schön schräge Gerichtskomödie: Ein Waffenproduzent will einem Journalisten verbieten, den Begriff „Streumunition“ zu verwenden, um eines ihrer schönen Waffen zu beschreiben. Denn „Streumunition“ wurde im Oslo-Abkommen 2008 untersagt und das Verbot von 100 Staaten unterzeichnet. Also stellt der Waffenproduzent eben nicht mehr „Streumunition“ her, sondern eine „Punktirgendeinenscheiß“-Waffe. Womit das Unternehmen weiterhin seine Streuwaffen produzieren kann, die eben nicht gestreut punktuell, sondern punktuell gestreut töten:)) Wenn ein Journalist demnach deren Waffe als „Streumunition“ bezeichnet, darf man das rein taktisch nicht durchgehen lassen. Ist sich eine rein taktische Geschichte, hat mit dem Tötungsgeschäft nix zu tun. Der Mensch braucht Waffen, um sich zu beschützen, und es gibt eben Unternehmer, die diese Nachfrage befriedigen.

Ganz ehrlich? Lieber sage ich bei einem IHK-Treffen, dass ich Pornoproduzent als Waffenproduzent bin, oder beim Elternabend:) So müssen sich die Leute nicht schämen, mein Hand zu drücken, wenn man sich begrüßt (*spielt mit dem Gedanken, wie man zu so einer Entscheidung kommt, in ein bizzares Menschengeschäft einzusteigen*).

Siehe TAZ zur ganzen Story

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