Ich habe heute via Twitter mitbekommen, dass Schlecker seinen Marketingmix anpassen möchte, sich zudem einen neuen Claim verpasst: „For You. Vor Ort“.

Siehe hierzu:
Horizont und Meedia

Ich bin mehr oder minder zufällig danach in eine Schlecker-Filiale rein und habe die Filialleiterin darauf angesprochen. Sie wusste weder was vom neuen Claim noch von einer Änderung am Marketing-Orchester. Sie meinte, man würde sowieso alles zuletzt erfahren. Ich war ziemlich baff, dass man draußen in der Fläche die Mitarbeiter anscheinend über eine so wichtige Änderung zufällig über die Presse denn direkt informiert. Ausgerechnet dort, wo man das Geld verdient, bindet man die Mitarbeiter nicht ein? Wenn das die Regel und keine zufällige Ausnahme ist, verstehe ich langsam, warum Schlecker gegenüber der Konkurrenz ins Hintertreffen geraten ist.

Zugleich konnte ich über Facebook nochmals erfahren, dass Schlecker offensichtlich ein ganz mieses Image beim Umgang mit Mitarbeitern hat. Wie heißt es bei Meedia „Schlecker will sich ein neues, positives Image verpassen… Bisher hatte Schlecker ein denkbar schlechtes Image, galt als eine Art böser Bube des Einzelhandels, der Mitarbeiter ausbeutet und dessen Filialen ein eher schmuddeliges Flair verströmten„.

Wenn Schlecker wirklich besser rüberkommen will, sollte es da nicht darüber nachdenken, wie man die Mitarbeiter in der Fläche mit ins Boot holt? Immerhin erfahre ich Schlecker nicht nur über die Verkaufsfläche und die Warenangebote, sondern auch und vor allen Dingen über die Mitarbeiterschaft.

So liest sich daher das Vorhaben von Schlecker zentralistisch wie aus dem Headquarter-Bunker heraus geplant, kundenfern und „wir wissen es besser als unsere Mitarbeiter da draußen“. Ich würde es mir wünschen, dass die Idee von Schlecker aufgeht, doch ohne die Mitarbeiter draußen?

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