die fünfte re:publica ist vorbei, für mich war es wohl die vierte re:publica, da ich mich nicht erinnern kann, auf der ersten anno 2007 mit dabei gewesen zu sein. Das mit dem Erinnern ist so eine Sache auf diesem Event in Berlin. Ich erinnere mich sehr gerne an die Summe eines Gefühls aus den vielen Treffen und Gesprächen mit Konferenzteilnehmern zurück.

An die bunte Mischung aus fast schon unzähligen Sessions, einer breiten Mixtur von Gelaber über Infotainment bis hin zu Entertainment, werde ich mich Wochen und Monate später kaum noch erinnern können. Die re:publica ist letztlich wie eine Art orientalischer Basar. Einmalig in dieser Form in Deutschland, wenn es um Internetkonferenzen geht. Man schnappt hier und dort was auf, aber vor lauter Waren, die feilgeboten werden, bekommt man kein Metabild. Sprich, etwas Konkretes nehme ich nicht mit.

So könnte ich kaum sagen, was „die da“ wirklich „insgesamt“ interessiert, was momentan „hyped“, was die großen Trends sind, was sein wird. Fachlich bleibt die re:publica genauso schwammig wie die Summe der Waren auf einem Basar. Eine Bemerkung am Rande, für mich nicht sonderlich wichtig, aber es fällt auf: Man bemüht sich orgaseitig fast schon krampfhaft, einen gesellschaftlichen Nutzwert herzustellen und zu manifestieren. Das macht sich gerne in der Vielzahl an politisch-gesellschaftlich getriebenen Sessions bemerkbar. Das scheint der re:publica annähernd gelungen zu sein, dieses Bild zu senden, wenn man sich die Presseberichte durchliest. Die gesamtheitlich aber fast schon verzweifelt nach Konkreten suchen :)

Für mich gilt: Jedes Barcamp bietet fachlich aufgrund der ausgeprägteren Interaktivität in den Sessions meiner Meinung nach weit mehr Einblicke in die Köpfe der Menschen. Man lernt mehr und nimmt mehr mit. Letztlich bleibt sich die re:publica aufgrund der breiten Mischung an Themen treu. So bleibt die old:publica für mich ein klasse Event mit einem sehr hohen Socializing-Faktor, einem geringen Infonutzwert und einem hohen Entertainment-Faktor. Ich freue mich aufs nächste Klassentreffen 2012.

Wenn Euch Blogbeiträge zur re:publica interessieren, findet Ihr einen super Sammlung auf „offensichtlich„. Und visuelle Eindrücke findet Ihr z.B. auf dem ShadowBlog.

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