aus einem spontanen Gedanken heraus, habe ich an meine letzten 7 Jahre Netzpräsenz gedacht, was das wohl an bildhaften Spuren hinterlassen hat (warum 7 Jahre? Ganz einfach, seit 2002 bin ich wesentlich intensiver im Netz unterwegs gewesen -dem ersten Jahr meines Nicht-Mehr-Angestelltendaseins-, und 2003 hatte ich mein erstes Blog aufgesetzt). Wo sonst als auf Flickr könnte man nachschauen. Interessanter Randaspekt: Hatte nie eigene Fotos von mir hochgeladen, da ich dazu nie den Drang verspürt hatte, mich im Netz groß zu verewigen. Nennen wir es mangelnde Eitelkeit. Was ja schon in sich widersprüchlich ist, wenn man nach seinen Bildspuren sucht. So mag es nicht verwundern, dass die Bilder meistens mit irgendwelchen IT/Web-Events zu tun haben. Denn Webafficionados schießen gerne Bilder und laden sie auf Flickr hoch.

Und jedes Bild weckt eine kleine Erinnerung an den Ort, den Anlass und die Menschen, die einen umgeben hatten, die man womöglich auch noch näher kennengelernt hatte. Wie eine Art Diaabend mit sich selbst. Ein komisches Gefühl von Zeit, das dabei einen beschleicht. Mag daran liegen, dass man Stück für Stück älter und möglicherweise mit jedem weiteren Jahr intensiver zurückdenken wird? Ich hoffe nicht, nicht in Wehmut, sondern im vollem Bewußtsein, das Geschehene mit allen Höhen und Tiefen genossen zu haben, thats life in itself:) Und wie ich schon einmal auf meinem alten Blog sagte, möchte ich gerne an dem einen letzten Tag sagen können „it was a fucking great life„, ob nun ein Priester neben mir steht oder nicht:)) Die eine Hälfte habe ich schon mal einigermaßen gut hinbekommen für ein i-w-a-f-g-l. Ich habe richtig viel Scheiße gebaut, aber auch richtig viel Gutes getan. Eine passable Mischung, so wie es sein sollte. Wer mag schon Sonnenschein den ganzen Tag. Nur Sonne wäre mir persönlich zu langweilig. Zu unaufregend. Zu wenig herausfordernd. Und wenns zu sonnig wird, trägt man dafür Sorge, dass es dunkler wird, bewusst oder unbewusst. Ganz so, als würde man das Schicksal herausfordern und sagen „komm her, spiel mit mir, verdammt“. Und das Schicksal lässt sich nicht lange bitten, es schlägt hin und wieder richtig schmerzhaft zurück, dann wieder streichelt es einen sanft vor sich daher.

Laberrhabarber… warum erzähl ich das eigentlich? Keine Ahnung, ab zu den Bildern in loser Reihenfolge:
# In einem Schloß irgendwo im Kreis Odenwald, Name habe ich vergessen. Langhaarige, bombenlegende Grinsebacke mit aufgesetzten Hörnern.

# Zusammen mit dem schönsten Podcaster Deutschlands beim Betrachten einer FLip-Cam (?). Ich denke, eines der super seltenen Ereignisse, wo ich in einen Anzug geschlüpft bin und mich bisserl schicker herausgeputzt hatte. Müsste die letzte OMD-Messe in Düsseldorf gewesen sein.

# Auf dem Barcamp Köln mit der Blog-Lady „fasten your seatbelts“(Ösi). Komisch, dass ich mich an ihren Blog-Namen erinnere, nicht mehr aber an ihren eigentlichen Namen. Obwohl wir uns auf der re:publica vor zwei Jahren anregend unterhalten hatten. Wir saßen zusammen auf einer Bank im Innenhof der Kalkscheune. Bei strahlend blauem Wetter. Und kann mich noch gut an den Gesprächsinhalt erinnern. Namen sind Schall und Rauch?!

# Daran erinnere ich mich gerne zurück. Die Blog-Open 2008 in Serbien. Für mich als Ex-Kroate war es eine große Ehre im ehemaligen „Feindesland“ die Blog-Welt aus meiner Sicht mit erklären zu dürfen. Das wäre dort vor 10 Jahren völlig undenkbar gewesen, wenn es denn damals Blogs gegeben hätte. Die Zeit heilt, langsam, aber sie heilt. Man muss nur lange genug an die Zukunft glauben. Was zwar die Toten nicht mehr interessiert.. doch, es hatte eine Sinn, dass sie gestorben waren, damals für Nichts, heute ergibt es einen Sinn. Den Sinn, der den Lebenden den Weg zeigt.

# Draußen an der Uni „Irgendwas“ (i’m sorry, mein Gedächtnis) anlässlich des Barcamps Bodensee, einem der wohl landschaftlich schönsten Events, denen ich je beigewohnt habe bisher. Direkt am Bodensee einen Steinwurf entfernt gelegen. Und ich Depp hatte meine Badehose nicht mitgenommen, nur weil es hieß, das Wetter würde schlecht sein. Neben mir sitzt die famose Kirstin „Mostnase“ Walther. Besser bekannt als Saftbloggerin. Und ich bin ziemlich happy, dass ich eigentlich nur wegen der Bloggerei diesem Menschen begegnen durfte. So wie vielen anderen Menschen.

# Reden schwingend bei einem Webmontag in Frankfurt. Ich glaube, ich habe dort über die alles verändernde Zukunft der „Fabber“ bzw. „3D-Printer“ gesprochen, die ganze Industrien zu Fall bringen werden, wenn sie denn eines Tages die Massen erreichen werden. Sie werden.

# Ein Ich-Weiß-Nicht-Wo-Ort, zusammen mit einem Menschen, der mir über die Blog-Jahre hinweg und über die zahlreichen Begegnungen ans Herz gewachsen ist. Oliver Gassner. Der ganz vorzüglich beim Schlafen so gut sägen kann, dass sich wortwörtlich die Balken biegen. Man muss sich schon verdammt gut anstrengen, um auf gleicher Lautstärke zurückzusägen. Wenn es jemals einen Schnarchwettbewerb gegeben hat, dann diesen:))

# Das Foto ist auf der re:publica vor zwei Jahren entstanden, links Oliver Ueberholz (Mixxt.de) und rechts Mike Schnoor. Den Mike habe ich als Blogger kennengelernt, dann als „Sevenloader“ und später als werdender und heute glücklicher Vater. Lebenswege begleiten bzw. verfolgen… ein schöner Gedanke.

# Auf dem Wordcamp in Jena. Scheine wohl zu checken, ob dem kleinen Jungen (unbekannt) das XL-Shirt passt, statt es sich selbst über seinen fetten Bauch zu legen:) Worcamp Jena… daran werde ich noch lange zurückdenken. Nicht nur, weil Matt Mullenweg etwas präsentiert hatte, das mein gedankliches, werdendes Buzzriders-Konzept gewissermaßen bestätigt hat. Ob es wegweisend sein wird, werde ich erst Jahre später wissen. Ungewiss ist die Zukunft, schön;)

# erneut das Barcamp Bodensee, in einer Session von Sonntagmorgen (rechts Till Achinger, einer der beiden Gründer und Macher). Woran erinnert mich das Bild? An meine Faszination gegenüber Menschen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und formen. Das wird mich wohl nie loslassen.

# dieses Foto entstand in einem Hotel in Paris. 2006. Neben mir sitzt Juan Valera, ein in Spanien bekannter Blogger. Was haben wir da getan? Wir waren zum Start von France24 eingeladen, einem jungen TV-Nachrichtensender. Was mich am meisten faszinierte? Aufbruch, aber auch erneut die Menschen, aus verschiedenen Ländern der Welt (Andrew Baron von Rocketboom, zwei französische Blogger, aus Italien, aus Holland, aus Jordanien, aus…). Ach ja, dazu gibt es sogar eine Probeaufnahme im Studio. Was habe ich da eigentlich erzählt? Listen (das war übrigens die Zeit meiner Harry Potter Brille;):

# ein CeBtit-Foto, anno 2007. Da gab es noch kein Webciety, sondern eine Art von Mini-Barcamp. Mitten in einer Halle X unter den Besuchern, so war auch der Zulauf zwar groß, aber flüchtig. Flüchtig ist das, was ich eigentlich nicht mag.

# zum Abschluss was zum Schmunzeln, habe zweimal hinschauen müssen, wer das ist. Ich? Ich? Ehrlich? Rischtisch laaaange Haare, wo ist die Brille, warum dieser Strand, warum so nass? Ein nasser Basic? Wann war das? 2005? Wie die Zeit vergeht, Kinder:)

So, das soll langen, schönen Sonntag noch!

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