Traum erfüllen konnten. Das eigentliche Produkt, der Honda CR-Z, wurde nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt, zumindest wie ich es beim Dreh in Amsterdam und Hamburg mitbekommen hatte (habe den Film noch nicht gesehen, aber ich nehme an, dass es so bleiben wird).

Was Honda nicht sonderlich gut gelungen ist – aber auch nur letztlich ein Learning aus dem Projekt für spätere Werbeproduktionen – ist das Erreichen der User im Netz während der 30 Tage andauernden Dreharbeiten. Man war in verschiedenen, europäischen Ländern unterwegs, versuchte in der jeweiligen Landessprache die User für den LEL-Dreh zu interessieren (über die LEL Seite). Aufgrund der Kürze des Aufenthalts aber auch viel zu kurz angesetzter Publishing-Aktivitäten je Land ging die Rechnung außer in England so gut wie nicht auf. Gut, es war nur ein Sekundärziel.

Primärziel war das Abdrehen eines so gut wie ungesteuerten, in Teilen user generated Werbe-Dokumentarfilms. Claudio von Planta – der Dokufilmer – war selbst sehr erstaunt, dass man ihm keine Vorgaben gemacht hatte. Er hielt drauf, wenn ihm die Szenen passend schienen. Was den andauernden Kontakt mit den Bloggern angeht, die über das LEL Projekt gegen Cash berichtet hatten (so auch mir, siehe Disclosure) kann ich nur was zu mir sagen: Nach meiner Abfahrt aus Hamburg gab es keinen Kontakt mehr zum LEL Team, keine Infos, wie es weiter ging, was noch passierte. So habe ich auch über den Trailer nur per Zufall erfahren. Ob Honda mit Autobloggern in Europa in Kontakt steht, kann ich nicht sagen, ich vermute nur, dass man es auch da nicht sonderlich stetig und dauerhaft etabliert hat. Eine interessante Parallele zu meiner damaligen Erfahrung mit Alpha Romeo. Wie man sieht, die Automobilkonzerne bemühen sich zwar an vielen Stellen, so richtig rund ist die Sache noch lange nicht, was “Social Media” Kontinuität angeht.

Der Film wird btw am 21. Juli erscheinen und zwar Online. Dann wird es auch Zeit die zuständige Honda-Managerin Laura zu der ganzen Geschichte um ihre Meinung zu bitten.

Disclosure:
Honda hatte mir für die bloggende Teilnahme am LEL Projekt die Reise nach Amsterdam bezahlt und einen Obulus für die Berichterstattung gegeben. Hierbei nahm man keinen Einfluss auf meine inhatlichen Darstellungen. Die weitere Berichterstattung ist meine Sache allein und noch weniger mit Honda abgestimmt, nämlich gar nicht.

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… wird zum Röhrl

09.07.2010 / 18 Kommentare

Der erste Teil der Überschrift lautet: “Ich werd zum Hirsch, meine Frau…”*. Wer nicht weiß, wer oder was ein Röhrl ist, möge bitte die Wikipedia bemühen.

Nicole düst zur Zeit in Österreich bei einer Rallye mit. Nicht als Zuschauerin, sondern als Pilotin. Nicht in einer alten Schrottmühle, sondern in einem Auto, das einen sechststelligen Betrag wert ist (Entwicklungs-yadda-yadda): Einem Honda FCX, der auf KernfusionsbasisWasserstoffbasis angetrieben wird.

Also in einem “E-Auto”. Denen die Zukunft gehört, das ist logischerweise klar. Wann auch immer diese Massenzukunft ist.

Die Rallye nennt sich Silvretta (siehe auch TAZ Bilderstrecke) und erstmalig dürfen neue E-Autos statt nur den auseinanderfallenden, herumstinkenden Oldtimern in einer eigenen Kategorie mitfahren. Soweit ich es verstanden habe, geht es nicht darum, wer mit quietschenden Reifen die Alpen durchquert, sondern es geht um Geschicklichkeitsprüfungen. So mussten die Teilnehmer am ersten Tag drei Prüfungen bewältigen, die es in sich haben, obwohl sie so easy erscheinen. Bewältige eine Fahrtstrecke X in exakt Y Sekunden. Jeder, der ein Auto fährt, weiß, wie brutal schwer das ist.

Wie kam es dazu, dass Nicole mitfährt? Eigentlich ganz einfach. Nicole war mit mir zusammen vor einigen Wochen auf dem Testtag, um den neuen Honda CR-Z zu fahren. Am Ende des Tages saßen wir bei Honda zusammen und plauderten, bis Alexander – PR Chef bei Honda- so ganz beiläufig meinte, es gäbe eine Rallye in Österreich, bei der E-Autos mitfahren dürfen. Ob jemand als Fahrer mitmachen möchte. Ich glaube, Nicoles Arm war in -0,10 Sekunden oben :=] Tja, und nu fährt sie, ohne die wunderschöne Gegend mit Abgasen zu verseuchen. Aus dem Auspuff kommt Wasser raus, wie ich mittlerweile gelernt habe.

Zurück zur Silvretta. Nicole und ihr Copilot Alexander (von Honda) haben sich am ersten Tag super geschlagen und liegen auf Rang 5 der Fahrerwertung. Von 24 Teams. Witziges Randdetail: Der Mitsubishi i-MiEV liegt auf Platz 3. i-Miev? Ehrlich, i-Miev. Köstlich :))

Schauen wir uns die Wertungen an:
Prüfung 1: 100 Meter in 10 Sekunden, Nicoles Abweichung 0,01 Sekunden. Erster Platz. Uffz…0,01

Prüfung 2, zweiteilig: Erneut 100 Meter in 10 Sekunden, dann gleich weiter mit 190 Metern in 20 Sekunden. Nicoles Abweichung zuerst extrem geile 0,08 Sekunden, dann aber… 1,96 Sekunden zu schnell. Aussage des Copiloten Alexander: Das ist eigentlich machbar, vorausgesetzt die Piste läuft nicht um die Kurve (Kommentar Pilotin: „Mist, wo ist hier denn das Ziel?“). In unserem Fall ließ sich die unerfahrene Rallyepilotin dazu verleiten, die Geschwindigkeit zu erhöhen, was dazu führte, dass Team Honda heftig an der Zielzeit vorbeischrammte und erhebliche Punkte das Konto füllten: Platz 21 und 203 Strafpunkte hieß das Zwischenergebnis. Kicher…

Geheimprüfung Die wurde dann ganz fies. Mitten während der Prüfung 2 wurden grüne Flaggen geschwenkt und spontan vorgegeben, dass man 100 Meter in 10 Sekunden zu schaffen habe. Die meisten sahen die grüne Flagge zu spät (gehe mal davon aus, dass man am Ziel die Panik ausbrechen lies, sehr geil:). Nicole und Alex haben dafür 3,38 Sekunden zu lange gebraucht. Meine Bewunderung an das Team Citroen, die waren mit -0,04 Sekunden an der Vorgabe vorbeigehaucht.

Prüfung 3: 30 Meter in 6 Sekunden steil bergauf. Das zu diesem Zeitpunkt sicherlich völlig verhungerte Honda-Team beeilte sich und war 0,67 zu schnell. Kann ich verstehen, wenn man nur noch Schnitzel vor seinem geistigen Auge sieht. Ich würde Vollgas geben.

Summa summarum belegt man damit nun Platz 5. Heute geht es an die zweite Etappe ran. Und ich hätte nicht gedacht, dass sich im Vorfeld lahm anhörende “Gleichmäßigkeitsprüfungen” so spannend gestalten können.

Wer das mitverfolgen möchte, um Nicole die Daumen zu drücken:
1. Nicole hat eine eigene Kategorie auf ihrem Blog eingerichtet, Silvretta. Dort berichtet sie von ihren Eindrücken. So zB vom ersten Tag “Stimmung am 1. Tag Silvretta E-Rallye
2. Auf Facebook hat sich Honda eine E-Seite eingerichtet
3. Und auf Twitter ist Nicole eh unterwegs: @enypsilon
4. Auf Flickr schießt sich das Honda-Team fototechnisch ein
5. Auf Auto Motor Sport werden die Wertungen veröffentlicht

Und jetzt noch einige Bilderimpressionen:

1. Nicole und Alex wühlen sich durch das sog. “Roadbook”

2. Die beiden im Honda FCX unterwegs

3. Und ein Augenschmaus, der kommende e-Benz Flügeltürer mit mehr PS als ich zählen will

Disclosure:
Ja, ich bin subjektiv und unterstütze Nicole voll und ganz. Nein, es ist nicht “meine” Frau per Gesetz, falls dazu Fragen auftauchen sollten :)

Honda: Live Every Litre, Teil 3

03.06.2010 / 1 Kommentar

kommen wir wie versprochen zum dritten Teil der Artikelserie. In diesem Teil stelle ich Philipp Raabe aus Klein Nordende in der Nähe von Hamburg vor. Er ist einer der Teilnehmer, die beim Casting zu Beginn des Jahres das Glück hatten ausgesucht zu werden, um am Filmprojekt teilzunehmen. Wir erinnern uns: Honda hatte ein Crowdsourcing-Projekt ins Leben gerufen, sich für einen Filmdreh zu melden, wenn man dabei sein möchte und eine gute Story bietet, was dabei passieren soll.

Ich konnte Philipp an meinem letzten von drei Mitmach-Tagen kurz kennenlernen, als der Honda-Tross bei ihm auftauchte. Anbei nun das Interview und einige Impressionen:
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Stell Dich kurz vor, wer bist Du, was machst Du, wo findet man Dich im Netz?

Ich heiße Philipp, bin 18 Jahre alt und besuche zur Zeit den 12. Jahrgang eines Gymnasiums, somit werde ich in etwas weniger als einem Jahr mein Abitur machen. Ich wohne in Klein Nordende, einem schönen 3000-Seelen-Dorf nahe der Stadt Elmshorn, welche wiederum in der Nähe von Hamburg liegt.

Meine Freizeit verbringe ich gerne mit Sport; die letzten viereinhalb Jahre habe ich American Football gespielt, mittlerweile betreibe ich Kampfsport. Außerdem lese ich sehr gerne, schreibe selbst Gedichte (die man unter www.wortwiese.de.tl finden kann) und bin Redakteur bei einer Heavy Metal und Hard Rock – Zeitschrift (www.rock-it-magazine.de), da ich leidenschaftlich gerne Musik dieser Genres höre und mich ebenso gerne schreiberisch betätige. Daraus ergibt sich auch mein Wunsch, nach der Schule bei einem Plattenlabel oder einer Promotionagentur arbeiten zu können.

Wie kamst Du auf die Idee, beim Honda-Projekt mitzumachen und was war Deine Story?

Aufmerksam geworden bin ich auf die Live Every Litre- Kampagne durch einen Link auf Facebook. Dann habe ich mir die Website angeguckt und war sofort begeistert von diesem Projekt. Da ich üblicherweise nicht der Typ bin, der bei Wettbewerben immer groß abräumt, habe ich mir zwar keine großen Hoffnungen gemacht, mir aber gedacht: “Verlieren kannste ja nichts” und einfach mitgemacht.

Meine Idee hat sich spontan aus meiner Freude daran entwickelt, neue Leute kennenzulernen und zu reisen. Meine Grundüberzeugung ist, dass jeder Mensch auf der Welt eine Geschichte zu erzählen hat, die es wert ist, gehört zu werden, und da es mich immer sehr erfreut, mit anderen Ländern und Kulturen in Berührung zu kommen, sah ich in diesem Projekt die perfekte Möglichkeit, beides zu verbinden. Geplant habe ich dann, auf dem Weg von Schleswig-Holstein nach Italien mit dem Auto unterwegs anzuhalten und fremde Leute zu fragen, ob sie mich vielleicht ein Stück begleiten mögen. Im Auto wollte ich dann mit ihnen ins Gespräch kommen und ganz spontan sehen, in welche Richtung sich die Unterhaltung entwickelt – mit der festen Überzeugung, dass immer etwas Interessantes dabei herauskommen würde!

Als der ganze Tross dann endlich an Deinem Wohnort ankam, ging Dir das was durch den Kopf (im Sinne von “das ist wirklich war”) oder war das nix Besonderes für Dich?

Es war schon sehr beeindruckend, als der ganze Konvoi in mein kleines Dörfchen gerollt kam und ich gesehen habe, wie viele Leute tatsächlich an der Reise beteiligt waren. Aber sämtliche Anspannung und Nervosität war sofort von mir abgefallen, nachdem ich die ersten Worte mit Leuten aus dem Team gewechselt hatte, denn sie waren allesamt so unheimlich lieb, herzlich und locker, dass mir sofort klar war: Die Reise kann nur gut werden!


Was ist nachher passiert? Konntest Du Deine Idee in die Tat umsetzen und was hast Du erlebt?

Auf meiner Tour durch Deutschland und die Schweiz bis nach Italien hatte ich insgesamt sechs völlig verschiedene Menschen im Auto, von denen jeder etwas absolut Spannendes zu erzählen hatte, und obwohl das eigentlich genau meinen Erwartungen entsprach, war ich dennoch erstaunt darüber.

So hat mir beispielsweise ein Mann in Hamburg von seiner Zeit in Mexiko erzählt und ein nettes Mädel in der Schweiz konnte von einer Freundin berichten, die eine Schule in Südamerika aufgebaut hat und leitet, in welcher sie den Kindern der Ureinwohner grundlegendes Wissen beibringt.

Auch eine Tischlerin auf Wanderschaft ist mir begegnet, doch ich will noch nicht zu viel verraten, denn einiges davon wird man sicherlich noch später im Film sehen ;). Aber nicht nur die Erlebnisse im Auto waren toll, sondern auch die Suche nach potentiellen Mitfahren, zu welcher ich meistens Bahnhöfe angesteuert habe. Die Reaktionen der Menschen auf mein Angebot, sie dorthin zu fahren, wo sie hin möchten, waren teilweise grandios und haben sich immer mehr verändert, je weiter ich nach Süden kam :D Aber auch dazu mehr im Film.

Hat sich einer Deiner Träume damit bewahrheitet und war es so, wie Du es Dir vorgestellt hast?

Ich bin immernoch überglücklich, dass ich die Chance hatte, Teil dieses tollen Projektes zu sein, durch Europa zu fahren und dabei so viele liebe Menschen kennenzulernen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Von der Abfahrt in Klein Nordende , bis zu meiner Landung auf dem Rückflug von Mailand nach Hamburg , war alles perfekt!
Sollte ich jemals wieder die Möglichkeit haben, an etwas derartigem teilzunehmen, würde ich keine Sekunde zögern! So habe ich auch Claudio, den Regisseur, verabschiedet: Ich meinte zu ihm, dass er mir sofort bescheid sagen solle, sollte er irgendwann einmal Interesse an einem Film über eine Reise wie meine haben, die durch die ganze Welt führt, quer über alle Kontinente. Wer weiß, vielleicht ergibt sich etwas derartiges ja tatsächlich nochmal, das wäre fantastisch!

Auf diesem Wege möchte mich auch noch einmal bei allen Beteiligten des Projekts für diese großartige Erfahrung und die tolle Zeit bedanken! Diese sechs Tage werden mir immer in Erinnerung bleiben.
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Phil, herzlichen Dank. Die beiden Videos haben mir persönlich beim Zuschauen richtig Laune gemacht, vor allen Dingen bei der Szene, wo die Leute gar nicht nach Hause gefahren werden wollen. Ich hätte sofort “ja” gesagt :))

Im nächsten und damit vierten Teil werde ich Laura von Honda interviewen und zu dem gesamten “Live Every Litre”-Projekt befragen. Wenn Ihr Fragen an sie habt, go (einfach kommentieren).

Artikel 1: Honda LEL, um was geht es, meine Sicht
Artikel 2: Honda LEL, Interview mit Jason von 90:10, einer der betreuenden Agenturen bei diesem Projekt

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Honda: Live Every Litre, Teil 2

01.06.2010 / 2 Kommentare

nun zum zweiten Teil des Projekts, das wir eingehender betrachten wollen. Beim dritten Teil werde ich Philipp vorstellen, der mir per Interview über seine Erlebnisse als Teilnehmer des Projekts Live Every Litre berichten wird. Für den zweiten Teil habe ich mir eine der betreuenden Agenturen geschnappt, Jason Fashade von der 90:10 Agentur aus London.

1. Jason, who are you and what are you doing for Honda?
My role at 90:10 Group is as an Analyst and Account Coordinator. I assess and coordinate customer insight for Honda Europe liaising with our local teams of Analysts and Strategists in France, Germany, Spain, UK and Italy. The aim is to help Honda Europe use insights from online conversations to improve PR, communications and customer service. This will usually involve ensuring Honda locally engage in both positive and negative conversations as they happen.

I also coordinate the support of any campaigns Honda and their agencies may have across Europe ensuring they work well with social media. Currently Liveeverylitre.com is the one live at the moment and is proving to be a great success.

2. What do you think about the automobile industry regarding their communication universe especially in social web times? Do they experiment enough with all the social web possibilities?
I think that companies in the automotive industry are slowly warming to social media but compared to some other sectors they have been fairly quick to adopt. It still has a long way to go before it is a core-part of the marketing mix with the kind of spend it deserves considering time spent by the customer in these environments. (See diagram) Often it is seen as a something to amplify other activity rather than the core component.

What’s most interesting about what we are doing with Honda in social media is its much more about just another marketing channel it’s a way to connect with your consumer and we are beginning to spread the benefits of customer insight, acquisition, retention through social media across the whole Honda business beyond just PR. This is really exciting for us.

3. Do you believe Hondas project “liveeverylitre” is something like an early role model for the future communication and why?
In a sense Honda is the first automotive manufacturer to create a totally crowd driven PR campaign where the ideas, the content and the delivery come from the intended audience. It’s about people co-creating outcomes before it’s about social media. The success of Live Every Litre should help raise awareness of the power of this approach. The reason why we are called 90:10 is because we believe 90% of everything a business does should be powered by the consumer with the remaining 10% the business facilitating the demand. By embracing and enabling the voices of consumers you guarantee it’s authentic and relevant which is all that’s required for it to be passed on. In this case you don’t need to see something if you get the idea right at the start.

4. If you would be the CEO of a big automobile company what would you do to strengthen the internet activities?
If I managed to find myself in such a situation I would do all that I could to ensure that my staff were well educated on the capabilities of the internet and social technologies. The more people in my business that are personally using social media the more insight that flows into it from outside its 4 walls. It’s this insight that makes the business better equipped to react in the market place. Capitalise on opportunity as it happens. By helping them to connect with people both internally and externally I am growing the network of relationships my business has to utilize to compete. Open business is a powerful thing.

Soweit zu Jason und seiner Agentur. Wie gesagt, im folgenden Teil 3 wird ein Teilnehmer, ein “User” des Projekts zu Wort kommen. Und im letzten Teil Laura, die zuständige Projektleiterin. Wenn Ihr schon mal Fragen vorab zu Laura habt, her damit.

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Honda: Live Every Litre, Teil 1

01.06.2010 / 4 Kommentare

vornweg ein Film:

Nette Überraschung :) Denn der Ehemann in spe hatte das Casting seiner Freundin namens “Oana” beim Honda-Projekt “Live Every Litre” mitbekommen. Interessierte sollten sich nämlich mit ihren Ideen melden, was denn wohl ihre Wunschreise wäre, um am Honda-Dokumentarfilm teilzunehmen. Oana wünschte sich eine Reise quer durch Europa. Das wäre für das auf rund 30 Tage festgelegte Filmprojekt und ca. 15 zu erzählenden Stories zu lange gewesen. Als sich aber ihr Freund mit seiner sehr speziellen Heiratsantrags-Idee ganz hinterrücks bei Honda meldete, schlug das Team zu und lud beide nach Venedig ein. Den “Rest” habt Ihr im Film gesehen.

Woher ich das weiß? Die verantwortliche Honda-Managerin, Laura, hatte mir das in Amsterdam erzählt. Wohin ich vorletzte Woche eingeladen worden bin, um mir als Blogger ein Bild vom Projekt zu machen und es ein Stück weit zu begleiten. Da es dafür Kohle gab und eine damit kostenfreie Fahrt nach Amsterdam, wo ich noch nie war, konnte ich nicht mehr Nein sagen, zumal ich mich für derartige Crowdsourcing-Projekte definitiv im Rahmen meines eigenen Projekts Buzzriders brennend interessiere.


So hat Honda rund 15 (können auch weniger sein, weiß ich jetzt nicht punktgenau) Stories auf Basis der Einreichungen von Menschen aus ganz Europa ausgewählt. Dabei fährt ein ganzer Tross bestehend aus Filmcrew, Hondaleuten, PKWs (inklusive dem neuen Honda CR-Z) und Motorrädern durch die europäischen Lande. Gabelt die gecasteten Personen auf und der Dokumentarfilmer Claudio von Planta hält mehr oder minder spontan drauf.

Die Idee von Honda ist dabei recht simpel: Das Leitmotto von Honda ist “Power of Dreams”. Wenn man Menschen dazu verhilft, ihre Träume zu verwirklichen und daraus einen Film macht, kann sich das auf die Marke übertragen. In einem Gespräch mit Claudio musste ich schmunzeln. Er war selbst ganz erstaunt, dass ihm Honda so gut wie keine Vorgaben gemacht hatte. Das ist bei üblichen Werbedreh ein ganz anderes Kaliber. Ich konnte mir mittlerweile auch über die Testtage (siehe auch…) hinweg einen recht guten Einblick in den Honda-Spirit verschaffen. Man sieht sich mehr als Ingenieurs-getrieben, weniger als Marketing-Maschine. Und auch die Unternehmenskultur ist weitab von dem, wenn einen die konservativen Unternehmenswinde von Mercedes und BMW bereits umweht haben und man die Kulturen vergleicht. Es geht schon fast familiär zu. So mag es auch kein Wunder sein, dass Honda Europe auf diese verrückte, kaum steuerbare Idee kam, so ein Projekt umzusetzen, denn ein fully controlled werbe-powered Laden aus deutschen Landen.

Will sagen: Die Aktion wirkt nicht nur authentisch, sie ist nahezu authentisch. Natürlich schaut sich die Honda-Zentrale in London, wie auch all die anderen Honda-Länder inklusive dem Hauptquartier in Japan das Projekt an. Doch wird es nicht negativ ausgehen, wenn es nicht der Uber-Hammer wird. Denn, man sieht klar die Zukunft der Automobilbranche, dass es neue Wege geben wird und geben muss, mit den Kunden in Kontakt zu treten. Exakt dieses Projekt stellt einen Beginn für Honda auf einer langen Reise dar.

Für mich ist es eines der innovativsten (Web-)Projekte eines Autokonzerns. An vielen Stellen fehlte es zwar noch an Erfahrung und Detailarbeit, aber so ein komplexes Ding auf Anhieb perfekt zu hieven, kann man knicken. Kein Beinbruch. Und eins kann ich sagen: Ich hatte eine verdammt große Menge an Spaß mitgenommen. Das Team war super cool, die Ideen bzw. Stories sind aus deutscher Sicht teilweise völlig abgedreht. Ich bin gespannt auf das gesamte Filmwerk, worüber stückchenweise auf der Webseite Live Every Litre im Werden berichtet wird.

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