Kommentartest

publiziert am 15.12.201163 Kommentare

bitte eintragen mit welchen Browser kommentiert wurde
- Chrome 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16,…
- FF 6, 7, 8,…
- IE 7, 8, 9
- Opera 9, 10, 11, …

und
OS Mac, Win oder Linux?

Danke

(Irgendwas stimmt nicht bei einigen, die kommentieren wollen, Kommentar erscheint einfach nicht. Bei mir geht es mit Chrome 16, FF8 und Opera 12 unter Windows Vista, sowohl als Admin eingeloggt als auch ausgeloggt als normaler Besucher)

Sollten Blogger nur auf G+ setzen? Klammerbeutelpuderei

publiziert am 14.12.20117 Kommentare

Anbei ein Screen aus meinem Blog und zwar die Auswertung des Plugins “Social Metrics”. Es zeichnet die Mentions in Twitter, die Facebook-Likes und G+’es auf, die für die Blogartikel zwischen Mitte Juni bis Mitte September aufgelaufen sind. In roter Schrift habe ich die Summe der Reaktionen pro Netzwerk eingetragen. Eindeutiges Ergebnis: Twitter und Facebook weit vorneweg, G+ hechelt hinterher. Das Blog hier sollte repräsentativ genug für viele Blogs sein, da es ein nettes Kuddelmuddel an Themen bietet, kein Uber-Wichtig-Blog ist und lediglich hin und wieder etwas drin steht. Kurz meine Netzwerkdaten: Twitter-Follower 12k, Facebook-Buddies 2k, G+Follower 12k.

Reaktionen

Heißt? Wer dem Rat von G+Begeisterten folgt und nur noch auf G+ setzt, um seinem Blog was Gutes zu tun, ist rein blogtechnisch gesehen mit dem Klammerbeutel gepudert. Emotional mag ein anderes Vorzeichen gelten, weil man G+ viel doller finden mag als Facebook und/oder Twitter. Wer aber darauf Wert legt, dass sein Blog gelesen wird, pflegt alle drei Netze wie selbstverständlich.

Blogger-Relations II.: Es braucht kein Blog, um Blogger zu sein

publiziert am 12.12.20117 Kommentare

Liebe PR-Agenturen, auch die es nach dem lünenbürgerschen Muster immer viel besser wissen, liebe Marketing-Agenturen, liebe PR-Verantwortliche und Unternehmenskommunikateure, werte Leser, werte Blogger.

Es waren viele Jahre, viele Jahre der Mühsal und der kleinen Fortschritte. Bis es gelungen ist, dass Blogger und Journalisten zugleich zu Presseveranstaltungen eingeladen werden. Noch sind wir nicht am Ziel angekommen. Noch wird es viele Mühlsteine und Mahlsteine kosten, bis auch der letzte Skeptiker ein Einsehen hat, dass die Zeit auch von grauen Herren weder gestohlen noch angehalten werden kann.

We Are 99%Muss es denn noch ebenso viele Jahre dauern, bis wir die neuen Blogger in unseren Reihen begrüßen dürfen? Die weder ein Blog kennen, geschweige denn eines haben noch eines betreiben? Sie schreiben dennoch fröhlich, manchmal auch traurig, hin und wieder bissig, dann wieder hilfreich ins Netz. Wir finden diese bestens vernetzten Kleinst-, Mittel- und Großpublizisten überall.

Wir müssen nur genau hinschauen. Wir finden sie in Facebook, in den Untiefen der Zeitlinien und Netze. Wir finden sie in Twitter, in den Niederungen der folgsamen Nachrichten und schnellen Ströme. Und wir finden sie, wo auch immer sich ihre Stimme erhebt. Es braucht keinen Blog, um ein Blogger zu sein.

Es braucht ebenso wenig eine Agentur, die nach einem Blog fragt. Fragt nicht, ob es einen Blogger im Osten gibt, der über Immobilien schreibt, ihr findet sie überall ganz ohne Bloggepäck. Fragt nicht, ob ich einen Blogger im Westen kenne, der sich für Euer Thema begeistern kann. Fragt nicht immer danach, wie man Blogs bewerten kann. Fragt nicht, wie man Blogger findet, indem man nach Blogs sucht. Und dennoch fragt Ihr partout. Es wird Zeit, das zu ändern. Halbe Fragen führen zu halben Antworten. Macht ganze Sachen, keine halben.

Wir machen es uns zum Abschluss leichter und kehren das Prinzip des Handelns um, nach alter, guter Sitte: Fragt nicht, was wir für Euch tun können, sondern fragt, was Ihr für uns tun könnt. Dient uns, wir bezahlen Eure Rechnungen, Eure Kantine, Eure Geschäftsautos und Gehaltschecks. Fragt Euch, wie unterschiedlich wir sein können und verdoppelt das Ergebnis und quadriert es. Fragt Euch, auf welche Arten man Blog schreiben und finde kann, verdoppelt und quadriert das Ergebnis.

Es ist nun Euer Ball, Blogger spielen schon lange, wird Zeit, dass Ihr dazu kommt.

*Bild von badlyricpolice / flickr.com

Blogparade: Bloggen – Rückblick 2011 und Ausblick 2012

publiziert am 10.12.201164 Kommentare

Wie war Dein Blogjahr 2011? Und wie wird Dein Blogjahr 2012 ausfallen? Blieb 2011 alles wie gehabt, hast Du aufgehört, wurdest Du lauter, wurde es mehr oder hat sich beim Bloggen irgendetwas anderes für Dich geändert? Nimmst Du etwas mit? War es Dein erstes Jahr? Und, wie wars? Was aber hast Du mit Deinem Blog für 2012 vor? Willst Du aufhören, bist Du blogmüde, möchtest Du über etwas anderes bloggen, bist Du gar richtig scharf aufs bloggen geworden? Bist Du Leser, kein Blogger? Gern, würde mich freuen, etwas über Deine Eindrücke zu lesen.

Also, lasst uns Eure Bloggereindrücke sammeln und welche Gedanken Ihr Euch um Eure Blogs fürs kommende Jahr macht. Schreibt = bloggt oder facebooked oder geplussed darüber. Hoffe, dass ein schönes Sammelsurium herumkommt. Informiert mich (auf Twitter an @robgreen, per Mail an robert.basic an googlemail.com oder auf G+ einfach nach meinem Namen suchen und anschreiben) und ich werde es bis Weihnachten einsammeln. Die Artikellinks werde ich hier platzieren.

Mein Beitrag kommt separat, damit das hier der Blogparade vorbehalten bleibt. Wenn Ihr nicht wisst, was eine Blogparade ist, schaut Euch das entweder auf der dazu eigens eingerichteten Seite Blog-Parade.de an oder googelt halt.

Schauen wir rein:
1. Bjoern Habegger / Autoblog: (K)Ein Rückblick

… 2011 war ein Knochenjob. Neben meiner Arbeit in der eigenen Online-Agentur habe ich die Idee der Auto-Bloggerei vorangetrieben und mich im Klinkenputzen betätigt. Während die einen per Business-Class durch die Weltgeschichte gondelten, habe ich mir die Finger Wund getippt um von den Big-Playern der Automobil-Industrie ernst genommen zu werden. Es ist echt eine undankbare Arbeit. Darum ist “Auto-Blogger” auch nicht mein Beruf…

2. Knut Ahlers / Knuts Blog: Blogparade: Bloggen – Rückblick 2011 und Ausblick 2012

… Aus dem Grund kann ich keinen wirklichen Ausblick auf 2012 liefern. Ich werde natürlich irgendwie versuchen weiter zu machen, allerdings wird das immer schwerer so lange ich mich im deutschen Rechtsraum bewege. Vielleicht findet sich ja noch ein Ausweg bevor aus dem Blog eine statische Seite ohne jegliche Interaktionsmöglichkeit wird, was seinen Tod bedeuten würde.

3. Gerhard Hallstein / Gerhards Gedankenbuch: Mein Blog und Google+

… Das Google+ Layout ist nicht nur als Blog-Ersatz kalt und unpersönlich. Meine Einträge gehen auch in der Menge der Einträge unter. Meine virtuelle Heimat ist nun mal mein Blog. Vor die Alternative gestellt, mein Blog oder Google+ zu verlassen, würde ich mich, ohne auch nur den Bruchteil einer Sekunde nachdenken zu müssen, für mein Blog entscheiden.

4. Marcus Schröder / Themenfreund: Ein Blogger-Rück- und Ausblick

… Wobei ich das in einer gewissen Hinsicht aber doch wieder korrigieren muss. Nämlich im Hinblick auf den Blognamen und somit auf die Domain. Denn der bzw. die ist etwas was mir an meinem Blog irgendwie so überhaupt nicht (mehr) passt. Aber leider bin ich auch nicht der kreative Kopf, den irgendwelche phantasievollen Namen einfallen wie das bei vielen von Euch der Fall ist. Andererseits schwirrt mir aber auch durch den Kopf, vielleicht einen Blog mit regionalem Bezug aufzubauen. Denn was Thomas für Hamburg schafft, das sollte ich doch für die Lüneburger Region auch hinbekommen, wie ich denke!…

5. Conny / Connys Weblog: Ein Blogger-Rückblick mit Zukunftsansichten

… Mein Blogjahr war sehr abwechslungsreich. Ich habe dies Jahr viel mit meinem Beautyblog gemacht und mich da in völlig neues Gewässer begeben. Ich experimentierte viel und kombinierte Blog und YouTube Kanal. Ich lernte die Seite des Topic-Bloggens intensiver kennen. Eine interessante Erfahrung für mich.
Kein Jahr vorher war jemals so geprägt von Themen, die ich nicht gebloggt habe. Dies Jahr empfand ich es als sehr häufig dass ich Dinge nicht im Blog thematisieren wollte/konnte. …

6. Jannis Kucharz / Netzfeuilleton.de: 3 Jahre netzfeuilleton.de

Ich habe gerade zu unserem Geburtstag auf das Jahr 2011 zurückgeblickt, welches für uns ziemlich groß war: Unser Interview zum Fall kino.to wurde von der dpa und folglich von zahlreichen Medien zitiert. Das zeigt für mich, dass der Kampf Blogger vs. Journalisten endgültig beendet ist. Wir sind alle Medien oder wie mich ein kleiner Junge auf der TEDx fragte: Du bist also von der Presse. Damit sind wir auch beim Ausblick für 2012: Ich habe Mitte des Jahres mit Bewegtbild, sprich Youtube, angefangen und unter anderem den oben zitierten Jungen auf der TEDxYouth@RheinMain interviewt. Diese neue Art von Inhalteaufbereitung macht mir gerade sehr viel Spaß und daran werden ich ach nächstes Jahr weiter arbeiten.

7. Tanja Preuße / Couchcat.miau: 2011 / 2012 – The Wind of Change – Rückblick & Ausblick

… Ein absolutes Highlight war für mich die Frauen Blog WM von Peer, bei der ich den zweiten Platz belegte. Einen solchen Erfolg hätte ich mir nie träumen lassen und es hat auch mir gezeigt, wie sehr meine Arbeit in der Vergangenheit geschätzt wurde. Abgesehen davon war es eine spannende und schöne Zeit, mit vielen persönlichen und neuen Kontakten….

8. Chris / Chriz’ Bloq: Der Blog-Rückblick: Warum es sich für mich gelohnt hat, Blogger zu werden!

… Doch viel wichtiger, als irgendwelche Zahlen, sind die Kontakte. Ich durfte viele Blogger kennen lernen, viele Geschäftskontakte von kleinen, aber auch riesigen Unternehmen. Über meinen Blog habe ich meine Ausbildung gefunden, die zu mir passt und mir einfach Spaß macht. Ich habe mit meinem Blog etwas aufgebaut, dass ich mir damals gar nicht hätte vorstellen können. Ich habe viele Fans, aber auch einige Hater durch mein Blog bekommen. Ich wurde oft einfach auf der Straße, in der Kneipe oder bei Veranstaltungen von fremden Personen angesprochen, die mein Blog lesen. Anfangs war diese Erfahrung etwas unheimlich, mittlerweile gehört es einfach dazu.

9. Dr. Kerstin Hoffmann / PR-Doktor: Der Blick in den Rückspiegel: Das war’s dann – mein Blogjahr 2011 (Teil 2: Vorschau 2012)

2011 war ein großartiges Geschäftsjahr. Es war für mich persönlich ein weiteres Glücksjahr in Folge. Es war ein Jahr, in dem ich vielen tollen neuen Menschen begegnet bin, Bekannte wiedergetroffen habe – und in dem ich so viel Zuspruch und Unterstützung erfuhr, dass ich mich immer noch frage, womit ich das eigentlich verdient habe…

10. Daniel Friesenecker / TheAngryTeddy.baer: Blogparade Rückblick 2011 – Ausblick 2012

… Was mir schon länger vorschwebt wäre ein täglicher 2-Minuten Podcast mit dem RSS-Artikel des Tages, allerdings finde ich noch kein iOS-Tool, dass meine Anforderung (mögliches einfügen von Jingles, Upload via FTP aus dem Handy heraus, Generierung und parsen eines eigenen RSS-Feeds, einlesen dieses RSS-Feeds in WordPress und Veröffentlichung des Artikels – kurz komplette Erstellung des Podcasts in einem Schritt am Smartphone) erfüllt. Außerdem möchte ich einen wöchtentlichen Newsletter mit den Beiträgen der Woche anbieten, allerdings fehlt mir noch die zündende Idee wie ich einen Mehrwert für die Newsletter-Abonnenten bieten kann (zB exklusive Inhalte) ohne, dass der Aufwand dafür zu groß wird. Denn eines ist jetzt schon klar 2012 wird, aufgrund einer Ausbildung und zweier riesiger beruflicher Projekte, weniger Zeit bleiben als 2011.

11. Nina Yildiz / Sternchenwelt.Hamster: Blogparade Rückblick 2011 und Ausblick 2012

… Ich liebe das Bloggen und muss immer aufpassen, dass ich nicht “alles” erzähle. Denn auch wenn es vielleicht so wirkt gibt es Dinge über die ich nicht blogge weil sie zu privat sind. Wenn alles so bleibt wie es momentan ist, bin ich ein glückliches Bloggerlein ^^ Ich bin aber auch schon froh, dass überhaupt irgend jemand das komische Zeug liest was ich hier verzapfe! ^^ Was cool wäre, wäre wenn ich die 100 Likes auf meiner Facebook Fanpage schaffe.

12. Uwe Hauck / Living the Future: Blogparade: Bloggen – Rückblick 2011 und Ausblick 2012

… In 2012 werde ich den Fokus noch verstärkt auf Trendforschung und Zukunftstechnologien legen, wobei sich eventuell aus meiner beratenden Tätigkeit als Blogger im neuen Jahr auch bei meinem Arbeitgeber neue Perspektiven ergeben. Man wird sehen, die Zukunft ist weit offen und da mein Motto lautet: “Mehr als die Vergangenheit, interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.”, bin ich sehr gespannt, was das Jahr 2012 bringen wird. Als Autor will ich auf jeden Fall noch aktiver werden und hoffe auch auf die eine oder andere Gelegenheit, in meiner Rolle als Trendforscher noch den einen oder anderen Vortrag an Land zu ziehen …

13. Marc Höttemann / Ein Ostfale im Rheinland: Blog Rückblick 2011 und Ausblick 2012

… Apropos Optimierungen: Zwischenzeitlich wollte ich “Ein Ostwestfale im Rheinland” ja in drei oder vier Blogs aufsplitten, habe aber inzwischen Abstand davon genommen. Einen großen Anteil an dieser Meinungsänderung habt Ihr, meine Leser! Denn in den Kommentaren zu dem Posting habt Ihr mir sehr wertvolle Denkanstöße geliefert, die mich zum Umdenken gebracht habe. Somit bleibt diesbezüglich alles beim Alten – das Blog bleibt ein Gemischtwarenhandel.

14. Robert Lender / Nur ein Blog: Mein Blog-Jahresrückblick 2011 und Vorsätze für 2012

… Wie das Jahr begonnen hat, so endet es auch. Mit S9y als Posterous Alternative erwähne ich wieder Serendipity – die beste Blogengine aller Zeiten :) Der Artikel läutete für mich einige neue Aktivitäten rund um S9y ein, die schon vorher mit der neuen Version 1.6. begannen. Aber die konnte ich nicht erwähnen, da ich sonst meine Regel gebrochen hätte. …

15. Christian Leu / Der Leumund.ch: Mit Spass ins zehnte Blogjahr!

… Diese werden teilweise nur kurz beachtet und, was in 2011 auch neu ist, kaum mehr kommentiert. Würde es ein Jahr des Blogkommentars geben, es wäre 2010 gewesen. 2011 ist die Diskussion fast ausgeblieben oder hat manchmal am falschen Ort stattgefunden. Ein Phänomen, das ich immer noch nicht so richtig begreifen kann, Leute haben gute Inputs, Anregungen, Ergänzungen oder weitergehende Ideen zu einem Blogbeitrag, posten diese aber aus dem Kontext herausgerissen auf Twitter oder sonstwo. Schade, denn diese Ergänzungen am richtigen Ort würden einen Blogpost komplettieren. …

16. Christian Buggisch / Blog: 5 Dinge, die ich beim Bloggen gelernt habe

… Für einen Tweet brauche ich so gefühlte 15 Sekunden, ein neues Bild auf Facebook hochzuladen kostet vielleicht eine halbe Minute. Bis ein Blogbeitrag fertig und online ist, vergehen mindestens eine, in der Regel aber mehrere Stunden. Man findet ein Thema, das einen beschäftigt, denkt darüber nach, fängt an zu schreiben, recherchiert ein bisschen, schreibt weiter, ist irgendwann fertig, liest und korrigiert das Ganze nochmal, sucht passende Bilder, publiziert. Das passiert am Abend, am Wochenende oder im Urlaub. Und wenn’s zur Belohnung viele Kommentare gibt, kommen locker nochmal ein paar Stunden Moderieren und Diskutieren dazu. Und warum mache ich das? Genau, weil’s mir Spaß macht.

17. Vera Bunse / Opalkatze: Etwas derangiert

… Viele ‘meiner’ Twitterati sind mittlerweile bei Google+. Nur mit mehr als 140 Zeichen. Die Nachrichten kommen mit hoher Schlagzahl – man braucht viel Zeit zum Lesen. Als Debattierplattform ist G+ wunderbar, als Informationsmittel mühsam. Die Diskussionen haben eine hohe Qualität, aber sie zerfasern: Jedes Teilen des Ursprungsbeitrags bedeutet die Zersplitterung der Kommentare in viele verschiedene threads. Das Gefühl, sich zu verzetteln, so viele unterschiedliche Linien nicht mehr verfolgen zu können, erscheint sehr zeitgemäß. …

18. Ulrike Schwarz / Uli’s Welt: Blog Rückblick 2011 und Ausblick 2012

… Es ist toll, zu so einer großartigen Community dazugehören, auch wenn trotzdem jeder sein Ding macht, weil er eben eigene Interessen und Themengebiete verfolgt. Ich bin auch der Meinung, dass meine Artikel besser geworden sind, da kann ich mir zwar auch was einreden, aber das war jetzt auch nur ganz subjektiv. ;p

19. Pascal / Monsieur Croche: Jahresrückblick 2011: Auf der Suche nach der richtigen Balance

… Dass das Bloggen süchtig machen kann, ist nicht wirklich neu. Wenn man es sich jedoch nicht hin und wieder vergegenwärtigt, vergisst man es und man findet sich plötzlich gestresst und nervös wieder, weil man doch noch einen Blogartikel verfassen wollte. Ich möchte zwar nicht sagen, dass nur dieser Blog Schuld daran war, dass meine Beziehung letzten Sommer in die Brüche ging; gleichsam trug er dazu bei. …

20. Falk Hedemann / Wissenssucher: Mein Plan für 2012: Altes bleibt, Neues kommt

… Und natürlich bin ich auch sehr froh, dass ich eines meiner Jahresziele erreicht habe, indem ich dieses Blog gestartet habe. Der eine oder andere von euch begleitet mich hier ja jetzt schon eine Weile und ich musste in den letzten Wochen vermehrt die Frage beantworten, warum die Schlagzahl doch stark zurückgegangen ist. Nun, ehrlich gesagt war es nie mein Ziel, mich auf eine bestimmte Frequenz festzulegen. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch über ein bestimmtes kreatives Potenzial verfügt, das er jeden Tag abrufen kann. Das war für mich in der letzten Zeit einfach zu oft schon vor dem Bloggen verbraucht, weil ich mich nach der t3n-Schreibe noch mit meinen Plänen für die Zukunft beschäftigt habe. …

21. Mein 2011er Jahr

22. Charles Engelken / Cocas Blog: Mein Jahresrückblick 2011 – Höhen, Tiefen, Neuanfänge

… Seit­dem ich nun also arbeite und blogge, wächst meine ToDo-Liste prak­tisch täg­lich expo­nen­ti­ell an. Durch die wenige Frei­zeit nach Fei­er­abend kann ich schlicht­weg nicht alles abar­bei­ten, was anfällt und das, obwohl ich – zusam­men mit mei­ner Arbeits­zeit in der Firma – min­des­tens 18, 19 Stun­den arbeite. Ich stehe immer unter Strom, komme nie zur Ruhe, auch nicht an den Wochen­en­den. Und soll ich euch was sagen? Ich finde es ein­fach nur geil! Ent­schul­digt meine Wort­wahl, aber diese Art von Stress ist für mich groß­ar­tig, es ist für mich eine Her­aus­for­de­rung an meine Pro­duk­ti­vi­tät. Dadurch her­aus­ge­for­dert über­denke ich auch immer wie­der, wie ich am bes­ten arbei­ten und mich best­mög­lich orga­ni­sie­ren kann…

23. J. S. Piveckova / Gleisbauarbeiten: BLOG-BLUES (Ach was! Weiter geht’s!)

… Ich will schreiben. Oft ist es fast so, als ob es mich schreibt. Ich habe kein Konzept. Das stimmt natürlich nicht. Das Blog und seine Struktur, das Serielle, Vernetzte, Fragmentarische, die Umkehrung der Chronologie (und ihr Bruch) kommt jener Schreibmanie, die ich immer schon hatte, entgegen. Es bilden sich da Formen (oder die Idee von Formen, noch unrealisiert), die mich als Schreibende momentan mehr interessieren als das gedruckte Buch. Die Wandlung der Autorschaft zur Herausgeberin (ihrer selbst), die Transformation des ICH ins ich, das viele sein kann, die durchlässige Membran zwischen Person und Avatar (Logik, Lüge, Libido), der krypto-phantastische Realismus, der die Durchsichtigkeit der Welt als Rätsel sehen will, das “Leben als Roman” schreiben …

24. Anne Both / Alien in Europe: Drei Jahre bloggen – und nun?

… Durch den „Freitag“ kam ich auch zu Twitter, was mir schon 2010 oft Ideen für neue Beiträge brachte. 2011 wurde jedoch durch den „arabischen Frühling“ ein Ausnahmejahr – ich denke, jeder, der damit zu tun hatte, weiß, was ich meine: Stundenlang an der Timeline kleben und live die Ereignisse verfolgen, die im TV allenfalls bei Al-Jazeerah zu sehen sind – und auch da nicht immer. Das hat meiner Produktivität oft auch nicht wirklich gut getan, aber mir, gerade über Twitter, Bekanntschaften eingebracht, die ich nicht mehr missen möchte. Vielleicht ergibt sich in der Zukunft mehr daraus. …

25. Andreas Hobi / Schweizweit.net: Ein Blick zurück und Ausblick aufs 2012

… Das hört sich alles super an, doch Fakt ist: Die Besucherzahlen sinken. Verglichen mit 2010 gingen die Besuche um über 7 Prozent zurück. Dieses Phänomen zeigt sich nicht nur auf schweizweit.net, sondern auch drüben bei Christian Leu und auf anderen Blogs. Es ist einfach so, dass die grosse Zahl an sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Google Plus) eine grosse Konkurrenz darstellen. Die Internetnutzer haben ein begrenztes Online-Zeitbudget zur Verfügung, und je länger sie sich auf den Netzwerken aufhalten, desto weniger Zeit bleibt für die Blogs übrig. …

26. Thomas Liedl / Nicht Spurlos: Blogparade: Bloggen – Rückblick 2011 und Ausblick 2012

… Es sind schon einige Erkenntnisse die ich aus dem alten Jahr mitnehme, mit der Bloggerei haben natürlich nicht alle zu tun und in politische Tiefen will ich hier nicht abtauchen. Besonders für Blogger bzw. Webmaster werden die zu beachtenden Vorschriften immer umfangreicher. Fallstricke mit Abmahngefahr schießen wie Pilze aus dem Boden. Jetzt ist sogar schon der Meta-Tag alt bei Bildern betroffen. Für mich riecht das mehr nach immer neuen Geschäftsideen um an Geld zu gelangen – sorry. …

27. Nico Kirch / Nicos Blog: Mein Jahresrückblick 2011

… Ich kann nicht hellsehen, daher schenke ich mir diesen Teil. Ich werde auf jeden Fall hier weiter bloggen und werde den Twittwoch Rhein-Main weiter verfolgen und versuchen voran zu treiben. Außerdem nehme ich mir fest vor, weiterhin offen zu sein. Offen für neue Menschen und neue Themen. Ach ja… Und Anfang 2012 gibt es noch eine kleine Überraschung zum Thema Blog. …

28. Kirsten Schelper / Die Netzialisten: Mein Blogjahr 2011 – Rückblick und Ausblick

… Responsive Webdesign wird mich weiter beschäf­tigen, hier gibt es noch viel zu entdecken. Auch HTML5 und CSS3 werde ich auf der Spur bleiben. Ein neues Thema für 2012 wird das SVG-Format werden, mit dem endlich Vektor­gra­fiken den Weg ins Webdesign finden. Gerade im Zusam­men­spiel mit Responsive Webdesign sind das span­nende Aussichten. …

29. Christa Schwemlein / ver-rueckt.net: Rückblick und Ausblick – Blogparade

… Diese Zeilen schreibe ich im Schwarzwald, im schönen Mitteltal. „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen, wie glänzt er festlich, lieb und mild. Als spräch er ….. „ klingt es aus dem Radio. Inzwischen ist es dunkel und es hat zu schneien begonnen. Dicke Schneeflocken tanzen seit Stunden vor meinem Fenster. Ein weißer Schleier bedeckt die Erde und vielleicht auch abschließend das Jahr 2011. Der feine Schnee deckt zu und lässt zur Ruhe kommen, damit in 2012 Neues wachsen kann. Die Natur ist eigentlich ein guter Lehrmeister. …

30. Meike Leopold / Cirquent Blog: 2012 kommt NTT Data

… 2011 hat Cirquent seinen 40. und das Cirquent Blog immerhin seinen dreijährigen Geburtstag gefeiert. Mit so einem Blog ist es wie mit einem Kind, da hat Thomas Siegner ganz recht gehabt im vergangenen März: Mit der Zeit ist es “aus dem Gröbsten raus”, wie es so schön heißt. Irgendwann kann es sich die Schuhe selbst zumachen und auch beim Zähneputzen müssen die Eltern nicht mehr dauernd hinten dran sein. …

31. Renato / Apfelblog.ch: Merry Aple-Mas

2012 geht das ApfelBlog.ch ins fünfte Blogger-Jahr. Ich freue mich auf das Jubiläumsjahr und werde mit noch mehr Power hinter dem ApfelBlog.ch stehen und euch mit interessanten und abwechslungsreichen Inhalten versorgen. Bleibt mir zum Schluss nur noch euch allen wunderschöne Festtage und ein besinnliches Fest im Kreise euren Liebsten zu Wünschen. Ich hoffe für euch, dass überall dort ein Apfel unter dem Baum liegt, wo dieser auch gewünscht wurde. =)

32. Andreas Bernhard / Andis Energiesparblog: Blogparade: Rückblick 2011 und Ziele 2012

… Für 2012 habe ich das Ziel, meine monatliche Berichterstattung zu den Photovoltaik-Ertragsdaten fortzusetzen und noch weitere, praxistaugliche Tipps zum sparsamen Umgang mit Energie und neuen Entwicklungen in diesen Bereich zu geben. Ein meiner Meinung nach ganz heißes Thema sind hierzu die LED Leuchtmittel bzw. Lampen, da sich diese in den letzten Monaten technisch sehr weiterentwickelt haben und preislich in eine Dimension gekommen sind, was sie für uns “Otto-Normalverbraucher” erschwinglich macht….

33. Dani / Bloghimmel.de: [Blockparade] Rückblick 2011 – Ausblick 2012

… Ich werde weiterhin über mich und alles mögliche um mich gerum bloggen. Alles, was mir über den Weg läuft, dass mich fasziniert, interessant oder schön ist oder mich in irgendeiner anderen Art und Weise beeindruckt, beschäftigt, bewegt oder berührt kommt hier herein. Scharf aufs bloggen? In gewisser weise schon. Ich wurde erneut von der Bloggeritis befallen und denke ständig darüber nach, was ich als nächstes bloggen könnte. …

Solltet Ihr an weiteren Blogparaden im Jahresrückblick- und Vorschau-Style Interesse haben, schaut auch dort vorbei:
- Tagestexte.de: Blogparade Blog-Rückblick 2011
- Selbstständig im Netz: Ziele, Pläne, Erwartungen 2012 – Blogparade

Wir finden schon was Passenden zum Andocken ;)

Entwickelt sich das Barcamp-Format weiter ?

publiziert am 24.11.201130 Kommentare

“Das Barcamp”, hingehen, Sessions vorschlagen, Sessions halten, thematischen Überblick verschaffen, zwischendurch quatschen, kostenlos essen und trinken, Spaß haben, gehen. Das ist mehr oder minder in Kurzform ein Barcamp. Was ist es nicht? Niemand geht ohne Doktortitel in ein Barcamp rein und kommt mit einem Titel wieder heraus. Wer denkt, dass ein Barcamp Tiefenbohrungen ermöglicht, um an Wissensschätze heranzukommen, vertauscht Zeit mit Ort. Im Vordergrund steht die Vermittlung einer durchaus ansehnlichen Themenbreite in einer kurzen Zeitspanne und die Kontaktaufnahme mit Personen unterschiedlichster Disziplinen.

Seitdem das erste Barcamp in Deutschland erstmalig anno 2006 stieg (Berlin), hat sich am Grund- und Feinkonzept nichts mehr getan. Ob es nun “Themencamps” gab oder ob Eintritt für Barcamps verlangt wurde. Alle Stärken und Schwachpunkte werden seit 2006 mitgeschleppt.

Was sind die Schwachpunkte, an denen es sich lohnen würde darüber nachzudenken? Jetzt kommt der argumentative Kompetenznachweis, der mich zu dieser generellen Fragestellung der Weiterentwicklung berechtigt: Ich habe ein Barcamp organisiert und dutzende Barcamps besucht. Das hat dazu geführt, den Berechtigungsschein “Barcamp-Hinterfragung” zu erhalten.

1. Die breite Themenvermittlung erzeugt sehr schwache Wissensimpulse
BC FFM 200730 oder 45 Minuten reichen natürlich niemals aus, um in einer Session Grundlegendes zu vermitteln. Das macht zunächst nichts, denn man soll sich bittschön selbst damit befassen und austauschen. Doch mit wem, wo und wann? An dieser Stelle ist Nachhaltigkeit gefragt, abseits vom vollgepackten Session- und Unterhaltungsplan eines Barcamps.

Das bedingt zum einen klar kommunizierte Andockmöglichkeiten für Interessenten, Wissensträger nach dem Barcamp ansprechen zu können. Natürlich sprechen wir von digitalen Andockmöglichkeiten. Zum anderen bedingt das klar kommunizierte Regeln, Ansprechpartner digital ansprechen zu dürfen. Was Teilnehmer nicht so klar zu sein scheint, denn sowohl während als auch nach einem Barcamp laufen wir selbstverständlich mit den uns anerzogenen Kontaktscheuklappen herum.

Its a drama, baby
Wisst Ihr, wer die Session zu [Social Media Monitoring / Dein Suchbegriff] auf den letzten 50 Barcamps gehalten hat? Es waren womöglich 10, 20 oder 50 Wissensträger? Wie lauten ihre Namen? Warum könnt ihr sie nicht fragen? Antwort: Es gibt diesen digitalen Platz nicht. Ihr wisst es nicht, obwohl es da war. War. Nachhaltigkeit? Null,NachDemKommaEtwas! Es ist eine Schande, welche Wissenspotentiale verschwendet werden!!! 100 Barcamps multipliziert mit 100 Teilnehmern, ergibt alleine rund 10.000 personelle Wissensandockpunkte, kombinatorisch ungleich mehr, exponentiell mit Nicht-Teilnehmern gepaart nochmals ein Universum voller Möglichkeiten. Das dunkel bleibt, nur an wenigen Eckchen aufleuchtet. Wissen muss fließen können, Barrieren kann man abreißen.

2. Sponsoren werden als notwendiges Übel behandelt
Essensausgabe bei Cisco zum BC FFM 2007 für rund 150 TeilnehmerWir danken den Sponsoren, die uns das Barcamp überhaupt erst möglich gemacht haben. Klatschen sie bitte jetzt. Ok, müdes Klatschen erledigt, Mund abwischen, Anstand gewahrt, los gehts mit dem Barcamp. Mehr oder minder ist das die Einstellung der Teilnehmer, die wir auf 100% aller Barcamps beobachten können, wenn es morgens bei der Eröffnung um diesen Randordnungspunkt geht.

Nix kosten tut es, die Teilnahme, das Essen und Trinken, die teils goldverdächtigen Kontakte. Diese Einstellung wirkt sich in doppelter Hinsicht fatal aus: Viele Sponsoren belassen es beim einmaligen Unterstützen. Jede Barcamp-Orga beklagt fast ausnahmslos, dass sie Probleme beim Finanzieren haben (und damit ist auch das Raumproblem gemeint!!!). Kein Wunder, so beackert jedes Barcamp-Team aufs Neue irgendwelche Sponsoren, statt auf einen Sponsorenpool zurückzugreifen, den alle Barcamp-Orgas gemeinsam in weiser Voraussicht geschaffen haben. Haben wir aber nicht. Mit Ansprechpartnern auf beiden Seiten, Jahr des Engagements, Höhe und Art des Sponsorings, und so weiter. Haben wir nicht.

Nun kann man sich die Frage stellen, wie es sein kann, dass ausgerechnet das wohl bekannteste und langjährigste Eventformat in deutschen Weblanden nicht die Imageposition erlangt hat, um von Sponsoren die Bude eingerannt zu bekommen? Die Gründe dafür liegen oben “verborgen” (inklusive dessen, dass die Möglichkeiten der Wissensvermittlung seit Jahren eine große Lücke aufweisen, siehe Punkt 1.) und ein wesentlicher Grund folgt sofort.

Antwort: Das Barcamp übergreifende Sponsoring Management = Null. Idealzustand wäre = [Nachhaltige Sponsorenbetreuung aka "Nach dem Barcamp ist vor dem Barcamp"]. Niemand fühlt sich für eine Professionalisierung berufen. Die Orga ist heilfroh, wenn ihr Camp vorbei ist und sie natürlich ihren wohlverdienten Applaus geerntet haben (nicht ironisch gemeint). Oder anstelle der Berufung könnten wir auch von einem “Verhinderungs-Wollen” sprechen? Manch eine Orga mag und wird nichts “teilen”, da sie sich selbst Vorteile vom Barcamp und dem Sponsoren-Beziehungsaufbau versprechen. Ein übegreifendes Sponsorenmanagement würde ihre Stellung womöglich bedrohen? Menschen handeln irrational und lehnen bereits im Vorfeld durchaus fruchtbare Gedankengänge ab.

An dieser Stelle ergibt sich die Überbau-Frage, ob man Barcamps für lokal begrenzte Eventwunder betrachtet oder ob man Barcamps als eine überregionale Einheit begreift, hinter der eine Idee steckt? Wozu existieren Barcamps? Warum? Ist die Idee größer als die Veranstalter oder umgekehrt? Wenn es umgekehrt ist, wird beim Sponsoring alles so bleiben wie bisher.

Resümee
Ich belasse es bewusst bei den zwei o.g. Punkten, um meine Argumentation nicht mit zusätzlichen Aspekten unnötig zu verwässern, von denen es noch genügend gibt. Ich stelle für mich fest, dass sich Barcamps seit 2006 konzeptionell nicht verändert haben, negativ gesagt “stehen geblieben” sind.

Einfachste Maßnahme: Wir reden nicht genug über Verbesserungsmöglichkeiten auf Barcamps, während dem Barcamp. Die Session “Barcamps” sollte eine Standardpflichtsession für die Orga und Ex-Orgas werden. Simples Quality Management, ohne großen Aufwand, ohne großen Mühen, Ergebnisse, Schwachpunkte, Best Practices festzuhalten. Wo ist unser Platz, wo wir Orgas all das akumulierte Wissen von weit über 100 Barcamps aus den letzten 5 Jahren nachschauen können, stetig verbessern und anpassen können?

Ziel 1: Qualitätsverbesserung im Wissenstransfer
Ziel 2: Imageerhaltung und -verbesserung
Ziel 3: Sicherstellung und Ausweitung der Finanzierungsbasis

Bild 1: von Frank Hamm
Bild 2: von re-ality
Beide auf dem BC FFM 2007 geschossen. Rund 200 Teilnehmer insg., max. 150er Essensausgabe in der Cisco-Kantine am Samstag inkl. tätiges Küchenpersonal SA/SO ganztags

Bloggen: Die Anlaufstellen zwecks Infos, Austausch, Hilfe und Rat ?

publiziert am 23.11.201112 Kommentare

Blogs existieren seit über einem Jahrzehnt im deutschsprachigen Internetraum und sind mittlerweile kein begafftes Randphänomen mehr, sondern ein fester Bestandteil des publizierenden Teils der Nutzerschaft. Wo geht der Blogger hin, wenn er Hilfe benötigt, Rat sucht, auch Tipps und Tricks, die ihm auf die Sprünge helfen? Das eine Jahrzehnt hat in Teilen dazu ausgereicht, dass feste Strukturen und Anlaufstellen entstanden sind. Es ist allerdings nicht gerade so, dass die Anlaufstellen unzählbar und überlaufen wären. Erwartet also keine Wunder. Zu welchen grundsätzlichen Bereichen können Fragen aufkommen? Unterscheiden wir das grob in folgende Bereiche: Inhalt, Technik, Design, Recht, Werbung.

Anbei die mit Sicherheit unvollständige Liste, nicht ganz zufällig etwas WordPress lastiger, da WP nun einmal die populärste Blog-Software ist. Es ist auch keine ellenlange Liste, sondern kurz und knackig. Sollte Euch eine wichtige Seite fehlen, melden.

wordpress forumForum WordPress Deutschland = Technik, Design
Wordpress-Blogger werden in dieser Community rund um technische Fragen bestens bedient. Der große Bruder ist natürlich auf WordPress.org zu finden.

blogger united fb pageAuf Facebook findet Ihr eine Page namens “Blogger United“, die sich dem allgemeinen Austausch verschrieben hat: Stellt Euer Blog dort vor und vernetzt Euch. Eine populärere Facebook-Page habe ich bis dato nicht finden können.

wikio blogsInhaltlich kann man sich natürlich von anderen Blogs inspirieren lassen. Hierzu kann man folgende Verzeichnisse besuchen, die mal mehr mal weniger gut gepflegt sind: Wikio (am aktuellsten von allen), Blogoscoop, Bloggerei, BlogAlm, TopBlogs. Ob Ihr unter Umständen mit den Bloggern Kontakt aufnehmen wollt, bleibt Euch überlassen.
blogoscoopUnmöglich zu sagen, welcher Blogger auf dem Egotrip ist und keinen Kontakt will und welcher Blogger Fragen gerne beantwortet, solange sie hinreichend präzise und nicht ausschweifend formuliert sind (“was muss ich tun, um mein Blog zu starten, bekannt zu machen und reich zu werden” = gibts tatsächlich; manche Newbie-Blogger stellen sich beim schonenden Strapazieren der Nerven ihrer Blogger-Kollegen manchmal dämlich oder dumm an, schwer zu unterscheiden). Aber man muss nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Ein digitaler Kontaktaufbau in Schritten schadet nicht, um den Nasenfaktor einzuschätzen. Hier ein Follow, da ein Subscribe, drüben ein Comment, ein Like, ein Plus, ein Backlink, Abtasten und Austauschen nach Belieben ist sogar ganz außerhalb schnöder Mailwege möglich und machbar. Statt “ey, ich bin neu, was muss ich tun, um Dich zu nerven, Blogger”.

blogkolossBlogkoloss: Inhalt, Werbung
Daniel Koch bietet Euch auf seinem Blog zahlreiche, gut aufbereitete Artikel zum inhaltlichen Aufbau von Blogs. Kein Tschacka-Scheiß, sondern knackig, down to earth.

selbständig im netz blogSelbständig im Netz = Werbung, Inhalt
Peer Wandiger liefert Euch mit seinem Blog seit Jahren frei Haus Tipps rund um die Monetarisierungsmöglichkeiten von Blogs, gibt Euch zusätzlich sehr hilfreiche Hinweise, was die Inhaltegestaltung angeht. Peer hat mit “BlogProjekt” eine zusätzliche Seite aufgesetzt, die das wichtigste Blog-KnowHow zusammenfasst. Sein englischsprachiger Bruder ist das weltweit bekannte Blog “Problogger” von Darren Rowse.

perunPerun = Technik, Layout
Beim Vladi findet Ihr seit zig Jahren regelmäßig Tipps über all das, was man mit WordPress technisch anstellen kann. Eine etablierte Stelle im Netz, die ihresgleichen sucht. Übrigens, ein Blick auf sein Ableger-Blog “WordPress-Buch” ist ebenso ratsam.

bueltgeFrank Bültge = Technik
Franks Blog ist die Anlaufstelle schlechthin, wenn man das Anpassen von WordPress über den Einsatz von Plugins erlernen will. Mehr was für Entwickler und Frickler.

Internetrecht (.pdf) von Prof. Dr. Thomas Hoeren = Rechtliches
Es handelt sich hierbei um eines der bekanntesten Standardwerke im deutschsprachigen Raum, um das man nicht umhin kommt, gerade als Blogger

kriegs-rechtKriegs-Recht: Rechtliches
Ein unschätzbarer Fundus an dedizierten Blog-Rechts-Fragen findet sich beim RA Henning Krieg, der der Szene schon seit Jahren treu ist und diese mit exzellent aufbereiteten Infos beliefert

Wie ich schon sagte, es sind nicht allzu viele Stellen, die bei Weitem nicht alles abdecken können noch wollen. Im Großen und Ganzen bleibt festzustellen, dass wir Blogger über all die Jahre nicht in der Lage waren, uns über Technisches, Rechtliches, Inhaltliches und Vermarktungstechnisches einen allgemein gültigen und anerkannten Platz im Netz zu schaffen, den wir kennen, schätzen und wo wir zuerst hinschauen. So muss bis heute jeder Blogger allein und deppert durch die Gegend rennen, um sich über Abmahnungen oder Vermarktungschancen kundig zu machen, oder um sich schlau zu machen, wie man an Pressekontakte herankommt, wo man virenfreie Layouts bekommt, wie und wo man Mitmacher fürs Blog sucht oder wie man überhaupt ein Blog startet, nebst 100.000 anderen Detailfragen. Für die Publizisten des Netzes ist der Mangel an Gemeinsinn und Bewusstsein für die Vorteile eigentlich peinlich, aber so isses halt. Wer sich nicht organisiert, bleibt für sich und klein, Punkt.

Das Facebook im Auto

publiziert am 06.11.201114 Kommentare

Mercedes hat uns Bloggern und Presse auf dem hauseigenen “Telematik-Day” seine Online-Lösungen präsentiert. Wie stellt es sich Facebook im PKW vor, wie Google, wie Twitter? Für mich war es besonderer Tag, denn nach wie vor steckt das Internet im PKW in den Kinderschuhen. Und erst seit diesem Jahr können wir vermehrt auf Lösungen blicken, die in PKWs langsam aber sicher Einzug halten.

Warum das “Internet” überhaupt im PKW implementiert wird? Das erklärende Stichwort 1 ist “Kunde”, Stichwort 2 “Zeitgeist”, Stichwort 3 “Always On”. Mehr und mehr Kunden erwarten, dass sie auch im PKW online sein können und nicht wie vor 20 Jahren offline durch die Gegend fahren. Sie erwarten, dass die Anbieter mit eigenen Lösungen aufwarten. Das betrifft natürlich nicht “den” Kunden, sondern manche Kunden. Was hierbei alles vorstellbar ist, welche Dienste und Daten im PKW abrufbar sein könnten, zeigt diese Chart von Mercedes:
Always on im PKW

Es geht jedoch nicht nur darum, einen ollen Screen ins Auto zu klatschen und mittels Browser ins Netz zu gehen. Halten wir uns das vor Augen, auch nachfolgend, wenn wir vom Heute und Morgen sprechen. Wie man sich vorstellen kann, werden passende Daten, Dienste und Anwendungsmöglichkeiten eine eigene Einheit im Straßenverkehr bilden müssen, die nicht unbedingt mit dem spiegelgenau übereinstimmen muss, was wir bereits von zu Hause über unseren Wohnzimmer-PC gewohnt sind.

Der Wagen der Zukunft wird mehr und mehr mit dem Fahrer interagieren, mit anderen PKWs und mit Straßenverkehrsteilnehmern allgemein. Selbstverständlich sprechen wir hierbei auch von mehr Sicherheit im Straßenverkehr (siehe bspw. “Car-to-X“-Projekt). Warum sollte ein Kind nicht davor gewarnt werden, jetzt über die Straße zu rennen? Damit das passiert, werden wir noch zahlreiche, technologische Weiterentwicklungen im PKW beobachten. Im Bereich Hardware und Software.

e-Smart AppDer Wagen will mit Sensoren und Schnittstellen ausgestattet werden, die immer ausgefeilter interagieren. Wie weit sich das auf die Spitze treiben lässt, zeigt die Studie F125 (siehe auch FTD-Report). Ein mit Sensoren und HightTech vollgestopfte Maschine, die möglicherweise in dem Technikpaket in nicht einmal 5-10 Jahren auf der Straße nix mehr Neues sein wird. Was Sensoren im PKW ermöglichen? Apps natürlich! Links seht Ihr eine Smart-App (vom eSmart).

So hatte mich persönlich eine weitere App begeistert, die F125!Drive-App. Eine App, begeistert? Es war doch klar, dass Technik in Kombination mit den Ideen des Internets auch im PKW-Bereich zu neuartigen Lösungen führt, wie ich es oben bereits aufzuzeigen versucht hatte: Die Fernbedienung eines PKWs. Sozusagen auch die Tamagotchisierung der eigenen Kiste.

Wie ich es auf G+ bereits erklärt habe, es – die Vernetzung mit unserem Auto – wird unser Bild vom PKW verändern. Und es wird zu einem erweiterten Kaufargumentationsszenario. Welcher Hersteller wird es verstehen, ein Gesamtpaket zu bauen, dass auch den Geek und Nerd anspricht? Werden es bestimmte, geniale, spaßige, extrem nützliche Services sein, die nur der Hersteller exklusiv anbietet? Werden wir ein “iPad X” ins Auto beigelegt bekommen? Die Möglichkeiten und Ideen sind mit der Vernetzungs-Eroberung des PKWs unbegrenzt. Für Hersteller und Käufer.

Kommen wir aber zurück zum Heute. Wie sieht Facebook im Mercedes-PKW aus? Visuell sehr unspektakulär. Welche Funktionen werden angeboten? Nochmals, denkt dran, dass es um eine fahrbezogene Situation geht. Im Vordergrund steht das zügige Informieren und Sharen, nicht das stundenlange Herumspielen:

FB App in Comand Online“Places” = Welche Facebook Places umgeben mich, sind meine Buddies in der Nähe
“Friends & Request” = Meine Buddies
“Events & Invites” = Was bietet sich an, wen ich was unternehmen möchte
“Wall” = Was machen meine Buddies, in der Nähe
“Change my Status” = Bin noch [30 Minuten] unterwegs, bin bei [Ort] und stecke aktuell im [Stau]
=> von den vorgefertigten (!!!) Statimeldungen mit dynamischen Angaben gibt es rund ein halbes Dutzend, und das ist eine ideale Umsetzung bzw. Anpassung der FB App, denn wer schon mal selbst mühsam was Verkehrsbezogenes in FB/Twitter reingehauen hat, hat sich sicher fertige Statuspakete gewünscht
“News Feed” = Weiß ich nicht mehr :)

Einige Funktionen bzw. Informationen sind unmittelbar mit dem Navigationsgerät verbunden, so dass man im Handumdrehen zu einem Buddy / Place /Event in der Nähe fahren kann, ohne die Adresse mühsam kopieren zu müssen. Ebenso ist das knappe Mitteilen von ortsbezogenen Infos durchaus für Geschäftstermine und Familie/Freunde sehr praktisch. Das alles händisch einzutippen ist meistens murks.

Folgende Dinge sollte man verstehen:
1. Es ist Daimlers erste FB App im PKW. Die via “Comand Online” – so nennt sich das gesamte System – für die A/B/C/M/CLS/SLK-Klasse verfügbar sein wird/ist.
2. Daimler arbeitet eng mit den Netz-Giganten San Francisco/Palo Alto zusammen
3. Die Lösung wird über ein eigenes Mercedes-Serversystem abzusichern versucht
Mercedes Cloud
Man kann sich vorstellen, dass PKW-Hersteller die größten Sorgen haben, wenn ein Virus den Wagen beeinflussen würde. Daher wird an sicheren Lösungen gebaut.
4. Wer ein iPhone hat, schaut in die Röhre, denn es braucht Bluetooth, um sich mit der jetzigen Lösung zu verbinden (das Handy ist sozusagen der notwendige WLAN-Hotspot, ohne das ist die Onlinelösung von Mercedes offline :). Daimler will dem Problem in Zukunft mit NFC beikommen. Eine Art Nahbereichsfunk = vereinfacht ausgedrückt stellt man sein Handy auf einer kleinen Fläche ab und gut ist, der Rest ist “Magie”.
5. Mercedes ist aufgrund der Infrastruktur in der Lage, die neueste Version einer App im Wagen zu installieren, man muss nicht in eine Werkstatt fahren. Heißt auch, dass Mercedes Twitter, YouTube, Spotify what ever aufspielen kann, wenn man soweit ist, eine fahrzeugtüchtige Appp frisiert zu haben.
6. Ab 2012/2013 soll “Comand Online” => “@YourComand” heißen.
7. Es steht noch nicht fest, ob es jemals sowas wie einen AppStore für Mercedes geben wird, wovon ich persönlich ausgehe. Mercedes argumentiert damit, dass eben nicht 20 Mio Einheiten pro Jahr verkauft werden (iPhone/iPad), sondern nur 2 Mio Einheiten. Sprich, es ist fraglich, ob sich genügend externe, freiwillige Developer finden würden.

Wie stellt sich Mercedes die Zukunft vor? Was uns auch zeigt, wo wir heute noch nicht stehen;) Zitat aus dem F125-Projekt, achtet auf einige Punkte, die Euch sicher auffallen und als missing links = next steps interpretierbar sind

Mit „@yourCOMAND“ zeigt der F 125! eine Vision zukünftiger Mercedes-Benz Telematiksysteme. Das Spektrum umfasst unter anderem:
• Natural Handling: Die Bedienung erfolgt weitgehend durch natürliche Sprache, ergänzt wird sie durch intuitive Gesten und Berührung.
• Seamless Experience: Die Multimedia-Systeme sind nahtlos und inhaltlich übergreifend miteinander vernetzt, sozial interaktiv und lenken nicht ab.
• Remote Convenience: Das Fahrzeug und sein Multimedia-System sowie alle Anwendungen und Inhalte lassen sich vollständig aus der Ferne vorkonfigurieren.
• Sensory Perfection: Der F 125 ! bietet High-End-Klang und hochauflösende Bildschirme mit brillanten und individuellen Anzeigen

Alles das, was wir hier sehen, ist nur ein winziger Teil vom Ganzen. Eines Ganzen, das die nächsten Jahre im PKW deutlicher nach vorne treten wird. Die Eroberung des noch Internet freien Raums PKW hat begonnen.

Denkspiel: Ein Fukushima im Netz

publiziert am 27.10.201111 Kommentare

Die Nuklearkatastrophe von Fukushima zog nicht nur Auswirkungen in Japan nach sich, sondern führte weltweit zu Diskussionen ob dem Heil und Segen von Atomkraftwerken. Das Grundvertrauen der Befürworter dürfte – wenn es denn je eins gab – grundsätzlich erschüttert sein, die Skepsis hat bei den Skeptikern zugenommen. Niemand wird wohl glauben, dass diese Katastrophe keine dauherhaften Auswirkungen auf die künftige Atompolitik der einzelnen AKW-Nationen habe, ganz besonders nicht in Deutschland. Der Mensch ist recht einfach gestrickt: Was er nicht sehen und nicht wirklich verstehen kann und ihn dennoch wärmt, das muss irgendwie ok und gut sein. Und es bedarf viel, um ihn davon abzubringen.

Was wäre, wenn wir dieses Vertrauens-Szenario – denn es geht letztlich um Vertrauen in gesamtheitlich positive Nutzeffekte – auf das Internet übertragen? Irgendwie wärmt es uns, wir können die Technik nicht wirklich sehen und nicht wirklich verstehen. Bereits in einem anderen Artikel hatte ich versucht zu erklären, was passieren würde, wenn die Kommunikationstechnik des Internets dauerhaft und über Nacht ausfällt.

Es hätte Auswirkungen auf sämtliche Bereiche der Menschheit. Wirtschaft, ganz besonders Finanzwirtschaft, Militär, Gesundheit, Ernährung und Wissenschaft. Bereits der Kollaps der Finanzwirtschaft alleine würde sämtliche Staaten in erhebliche Not bringen.

Ist der Ausfall wichtig? Nicht wirklich, aber etwas anderes, aus dem sich der Ausfall-Gedanke speist. Wir werden in Zukunft eine noch weitaus stärkere Durchdringung unserer gesamten Lebensgestaltung beobachten können. Die Vernetzung wird in Haushaltssysteme vordringen, in jedes Fahrzeug, in jede Straße, an nahezu jedem Ort der Erde wird jederzeit mindestens ein Gerät mit dem Netz kommunikativ verbunden sein. An dieser Zukunft bauen Firmen wie IBM, Microsoft, Google, Apple, Mercedes, Toyota, Intel, AMD, ARM, Siemens und General Electrics.

Die Abhängigkeit von der Technik, aber auch der technische Fortschritt wird nur oberflächlich betrachtet von wirtschaftlichen Interessen getrieben. Wesentlich ist, dass der Mensch gesamtheitlich gesehen der alles verbindenden Kommunikationsmaschine Internet ein Grundvertrauen in deren Nutzvorteile entgegenbringt.

Erschüttert man dieses Grundvertrauen in die Technik, wird es größere Auswirkung denn Fukushima nach sich ziehen. Nicht nur, dass vorstellbare “Fallout”-Effekte eine unzählige Menge von Menschenleben nach sich ziehen. Mit zunehmender Abhängigkeit wird der drastische Abfall des Vertrauens noch stärker ausfallen. Das Schreckensszenario eines nuklearen Winters wird in Zukunft durch das Szenario eines digitalen Winters abgelöst bzw. ergänzt. Es wird womöglich nie dazu kommen, muss es auch nicht. Im Grunde ist es nur wichtig zu verstehen, dass das Bewusstsein von Risiken und zugleich positiven Nutzeffekten zunimmt. Angst gegen Vertrauen.

Was bedeutet dies für die agierenden Wirtschaftsbetriebe? Ich deute nicht nur Aussagen leitender Intel-Angestellter in diese Richtung (“was würde passieren, wenn das Vertrauen erschüttert wird”), sondern auch von anderen Akteuren aus der bestimmenden Internetwirtschaft, dass man sich des wachsenden Risikos immer bewusster wird. Je größer die Wirtschaftseffekte, umso stärker das Bewusstsein. Und wir wissen nicht erst seit gestern, dass sich die US-Regierung ebenso wie andere Regierungen zunehmend den Kopf zerbricht, wie man das System Internet weitaus besser schützen kann. Politik und Wirtschaft gehen stets einher. Sie sind diejenigen, die mit am meisten Einfluss auf unsere Zukunft haben.

Kontrollieren und Schützen sind jedoch nicht weit voneinander entfernt. Wenn ich etwas besser schützen kann, kann ich es auch besser kontrollieren. Wenn ich etwas besser kontrollieren kann, wie wird sich der Mensch in diesem System dann verhalten, wenn sein Leben davon betroffen ist? Wird er sich freiheitlich eingeschränkt fühlen? Wird es einen ersten Freiheitskrieg geben, der nur und wegen dem Netz ausgetragen wird? Je enger sich der Mensch an dieses System bindet, umso wichtiger wird ihm dieses Systems, umso eher wird er es als ein Teil seines Lebens empfinden und schützen wollen.

Wer schützt nun in diesem Zukunftsszenario wen? Die Angst der einen oder die Angst der anderen? Was wir heute sehen, dass Netzpolitik der Bürger immer wichtiger wird und die Politlandschaft durchdringt, wird morgen auf einer Augenhöhe mit militärischen, energiepoitischen, gesundheitlichen und sozialen Themen behandelt. Was das auch heißt? Dass die Piratenpartei eine rosige Zukunft vor sich hat, womöglich, aber ist das wirklich wichtig in diesem Denkspiel?

Vom Stamm zum Staat, von der Mär über das Mehr

publiziert am 17.10.20116 Kommentare

Es war einmal ein Stamm von 100 Leuten. Der Stamm besaß keinen Staat. Wie kam es aber zu Staatsbildung? Es gab ein Problem, wie immmer eigentlich. Die ersten Beschwerden kamen auf.

“Hey, Willie, wenn wir uns ständig gegen andere Stämme verteidigen müssen, wie sollen wir dann den Acker umpflügen?”

“Hey, Erna, wenn unsere Männer ständig im Krieg sind, wie sollen wir unsere Kinder durchfüttern?”

Da meinten die Ältesten, nachdem sie lange nachdachten:
“Lasst uns einen Häuptling für 1 Jahr wählen, der dem Stamm voransteht. Der kümmert sich darum, eine Berufsarmee auszuheben. Die Männer werden rekrutiert, gut ausgebildet und mit den besten Waffen ausgestattet. So müssen viel weniger Männer in den Krieg ziehen, während die meisten zu Hause bleiben können, um unsere Äcker umzupflügen”.

Alle so: “Ok!!!”
Der Staat, der Häuptling und die Armee ward erfunden worden.

Nach einiger Zeit wurde der Häuptling gewählt und eine Armee ausgehoben. 10 Männer, die besser als Spartaner ausgebildet werden sollten. Doch schon nach 3 Tagen trat der Häupling vor die Ältesten:
“Wir haben Hunger, nichts zu essen. Waffen können wir uns auch keine leisten!”

Die Ältesten überlegten und kamen auf die Idee:
“Ok, Häuptling, du erhebst eine Steuer. Den Zehnt! Jeder von uns 89 wird dir ein Zehntel für deine Männer abgegen. Vom Essen und von unserem Geld!”
Das Geld war damit erfunden, die Steuern auch.

Doch schon nach 100 weiteren Tagen kam der Häuptling schon wieder auf die Ältesten zu:
“Meine Soldaten beklagen, dass ihre Familien leiden. Sie können nicht die Äcker bestellen, weil sie dauernd im Krieg sind. Außerdem sind manche Kinder krank. Sie können sich keinen Arzt leisten.”

Die Ältesten überlegten und kamen auf eine weitere Idee:
“Ok, Häuptling, wir erheben eine neue Steuer. Die Gesundheitssteuer und eine Umlagesteuer für Hunger. Jeder von uns 79 wird dir einen Zehnt geben. Dann hast du zwei Zehnt, das muss reichen!”
Man erfand die Sozialsteuern!

Doch nach 100 weiteren Tagen kam der Häupling schon wieder auf die Ältesten zu:
“Ich habe eine Idee. Da mein Jahr bald um ist, würde ich gerne wieder antreten. Es macht so viel Spaß. Damit das klappt, würde ich gerne meinem Stamm Kindergärten und Schulen schenken!”
Die Ältesten leicht genervt: “Aber wir 79 können nicht noch ein Zehnt dafür aufbringen. Das ist zuviel!”
Der Häuptling: “Das passt schon. Ich kenne da einen befreundeten Stamm, der wird uns das Zehnt leihen. Nur für kurze Zeit, denn wir werden nach zwei Jahren durch besser ausgebildete Stammesmitglieder mehr zu Essen haben, bessere Soldaten und mehr Geld!”
Die Ältesten: “Klingt gut, aber nur dieses eine Zehnt noch!”

Man erfand die Staatsverschuldung.

10.000 Tage später versammelten sich alle 999 Stammesmitglieder und klagen ihr Leid:
“Wir haben zwar einen Häuptling, doch die vielen Zehnt fressen uns die Haare vom Kopf. Für die vielen Kriege, Kindergärten, Hungersteuern, Gesundheitsabgaben, Stammesbeamten, Ackersteuern, Handelssteuern, aber vor allen Dingen die vielen Schulden bei den anderen Stämmen, die drohen uns mit Krieg, auf jeden Fall wollen die uns nichts mehr leihen!”

Der Häuptling war erzürnt: “Ihr habt mich gewählt, ich habe Euch eine goldene Zeit verschafft und nun soll alles nicht gut gewesen sein? Wir haben alles was wir wollen. Und das mit den Schulden bekommen wir schon hin. Ich schaffe einfach die Kindergärten und Schulen ab!”

Die Mütter: “Aber unsere Kinder, das geht nicht!”

Der Häuptling: “Gut, dann schaffen wir die Hungersteuer ab und nehmen es uns von den anderen Stämmen, meine Soldaten sind stark!”

Die Väter: “Nein, nein, nein, dann müssen noch mehr von uns sterben, soviele Kinder können wir nicht zeugen und außerdem dauert es, bis wir einen Krieg gewinnen, solange werden die anderen, die nicht genug haben, hungern!”

Der Häuptling: “Gut, dann halt auch nicht. Also schaffe ich die Stammesbeamten ab!”

Die Stammesbeamten: “Dann kannst Du aber unseren Stamm nicht mehr führen!”

Der Häuptling: “Wer kam auf die Scheißidee, einen Staat zu erfinden? Jedem, dem ich was gebe, kann ich nichts mehr nehmen. Jedem, dem ich was nehme, will mir nichts mehr geben. Was soll aus uns noch werden, wenn keiner mehr geben will noch nehmen darf? Ich dachte, wir wären ein Stamm!”

Die Ältesten sprachen: “Hört, wir sind nicht mehr ein Stamm. Lasst uns hinausgehen, in zehn Stämmen aufgeteilt. Dann machen wir alles besser.”

So verstreute sich der Stamm in alle Winde, aus dem 1 Stamm wurden 10 Stämme aus dem wiederum 100 Stämme entstanden. Jeder mit seinem eigenen Staat, jeder mit eigenen Steuern und Schulden, keiner löste die Probleme besser als die anderen.

Die 10 Ältesten kamen viele Tage später wieder zusammen und beratschlagten, was zu tun sei.
“Wisst ihr, die Sterne, die Sterne bieten Platz für uns. Lasst uns nach den Sternen greifen. Dort wird alles viel besser!”

Sollte es jemand besser machen wollen oder sich das denken, dem emfpehle ich gerne den Vortrag von Dr. Michael Wohlgemuth (Walter Eucken Institut/ Freiburg, “Social Market Economy and Socialist Market Economy: A Comparison” = .pdf). Dort erfährt man etwas über die grundlegenden Austarierungselemente des Staatswesens. Nix Sterne, nix Stamm, nur weit und breit die Suche nach dem richtigen Gleichgewicht, in Abhängigkeit der Denkweisen.

Welchen Vorteil bietet G+ für Facebook?

publiziert am 17.10.20116 Kommentare

In den meisten Berichten über Google+ ging es stets darum, dass Google schon irgendwie Facebook Anteile abluchsen würde. Facebook wurde im Nachteil gesehen. Welche Vorteile hat aber Facebook aus dem Wettbewerb?

1. Allen voran die Produktentwicklung.
Alles das, was Facebook mangels Ressourcen und vorgegebenen Planungspfaden nicht testen konnte, testet Google aus. Eigentlich ist es wie immer: Niemand weiß, was wie gut angenommen wird. Man muss es in einem ewigen Kreislauf probieren. Facebook war da keine Ausnahme. Das risikoreiche Lancieren von neuen Produkten und Produktbestandteilen kostet Zeit, Personal und Geld. Facebook ist mit Sicherheit keine Firma, die vergleichbar mit Riesen wie Apple, Intel oder Microsoft wäre. Die Milliarden für Research&Development ausgeben.

So gab Google letztes Jahr 2010 rund 3,7 Mrd. USD für Forschung und Entwicklung aus (12% vom Umsatz). Facebook kratzt gerade mal an der 2 Mrd. Umsatzmarke oder anders gesagt, Googles F&E-Ausgaben übertreffen Facebooks Gesamtumsatz um fast das Doppelte.

Warum das wichtig ist? Software zeichnet sich durch einen intensiven und sehr teuren Innovationswettbewerb aus. Alles was dazu beiträgt, die eigenen Ressourcen gezielter einsetzen zu können – hier Google+ vs. FB-, Investitionsrisiken dabei minimiert, hilft einem Unternehmen wie FB immens.

FB profitiert damit mehr von Google, denn Google von FB profitiert.

2. Marktvolumen vergrößern
Bis dato will FB rund 800 Millionen User begrüßt haben, Google will 40 Millionen haben. Allerdings soll es insgesamt 2 Mrd Internetuser geben. Ein Teil davon nutzt keine Social Networks. Ein Teil nutzt alternative Anbieter. Und ein weiterer Teil nutzt mehrere Alternativen zugleich (Beispiel: Xing, FB, G+, VZ). So wird auch Google mit seiner Marktmacht Facebook helfen, den Markt für Social Networking-Nutzung zu vergrößern. Noch haben wir nicht den Punkt erreicht, um von einer Marktsättigung zu sprechen, wo es “nur” noch um gnadenlosen Verdrängungswettbewerb geht (Mobilfunkmarkt).

3. Nutzungsintensitäten festigen
Absolute Nutzerzahlen bringen nichts, wenn sich jeder User nur einmal im Jahr in einem Social Network bewegen würde. Je mehr Angebote draußen vorhanden sind, umso eher führt es dazu, dass ähnlich dem Mobilfunkmarkt jeder User mehr oder minder an einer täglichen Nutzung nicht mehr vorbeikommt. Ob es nun die Nutzung eines Smartphones sein wird, die Nutzung eines Browsers, der Kauf via eCommerce. Sämtliche Anbieter tragen dazu bei, die Nutzung in den Alltag des Kunden zu überführen.

Facebook alleine kann das nicht mehr, es bedarf eines spürbaren Wettbewerbs, der sich in allen Bereichen festsetzt und auf den Kunden einwirkt. Werbung, PR, Mundpropaganda, Use Cases, APIs, Drittanbieter (“Apps”), Produktfeatures.

4. Finanzierung
Jeder Dienst ist nichts wert, wenn er sich nicht selbst aus den Einnahmen heraus tragen kann. So verdienen Facebook wie auch Google über den Verkauf von Werbeplatzierungen. Auch hier geht es darum, eine immer bessere und gut geölte Werbemaschinerie auf den Weg zu bringen. Das kann erneut Facebook nur bedingt alleine. Es braucht Agenturen, Berater, Designer, Planer, Firmenkunden, die gesamte Prozesskette eben, die den Print-, Radio- und TV-Markt schon längst durchdrungen hat. Jedes Rädchen ist bestens verzahnt, wenn es darum geht, Werbung zu produzieren und anzubringen. Dieses Produktionsniveau haben weder Facebook noch Google im Social Networking Markt erreicht. So agieren beide getrennt für sich, aber letztlich gemeinsam daran, den Werbemarkt für Social Networks zu beackern. Selbstverständlich hat Google hier einen historisch bedingten Vorsprung, mit der Werbeindustrie zusammen zu arbeiten. Und die Augen der Industrie auf deren neues Werbesystem zu lenken. Aber auch die notwendigen Tools zu entwickeln, noch besser Daten zu verstehen. Facebook wird daher in doppelter Hinsicht von Google profitieren.

Das waren in meinen Augen die vier wesentlichen Punkte, warum Facebook sogar sehr von Google profitiert.