kommen wir wie versprochen zum dritten Teil der Artikelserie. In diesem Teil stelle ich Philipp Raabe aus Klein Nordende in der Nähe von Hamburg vor. Er ist einer der Teilnehmer, die beim Casting zu Beginn des Jahres das Glück hatten ausgesucht zu werden, um am Filmprojekt teilzunehmen. Wir erinnern uns: Honda hatte ein Crowdsourcing-Projekt ins Leben gerufen, sich für einen Filmdreh zu melden, wenn man dabei sein möchte und eine gute Story bietet, was dabei passieren soll.

Ich konnte Philipp an meinem letzten von drei Mitmach-Tagen kurz kennenlernen, als der Honda-Tross bei ihm auftauchte. Anbei nun das Interview und einige Impressionen:
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Stell Dich kurz vor, wer bist Du, was machst Du, wo findet man Dich im Netz?

Ich heiße Philipp, bin 18 Jahre alt und besuche zur Zeit den 12. Jahrgang eines Gymnasiums, somit werde ich in etwas weniger als einem Jahr mein Abitur machen. Ich wohne in Klein Nordende, einem schönen 3000-Seelen-Dorf nahe der Stadt Elmshorn, welche wiederum in der Nähe von Hamburg liegt.

Meine Freizeit verbringe ich gerne mit Sport; die letzten viereinhalb Jahre habe ich American Football gespielt, mittlerweile betreibe ich Kampfsport. Außerdem lese ich sehr gerne, schreibe selbst Gedichte (die man unter www.wortwiese.de.tl finden kann) und bin Redakteur bei einer Heavy Metal und Hard Rock – Zeitschrift (www.rock-it-magazine.de), da ich leidenschaftlich gerne Musik dieser Genres höre und mich ebenso gerne schreiberisch betätige. Daraus ergibt sich auch mein Wunsch, nach der Schule bei einem Plattenlabel oder einer Promotionagentur arbeiten zu können.

Wie kamst Du auf die Idee, beim Honda-Projekt mitzumachen und was war Deine Story?

Aufmerksam geworden bin ich auf die Live Every Litre- Kampagne durch einen Link auf Facebook. Dann habe ich mir die Website angeguckt und war sofort begeistert von diesem Projekt. Da ich üblicherweise nicht der Typ bin, der bei Wettbewerben immer groß abräumt, habe ich mir zwar keine großen Hoffnungen gemacht, mir aber gedacht: „Verlieren kannste ja nichts“ und einfach mitgemacht.

Meine Idee hat sich spontan aus meiner Freude daran entwickelt, neue Leute kennenzulernen und zu reisen. Meine Grundüberzeugung ist, dass jeder Mensch auf der Welt eine Geschichte zu erzählen hat, die es wert ist, gehört zu werden, und da es mich immer sehr erfreut, mit anderen Ländern und Kulturen in Berührung zu kommen, sah ich in diesem Projekt die perfekte Möglichkeit, beides zu verbinden. Geplant habe ich dann, auf dem Weg von Schleswig-Holstein nach Italien mit dem Auto unterwegs anzuhalten und fremde Leute zu fragen, ob sie mich vielleicht ein Stück begleiten mögen. Im Auto wollte ich dann mit ihnen ins Gespräch kommen und ganz spontan sehen, in welche Richtung sich die Unterhaltung entwickelt – mit der festen Überzeugung, dass immer etwas Interessantes dabei herauskommen würde!

Als der ganze Tross dann endlich an Deinem Wohnort ankam, ging Dir das was durch den Kopf (im Sinne von „das ist wirklich war“) oder war das nix Besonderes für Dich?

Es war schon sehr beeindruckend, als der ganze Konvoi in mein kleines Dörfchen gerollt kam und ich gesehen habe, wie viele Leute tatsächlich an der Reise beteiligt waren. Aber sämtliche Anspannung und Nervosität war sofort von mir abgefallen, nachdem ich die ersten Worte mit Leuten aus dem Team gewechselt hatte, denn sie waren allesamt so unheimlich lieb, herzlich und locker, dass mir sofort klar war: Die Reise kann nur gut werden!


Was ist nachher passiert? Konntest Du Deine Idee in die Tat umsetzen und was hast Du erlebt?

Auf meiner Tour durch Deutschland und die Schweiz bis nach Italien hatte ich insgesamt sechs völlig verschiedene Menschen im Auto, von denen jeder etwas absolut Spannendes zu erzählen hatte, und obwohl das eigentlich genau meinen Erwartungen entsprach, war ich dennoch erstaunt darüber.

So hat mir beispielsweise ein Mann in Hamburg von seiner Zeit in Mexiko erzählt und ein nettes Mädel in der Schweiz konnte von einer Freundin berichten, die eine Schule in Südamerika aufgebaut hat und leitet, in welcher sie den Kindern der Ureinwohner grundlegendes Wissen beibringt.

Auch eine Tischlerin auf Wanderschaft ist mir begegnet, doch ich will noch nicht zu viel verraten, denn einiges davon wird man sicherlich noch später im Film sehen ;). Aber nicht nur die Erlebnisse im Auto waren toll, sondern auch die Suche nach potentiellen Mitfahren, zu welcher ich meistens Bahnhöfe angesteuert habe. Die Reaktionen der Menschen auf mein Angebot, sie dorthin zu fahren, wo sie hin möchten, waren teilweise grandios und haben sich immer mehr verändert, je weiter ich nach Süden kam :D Aber auch dazu mehr im Film.

Hat sich einer Deiner Träume damit bewahrheitet und war es so, wie Du es Dir vorgestellt hast?

Ich bin immernoch überglücklich, dass ich die Chance hatte, Teil dieses tollen Projektes zu sein, durch Europa zu fahren und dabei so viele liebe Menschen kennenzulernen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Von der Abfahrt in Klein Nordende , bis zu meiner Landung auf dem Rückflug von Mailand nach Hamburg , war alles perfekt!
Sollte ich jemals wieder die Möglichkeit haben, an etwas derartigem teilzunehmen, würde ich keine Sekunde zögern! So habe ich auch Claudio, den Regisseur, verabschiedet: Ich meinte zu ihm, dass er mir sofort bescheid sagen solle, sollte er irgendwann einmal Interesse an einem Film über eine Reise wie meine haben, die durch die ganze Welt führt, quer über alle Kontinente. Wer weiß, vielleicht ergibt sich etwas derartiges ja tatsächlich nochmal, das wäre fantastisch!

Auf diesem Wege möchte mich auch noch einmal bei allen Beteiligten des Projekts für diese großartige Erfahrung und die tolle Zeit bedanken! Diese sechs Tage werden mir immer in Erinnerung bleiben.
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Phil, herzlichen Dank. Die beiden Videos haben mir persönlich beim Zuschauen richtig Laune gemacht, vor allen Dingen bei der Szene, wo die Leute gar nicht nach Hause gefahren werden wollen. Ich hätte sofort „ja“ gesagt :))

Im nächsten und damit vierten Teil werde ich Laura von Honda interviewen und zu dem gesamten „Live Every Litre“-Projekt befragen. Wenn Ihr Fragen an sie habt, go (einfach kommentieren).

Artikel 1: Honda LEL, um was geht es, meine Sicht
Artikel 2: Honda LEL, Interview mit Jason von 90:10, einer der betreuenden Agenturen bei diesem Projekt

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