Ich war vergangenen Donnerstag in Düsseldorf und habe dort das Vodafone Company Camp besucht. Es handelte sich hierbei um ein erstmaliges, internes Barcamp, an dem rund +100 Mitarbeiter (kenne die genaue Zahl nicht, grob geschätzt) teilgenommen hatten. Und möchte es jedem Unternehmen ans Herz legen, sich Gedanken zu machen, ob so eine Art von Konferenz nicht auch dienlich wäre.

Update: Vodafone hat beinahe zeitgleich ein eigenes Posting auf ihrem Blog veröffentlicht „Das Vodafone CompanyCamp: Von Ad-hoc Netzwerken, Online Campaigning und Brainstorming“. Ne, das war nicht abgestimmt. Habe just den Tweet von Carmen gelesen und war baff.

Rahmenbedingungen (da es sich um keine Betriebsgeheimnisse handelt, lege ich die Orga offen)
1. Das Camp fing um 18 Uhr an und endete kurz vor Mitternacht
2. Es gab 3 Zeitslots mit jeweils ca. 6-7 parallelen Sessions
4. Die Sessionlänge betrug 45 Minuten
5. Jede Session wurde eigens von einem separat dafür abgestellten Mitarbeiterteam protokolliert
6. Es wurde eine interne Facebook-Gruppe eingerichtet, um die Mitarbeiter davor, währenddessen und danach zu informieren
7. Um das Eis zu brechen, eigene Mitarbeiter-Sessions zu halten, wurde der erste Zeitslot durch 7 externe Referenten besetzt
8. Der zweite und dritte Zeitslot war damit für Mitarbeiter-Sessions frei
9. Die Mitarbeiter haben tatsächlich eigene Sessions gehalten
10. Für den dritten Zeitslot standen die externen Referenten zur Verfügung, um einzuspringen, falls sich nicht genügend Themen durch Mitarbeiter besetzt würden
11. Wie es sich gehört, wurden alle Anwesenden begrüßt und über das Procedere informiert
12. Nach der Begrüßung wurden die Sessions für den Zeitslot 2 und 3 abgefragt
13. Für Trinken und Essen ist gesorgt worden
14. Es standen ca. 8-10 Räume zur Verfügung, alle mit WLAN und Beamern ausgestattet. Zentraler Sammelplatz war das Foyer, für den Ablauf aber auch das Socializing unabdingbar
15. Der gesamte Organisationszeitraum betrug 4 Wochen, mehrere tausend Mitarbeiter wurden per Mail eingeladen + Blog angekündigt
16. Es wurde Wert darauf gelegt, dass es sich um ein informelles Treffen handelt, demenstprechend wurde die Kleiderordnung locker gehalten und das formelle „Sie“ durch das „Du“ ersetzt
17. Im Nachgang des Camps wurden die Teilnehmern mit Fragebögen angemailt, wie es gefiel und was man beim nächsten Mal (!) besser machen kann
18. Es wurde ein thematischer Aufhänger für das Company Camp gebildet, damit die Mitarbeiter vorab wissen, was sie an Themen erwarten können.

Soweit ich es beurteilen kann, war das Camp ein voller Erfolg. Für mich persönlich war es schön zu sehen, dass sich Mitarbeiter die Zeit nehmen und ihre Freizeit opfern, um sich schlauer zu machen. Der im Rahmen eines Barcamps rege Gedankenaustausch vor, während und nach den Sessions fand auch beim Company Camp statt. Während meiner beiden Sessions wurde extrem gut und rege diskutiert, auch nach der Session. Es war mir eine helle Freude zu sehen, dass Konzernmitarbeiter so engagiert dabei sind. Durch die Gestaltung des Barcamps ist der sozialisierende Faktor ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Es wurden neue Kontakte geknüpft, so wie wir es draußen nicht anders kennen und als ungemein wertvoll erachten.

Carmen schreibt via Twitter: das Vodafone CompanyCamp war in der Tat ein voller Erfolg. Das Feedback ist überwältigend. Wollen wir nochmals machen

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