Social Gaming II.
Rob Vegas greift die Gedanken zum Artikel “Social Gaming: Bald Standard für alle Games?” (kurz: Computerspiele warten immer häufiger mit Connects zu Social Networks wie Facebook auf, woraus völlig neue Möglichkeiten entstehen) auf (via Kommentar) und zeichnet ein sehr lebendiges Bild, was möglich wäre:
Erstaunlich! Ich denke schon seit geraumer Zeit darüber nach und träume mittlerweile von einer ganz neuen Art von Spielen.
Bislang installierte man ein Spiel und spielte eine Runde, ein paar Stunden, oder auch online eine Partie.
Doch mittlerweile gibt es mobile Endgeräte mit Internetanbindung, Flatrates und Social Networks wie Facebook und Twitter.
Theoretisch könnte ich so einem Spiel beitreten, welches mehrere Ebenen des Spieles auf meinen Endgeräten ermöglicht und auch weiterläuft, wenn ich mich daheim am Rechner ausgeklinkt habe.
Ein Kriegsspiel, begonnen als Egoshooter am Rechner, welches mir Updates der Lage auf mein Handy schickt, Freunde/Mitspieler auf Facebook zu einem Einsatz schickt und mich via iPhone in der Bahn meine Strategie ändern lässt.
Mich erinnert das ein wenig an den Film “Wargame”. Der Computer spielt die ganze Zeit, meine Mitspieler zu unterschiedlichsten Zeiten mit ebenso unterschiedlichen Geräten. Bin ich dann bei einem Freund, so kann ich mit ihm auf seiner Konsole weiterspielen, oder kurz meine Truppen via iPhone ins Gebirge schicken und ins Kino gehen.
Für mich birgt es den Stoff eines genialen Spiels. Die Möglichkeiten sind jetzt schon vorhanden. Müsste nur für PC, Handy, Konsole, Facebook und iPhone gleichzeitig entwickelt werden.
Ideenexplosion: Moderne Zeitung auf einem modernen Tablet
wow…
via Social Network TV und @weltkompakt
Mother of All Funk Chords
mehr davon auf http://thru-you.com
written in secrets
The king and his men, stole the queen from her bed and bound her in her Bones.
Wer kennt das PostSecret-Blog nicht? Es ist im Grunde genommen einfach beschrieben: 1 Minuten anschauen, fertig ist das Konzept.
The seas be ours and by the powers where we will we’ll roam.
Mir gefällt das Blog seit jeher. Ohne viel blabla geht es auf das ein, was uns Menschen ausmacht. Die dunklen und die hellen Seiten. Mich fasziniert das wie kaum etwas anderes. Völlig unabhängig jeglicher Moral und Ethik, die selbst keinen geeichten Nullpunkt kennen. Zumindest keinen, der mir bekannt wäre. Und schon lange geht mit der Gedanke durch den Kopf, etwas im Stile von PostSecret zu machen. Ohne eine Kopie zu sein. Denke ich da draußen an die vielen Menschen, sehe ich ihre Geheimnisse, die sie niemals nie jemandem anvertrauen würden, weil sie möglicherweise viel zu dunkel sind, im Auge des Betrachters. Zu schnell zücken Menschengruppen das Ethik- und Moralmesser aus der Tasche. Also verbleiben diese Offenbarungen des Menschen Seele verborgen. Schade. Sie gehören ans Licht. Es ist das, was uns unter der dünnen Schicht ob und trotz all der Regeln, Gesetze und Traditionen ausmacht.
Yo, ho, haul together, hoist the colors high. Heave ho, thieves and beggars, never shall we die.
Warum demnach nicht ein Blog anbieten, das diesen Geheimnissen in geschriebener Form Raum gibt? Den Einblick in die tiefsten Tiefen gewährt? Anonym. Technisch schaue ich mich gerade um, wie man mir eine Nachricht a.n.o.n.y.m zukommen lassen kann, die ich dann aufs Blog stelle, wenn sie passt. Oben sagte ich “keine Grenzen”. Natürlich hat es Grenzen, gerade dann, wenn man gegen andere zu predigen anfängt, aufhetzen will. Sollte ich diesen oder einen anderen, “komischen” Eindruck haben, was nicht genau definierbar ist, wo diese Grenze liegt, werde ich das Posting nicht veröffentlichen. Wo? Auf diesem Blog in einem “unterabteil” namens “written in secrets”.
Meinungen? Feedback? Vorschläge? Obacht, es kann und wird womöglich sehr dunkel werden. Ja, werde mich rechtl. erkundigen, wo die Grenzen liegen in D. Und nein, es soll nicht zu einem dark porn Schrott verkommen.
Und beim Stefan Waidele findet Ihr einen exzellent strukturierte Beitrag zu den verschiedenen Alternativen, anonyme Blogpostings konzeptionell anzugehen: “Anonyme Blogs – Eine Gedankensammlung”
Update: Man wird mich via Privacybox.de indirekt anmailen können, indem man an “robgreen” eine Nachricht verfasst (sieht man gleich, wie das geht, wenn man auf die Seite geht). Die dann an meine Mail weitergeleitet wird. So ist die Anonymität zwischen mir und dem Absender gewährleistet. Der Verfasser muss weder Namen noch Mailaddie beim Erstellen der Nachricht angeben. Dank an @yeahyeahyens für den Tipp!
Blogger-Interessensvertretung oder EFF-Ansatz?
EFF? Electronic Frontier Foundation:
ist eine im Juli 1990 von John Perry Barlow und Mitchell Kapor gegründete nichtstaatliche Organisation mit Sitz in San Francisco, die sich mit den Bürgerrechten im Cyberspace beschäftigt. Ziel ist eine mediale Selbstbestimmung des Bürgers. Die Arbeit der EFF konzentriert sich hauptsächlich auf Nordamerika. Im Februar 2007 wurde in Brüssel ein Büro für Europa eröffnet.
Was hat die EFF mit der angedachten Gründung eines Bundesverbandes deutschsprachiger Blogger zu tun? Vom Namen her nichts, aber vom Grundansatz her viel. Geschuldet ist der neue Anlauf dem “Bahnvorfall Netzpolitik”. Auch in der Vergangenheit gab es Anläufe, sie sind aber allesamt meines Wissens versandet.
Ich begrüße auf jeden Fall diesen erneuten Anlauf. Möchte zusätzlich einwerfen, dass eine Abstrahierung von Bloggern möglicherweise der tragendere Ansatz ist, sich auf alle Netzuser zu beziehen, nicht nur Blogger ins Visier zu nehmen. Mindestens ebenso wichtig ist die “Verfassung”. Wird es die Interessenten ansprechen und erreichen? Wenn ja, werden sie es mittragen, wenn nein, wird es versanden.
So heißt es im About der EFF:
From the Internet to the iPod, technologies are transforming our society and empowering us as speakers, citizens, creators, and consumers. When our freedoms in the networked world come under attack, the Electronic Frontier Foundation (EFF) is the first line of defense. EFF broke new ground when it was founded in 1990 — well before the Internet was on most people’s radar — and continues to confront cutting-edge issues defending free speech, privacy, innovation, and consumer rights today. From the beginning, EFF has championed the public interest in every critical battle affecting digital rights.
Blending the expertise of lawyers, policy analysts, activists, and technologists, EFF achieves significant victories on behalf of consumers and the general public. EFF fights for freedom primarily in the courts, bringing and defending lawsuits even when that means taking on the US government or large corporations. By mobilizing more than 50,000 concerned citizens through our Action Center, EFF beats back bad legislation. In addition to advising policymakers, EFF educates the press and public.
Abstraktes wurde mit Konkretem verbunden. Der EFF ist es gelungen, namhafte Mithelfer zu gewinnen, die auch rechtlich in die Bresche springen.
Alles das ist aber Makkulatur, denn Menschen machen Dinge wahr, nicht bloße Ideen. So steht oben etwas von Mitch Kapor als Mitbegründer der EFF. Sollte den jemand nicht kennen, muss man ergänzen, dass er einer der einflussreichsten und bekanntesten IT Köpfe weltweit ist, der sich ohne Weiteres in die Riege der Großkopferten wie Jobs, Gates, Schmidt einreiht. So einen werden wir womöglich auch finden können, der Dank seiner Kontakte und seiner Überzeugung mitschiebt. Macher. Es geht nicht um Kapors, sondern um Macher.
Siehe auch: Basic Thinking und Alles2Null
Twitter-Faces
eigentlich geht es nicht um Twitter. Twitter ist lediglich das Kontaktmedium. Um einzelne Nutzer herauszugreifen und sie vorzustellen. Über ein “fließendes” Interview, das nicht vorab festgelegt wird. Warum? Weil ich neugierig bin? Das reicht mir schon als Begründung für Dritte aus. Weil das Netz dazu wie geschaffen ist, den Erstkontakt herzustellen. Sollte mir das gefallen, was von den ersten Anläufen abhängt, werde ich das regelmäßig machen. Das Interview werde ich dann aufs Blog stellen. Fragen von Dritten zwischendurch über Hashtags? Sollte machbar sein. Ich muss auch hier sehen, wie man das so organisieren kann, dass man nicht uU untergeht beim 1:1 Interview, was im Fokus steht.
Also schauen wir, wer als Erster oder Erste malt.
Update: Bingo, erledigt. So schnell geht das. Habe @ich_unterwegs befragt, eine Person, die viel herumgekommen ist. Ihr könnt das über das Hashtag #speedtweet nachlesen (leider umgekehrt chronologisch sortiert).
Tagesschau.de: geflasht-geslidete News
interessantes Konzept, erinnert ein wenig an Boston.com’s Big Picture. News in vertonten, großformatigen Bildern, garniert mit Flash-Technik. Leider habe ich außer dem Linkhinweis von Markus Merz nicht viel mehr herausfinden können. Ist es ein einmaliges Experiment? Wird Tagesschau dieses Konzept dauerhaft als verlängerten Informationsarm für TV-Beiträge nutzen? Seit wann gibt es diese Seite?

