als Google Buzz im Februar 2010 eigeführt wurde, war der Aufschrei rund um den Globus groß: Zahlreiche Denkfehler führten unter anderem dazu, dass die eigenen Google Mail-Kontakte sichtbar für Dritte waren. Nun sind vier Monate vergangen und Google hat in typischer Manier das ehemals mehr als eckige Beta-Produkt geschliffen, erweitert und insgesamt verbessert. Nach wie vor wirkt es wie ein Softwarehaufen aus „Ingenieurs-Brei“, aber es wird langsam. An dieser Stelle möchte ich auf eine Zusammenfassung von Robert Scoble verweisen, die Siegfried Hirsch ins Deutsche übersetzt hat.

Und das Muster wiederholt sich frappierend analog zu anderen Tools, die ehemals mindestens genauso mehr als Beta waren: Google Maps, Google Docs, Google Reader, Google Mail. Die Kartenanwendung von Google gehört heute wohl zur Nummer 1 weltweit, Google Reader hat alle RSS Reader überholt, GDocs macht sich dran, Microsoft Office immer mehr Kunden abspenstig zu machen und zwang Microsoft, das Office-Paket in Teilen online zu bringen.

Nach wie vor erachte ich das Potential von Google Buzz aus drei miteinander zusammenhängenden Gründen für extrem hoch:
– die Ressourcen von Google sind erschreckend umfangreich, insbesondere die Mitarbeiter-Skills
– die Integrationspotentiale mit weiteren Google Diensten – neben Google Mail, ein gewaltiger Vorteil – werden erst jetzt langsam erkennbar (so z.B. Google Buzz Mobile gekoppelt mit Google Maps, bietet heute schon die imho beste Location-GUI gegenüber Diensten wie Foursquare)
– Google wird im mobilen Internet eine große Rolle spielen und Google Buzz wird mit Sicherheit eine Waffe sein, sich diesen Markt zu sichern

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