die singen mit?
habe noch nie mitbekommen, dass Amerikaner ihre Hymne bei Sportevents mitsingen. Warum eigentlich nicht? Täusche ich mich oder singen die diesmal wirklich mit?
Ok, ok, hab ja schon irgendwie einen kleinen Anthem-Fetisch, höre ich mir gerne an. Zumal in diesem Fall der Performer auch noch hüsch anzuschauen ist:
wie IBM Blogger auf Konferenzen einbindet
die meisten dürften wissen, dass ich auf der Lotussphere in Orlando war, einer traditonellen Konferenz von IBM, die sich um die Lotus-Sparte (Communication/Collaboration Software) dreht. IBM Deutschland hatte mich im Herbst 08 gefragt, ob ich nicht dazu Lust hätte, sie würden die Reisekosten übernehmen. Nach etwas Zögern, denn ich bin seit rund 2-3 Jahren aus dem Thema raus, habe ich dann zugesagt. Zum Glück. Auf das Inhaltliche werde ich auf Buzzriders eingehen. Auf das Organisatorische hinsichtlich der Blogger-Handhabung kann ich hier eingehen.
Zunächste einmal ist die Location exzellent gewählt. Im Winter in Florida. Wo anders weht einem der kalte Wind um die Nase, während man tagsüber in Orlando mit einem T-Shirt herumlaufen kann. Hinzu kommt die Wahl des Hotels, des Walt Disney Ressorts in Epcot. Es ist zwar kein 5-Sterne Luxushotel, aber die Zimmer bieten ausreichend Platz, Erholungsmöglichkeiten gibts genügend und verhungern wird man auch nicht.
Wie viele Teilnehmer hatten die Konferenz besucht? Vom Hören-Sagen her sollen es an die 7.000 Personen gewesen sein. Eine Mischung aus Kunden und Business Partnern. Und Blogger? Schwer zu sagen, es müssten knapp unter 50 sein. Vorwiegend natürlich US-Blogger, die sich mit Lotus-Produkten befassen. Die meisten sind Spezialisten in Lotus Domino, weniger kennen die gesamte Produktpalette wirklich gut (Quickr, Sametime, Connections, usw).
Alle Blogger trugen auf ihrem Badge meines Wissens das Bapperl “Blogger” und “Press/Analyst”. Und hatten damit uneingeschränkten Zugang zu allen Sessions wie auch zu allen Pressekonferenzen. Ebenso konnte jeder Blogger mit den Executives Kontakt aufnehmen. Was übrigens bei Microsoft nicht immer der Fall ist. Mittlerweile ist es quasi ein Standard, dass Blogger auch das Pressezentrum mit allen Vorzügen nutzen dürfen. Darüber hinaus bekamen die Blogger wie auch die Journalisten einen vorgefertigen Terminplan für 1:1, 1:n und n:n Interviews. Das ist etwas, was zahlreiche Konferenzveranstalter so noch nicht handhaben. Meistens lädt man die Blogger ein und lässt sie “halt machen”. Was auch immer dabei heraus kommt, hängt von den Fähigkeiten des Bloggers ab. So war das natürlich ein organisatorischer Augenschmaus, mehr oder minder alles auf dem Präsentierteller geliefert zu bekommen. Man klappt sein Mappe auf, findet alle Termine und Gesprächspartner inkl. Foto und Aufgabengebiet vor. Auch war es kein Thema, sich für spätere Kontaktaufnahmen die Visitenkarte geben zu lassen. Ebenso wurde man aktiv auf Abendveranstaltungen im kleineren Kreis zum Networken und Austauschen eingeladen. So bekam man insgesamt einen guten Einblick von innen, was die Kompetenzen und Leistungsfähigkeit des IBM Personals angeht. Und die Serviceorientierung der Mitarbeiter war exzellent. Nicht einer, der einen als Blogger abschreibt oder schräg anschaut (was hinter meinem Rücken vorgeht, juckt nicht;), wenn man ihn anspricht und um Auskünfte bittet.
Nachdem ich nun einige Konferenzen besucht hatte, muss ich sagen, dass IBM hier die Referenzklasse darstellt, was die Zusammenarbeit mit Bloggern angeht. Ich werde ein Interview mit einer Mitarbeiterin der PR-Agentur Text 100 nachreichen, die für das Blogger-Programm zuständig war. Die für mich nahezu komplette Auflösung der Unterscheidung Blogger und Journalisten ist bezeichnend.
So geht meine Kritik weniger an die Veranstalter, denn an die Blogger. Die in meinen Augen oftmals mehr wie Haus- und Hofberichterstatter agiert hatten, denn einmal mehr hart zu hinterfragen, was Sache ist. Und nicht selten dankbar jede auch nur annähernd nach Scoop riechende Story umgehend in den Äther geblasen hatten.
betankt und bedankt
gestern Nachmittag hatte ich auf mein Taxi gewartet, das mich zum Flughafen nach Orlando bringen sollte. Die Sonne schien, die Konferenz war vorbei, der Trubel damit auch. Also habe ich mir vor einem der Hotelausgänge einen Golfwagen geschnappt, mich hineingesetzt und mir die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. 2 Stunden lang einfach nur dagesessen und gechilled. Ich kann Euch gar nicht sagen, wie gut das getan hat und wie schnell sich die Batterien wieder aufgeladen haben. Der blaue Himmel, die Palmen, die zarte Brise, Zeit zum Nachdenken. Herrlich! Florida, es sei dir gedankt:
und ich hab schon wieder Fernweh…
I saw above me an endless skyway
I saw below me a golden valley
This world is made for you and me
gelandet, vermittelt und weitergefahren
ich würde liebend gerne “endlich zu Hause” schreiben, aber bei diesem Schrottwetter ist mir das “endlich” vergangen, ieeeh. Dafür scheint die Sonne in Bremerhaven, Caschy darf jetzt den Berufsblogger mimen. Und wie versprochen, werde ich später den frischen Arbeitgeber vorstellen (die Videos schaue ich mir gerne nachher an, bin jetzt erstmal platt).
Ich gehe jetzt erst einmal schlafen, gegen 15:00 Uhr gehts dann wieder weiter. Raus auf die Straße, vorsichtig fahren, das Wetter verzeiht keine Müdigkeit beim Autofahren.
*Lebenszeichenposting*
Driver
ich konnte nicht weiter schlafen, also bin ich runter vors Hotel, um eine zu rauchen (Zigarette natürlich;). Wie spät es war? So gegen Mitternacht in Florida. Anscheinend habe ich immer noch die deutsche Biozeit intus.
Wie auch immer, ich stand draußen und fragte die Security nach einem Taxi, um für heute Abend die Fahrt zum Flughafen klarzumachen. Er ging rüber zu einem Fahrzeug und stellte mich dem Fahrer vor.
Es stellte sich schnell heraus, dass der Fahrer super Deutsch kann. Er selber kommt aus Peru und spricht neben Englisch und Deutsch noch fünf weitere Sprachen (u.a. französisch und russisch). Also haben wir uns dann abwechselnd auf verschiedenen Sprachen unterhalten und kamen darüber immer tiefer ins Gespräch.
Ein erstaunlicher Mensch mit einem wahren Fundus an Wissen und interessanten Sichtweisen. Wenn es einen Grund gab, warum ich in die USA geflogen bin, dann wohl diesen. Die Wege der Menschen sind unergründlich:))
Jetzt ist es 2:30 Uhr und ich bin immer noch wach. In rund 17 Stunden hebt der Flieger ab, zurück nach Deutschland und den Kindern, die mich am Flughafen in Frankfurt erwarten werden. Kurz danach gehts nach Hamburg zur Microblogging-Konferenz, wo ich aber erst am Samstag aufschlagen werde, da ich noch einen Zwischenstop in Düsseldorf einlegen muss.
Der Tränenmacher
es gibt Regenmacher, es gibt Traurigmacher, es gibt Wütendmacher und IchWeißNichtWasIchMacher. Aber so einen Tränenmacher wie Obama hat es wohl seit 2.000 Jahren nicht mehr gegegeben.
Sie versammelten sich stumm und leise vor dem Fernseher, einem von vielen, der bei der IBM Konferenz aufgestellt war. Mit stumm und leise meine ich tatsächlich die Amerikaner. Die eigentlich nie sonderlich leise sind, wenn sie sich in Massen versammeln. Sie standen auf den Treppen -auch das Hotelpersonal-, sie standen überall, um diesen Moment im Fernsehen zu erhaschen, der ihnen soviel bedeutet. Als Obama seinen Eid sprach, wurden nahezu ausnahmslos alle Augen feucht. Und ich meine alle. Als er seine Rede schwang, wurden die Augen noch feuchter, auch die der ausländischen Gäste und der ganz harten Kerle. Und traurig war mit Sicherheit keiner, nicht einmal republikanische Augen.
Ich habe mich vorher und nachher mit einigen Amerikanern aller Hautfarben unterhalten können. Nebst vielen Meinungen ob seines Werdens, fiel mir eine Gemeinsamkeit auf. Dieses Mal ruhen die Hoffnungen nicht auf einem einzigen Mann. Der unweigerlich daran zerbrechen und scheitern würde. Dieses Mal ruhen die Hoffnungen der Amerikaner auf sich selbst. Und sie scheinen Geduld mit sich und ihrem neuen Chief Commander, wie ihn manche Amis nennen, zu haben. Ungewöhnlich. Aus Deutschland heraus war ich misstrauisch, was da für ein Messias im mächtigsten und aggressivsten Land des Planeten heranwächst. Aus denn USA heraus sehe ich das etwas anders. Man muss es gesehen und gefühlt haben vor Ort. Es ist nicht so, dass die Menschen zu willenlosen Groupies mutiert sind. Sie betrachten Obama recht zurückhaltend, ungewöhnlich british fast schon. Kein Überschwang der Gefühle. Man akzeptiert, dass man viel aufzuräumen hat und auch mit anpacken muss. Am besten trifft es wohl das Wort “inspired”. Und das sitzt tiefer in den Amis als man denkt. Obama hat gehaucht, die Amis sind touchiert und wiedererweckt. So wie damals Ronald Reagan den Amerikanern wieder den Glauben an sich selbst geschenkt hat.
Ach ja, eins noch: Manche scheinen zu vergessen, dass Obama eben nicht der Weltpräsident ist. Er wird die Interessen der USA mindestens ebenso knallhart vertreten wie seine Vorgänger. Kein Wunder, für die Amerikaner ist USA das Zentrum der Welt. Ich pflege lieber pink bubble zu sagen:)
Wer sich übrigens immer noch nicht an der Vereidigung satt gesehen hat, sollte sich auf Microsofts Photosynth-Seite umschauen (mit Hilfe von Photosynth hat CNN “die Momente” festgehalten, ihr habt es sicher gesehen. Was ich übrigens nicht verstanden habe oder hatte ich es verpasst: Warum hatte CNN nicht einfach gesagt, von wem das “Sponsoring” kommt?).
Übrigens, eins noch: Obama hatte bei der Vereidigung gestockt, weil der Richter die Worte falsch herum vorgesagt hat;) Obama hats dann aber richtig herum ausgesprochen. Und keiner ist auf irgendjemanden sauer, im Gegenteil.
einmal Blogger immer Blogger
sodele, im here, zurück im Heim, das Gott sei Dank noch kein Altersheim ist. *Einatmet*… herrlich, ich kann mich austoben und die armen Twitter-Follower können wieder aufatmen.
Ohne Blog ist es ganz schön hart. Als wäre man zum Schweigen verurteilt. Aber Twitter? Twitter ist mehr wie eine Art Gefängnis, wo man für exakt 140 Schritte Ausgang bekommt. Das ist manchmal ganz nett, aber auf Dauer zu einengend.
Ab in die Sonne Floridas, momentan ist es 07:45 Uhr und es schaut erneut nach einem warmen Tag aus. Herrlich. Amerika schaut übrigens nach Washington heute, aber das habt Ihr bestimmt gar gar gar nicht nicht nicht mitbekommen:) Und ich kann Inakurratio immer noch nicht buchstabieren:))
Was ich in Florida mache? Krokodile mit den Händen jagen. Und nebenbei bin ich auf der IBM Konferenz “Lotussphere”.
Ab zum Frühstück, cu!
Bilder? Wieso, wollt Ihr unter Neid leiden? Aber wer unbedingt will, bittschön: Hello Germany, its very nice here!
Rob (nicht erschrecken vor soviel Schönheit))
Das Template? Nicht beachten, ich werde noch weitere austesten und mich dann auf eins stürzen. Habe erstmal auf die Schnelle irgendein simples Theme genommen.
Gleich vorab eine Ansage für die Wohnzimmerpinkler da draussen: Kommentare werden ohne blabla bereinigt, wenn ihr wieder mal keine Kontrolle über Eure Hirnblase haben solltet.

