Das Nuf schreibt – übrigens eine waschechte Frau – auf ihrem Blog, dass Frauen in der Blogospähre allgemeinhein nicht genügend Relevanz beschieden wird:

Ich mag Vielfalt. Ich mag eine bunte Blogosphäre und dazu gehört, dass Frauen wie Männer wahrgenommen werden. Dass sowohl Technikthemen als auch Gesellschaftsthemen Platz finden, dass es nicht nur um die neusten Gadgets, Urheberrecht und Netzpolitik im Web geht, sondern dass auch z.B. Kinder, Katzen, Kunst und Essen.

Und das hängt leider an der Thematik Zugriffszahlen und die Wahrnehmung anderer Themen (und Frauen in der Blogosphäre) wiederrum spiegelt sich in der Art und Weise wieder, wie dann auch z.B. das Fernsehen über Events wie die re:publica berichtet, wie z.B. N24, die in 40 Minuten Beitrag eine einzige Frau befragen und diese im Gegensatz zu den befragten Männern nicht mal mit Namen nennen.

Dennoch. Ich bin immer interessiert an neuen Blogs und an Themen, zu denen ich im Alltag wenig Schnittmengen habe, einfach weil ich persönlich das Gefühl habe mich nur weiter entwickeln zu können, wenn ich immer wieder Neues aufnehme und deswegen mag ich die einseitige Darstellung der Blogosphäre oder des Internets nicht. Das Internet ist eben nicht nur iPhone, ACTA und Urheberrecht.

Ich stelle mir dabei die Frage, warum Frauen per se relevant sein müssen? Warum müssen irgendwelche Themen relevanter als andere sein, nur weil sich laut Das Nuf Frauen damit mehr beschäftigen? Haben Frauen andere Gehirne? Andere Sichtweisen als Männer? Können Frauen zu einer besseren Welt mehr beitragen als Männer? Was ist überhaupt daran wichtig, ob ein weiblicher oder männlicher Blogger was zu melden hat? Zentral ist dabei für mich der Gedanke und Versuch, es am Geschlecht aufzuhängen. Das erscheint mir irgendwie archaisch.

Schon der Gedanke daran kommt gezwungen macho-mäßig herüber. Mir persönlich wäre es zudem extrem peinlich, wenn mich jemand als Quoten-Mann zu einem Thema einladen oder befragen würde. Dem würde ich den Stinkefinger zeigen. Entweder ist man an mir interessiert, weil ich was zu sagen hätte, nicht aber weil ich eine Quote als Pimmel-Zugehöriger zu erfüllen habe. Meine Eier machen mich weder relevant noch interessant. Ich werde aber nicht auf die Barrikaden steigen und flennen, dass man mir nicht zuhört und mich nicht beachtet, weil ich ein Mann bin. Ich kann höchstens und maximal nachdenken, warum mein Geblogge niemanden erreicht.

Also, ich sehe keinen einzigen Grund auf den ersten Blick, warum Frauen relevanter werden müssen oder sein wollen. Solange man sich am Geschlecht aufhängt. Entscheidender ist mehr die Frage, was man inhaltlich zu sagen hat. Und ob es ankommt. Ist es eine Frau, die mir erklärt, warum dies und das so oder so zu sehen ist? Oder ist es ein Mann? Ist mir doch völlig wumpe. Sags und mach!

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