Mein persönliches Beziehungsumfeld beschränkte sich 1990 im Wesentlichen auf das global gesehen winzige Rhein-Main Umfeld. Freunde, Kollegen, Bekannte, Verwandte , Schule & Studium.
ffm

20 Jahre später sieht es andeutungsweise wie folgt aus. Mittels der Bing-Facbeook Map kann man sich anzeigen lassen, wo sich die Buddies im Moment aufhalten (von meinen 1.800 Kontakten werden nur die angezeigt, die das Feld „current location“ ausgefüllt haben):
bing maps facebook
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt resultierend aus meinen Netzaktivitäten, die nach Mailing und Foren in den 1990er Jahren in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts um Blogs und Social Networking Aktivitäten breiter und tiefer wurden.

Ich denke, mit so einem Kartenvergleich kann man recht gut darstellen, wie sich das Netz auf die Menschen auswirkt. Wer zuvor nur via Job bzw. einem finanzstarken Background global agieren konnte, ist heute einen Mausklick von einer globalen Präsenz und einem Beziehungsaufbau entfernt. Selbstverständlich wirkt das nicht nur im Bereich soziales Freundesumfeld, sondern auch im Bereich Wissens- und Erfahrungsaustausch. Ein unscheinbarer Prozess im Einzelnen, jedoch etwas höchst Faszinierendes langfristig betrachtet.

Ich höre schon die non-digitalen Zwischenrufer: Nein, meine reale Kontakthäufigkeit und -intensität hat nicht abgenommen, sie hat in den letzten 20 Jahren stark zugenommen, je digitaler ich aktiv wurde. Auch das ist ein Faszinosum, aber einfach erklärbar. Digitale Kontakte senken die Hürden gen persönlichen Beziehungsaufbau drastisch.

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