Interview mit Faktor 3 zu ihrem neuen Kunden Microsoft
Microsoft Deutschland hat erst kürzlich bekannt gegeben, dass man von nun mit einer neuen PR-Agentur zusammen arbeiten wird: Faktor 3. Da Microsoft eines der führenden und taktangebenden IT-Unternehmen in D ist, ist das natürlich ein Riesending für Faktor 3. Andererseits spannend zu hinterfragen, wie es mit der “Social Media”-Aktivität aussieht. MS ist dahingehend sehr rege – natürlich insbesonders im Heimatland USA – und gegenüber deutschen Großunternehmen ein ganzes Stück weit voraus, was die Öffnung gegenüber diesen Möglichkeiten angeht.
Anbei das Interview, erhofft Euch zu Beginn dieses Geschäfts keine Tiefeneinblicke, die werde ich mit der Zeit näher beleuchten, wenn sich beide Unternehmen aufeinander eingespielt haben und erste Ergebnisse vorweisen. Interessant war übrigens das Reply auf meine Mail-Anfrage. Es kam über einen Tweet von Heiko Lammers rein. Neue Welt, lobe ich mir.
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1. Microsoft hat Euch den Auftrag. Könnt Ihr kurz beschreiben, was diese Aufgabe inhaltlich bedeutet?
Volker Martens, Vorstand FAKTOR 3:
FAKTOR 3 übernimmt als Kommunikationsagentur ab sofort für Microsoft Deutschland die PR-Kommunikation der Corporate-, Consumer- und Business-Themen.
2. Welche Rolle spielt für Euch dabei Social Media, war und ist das ein Faktor in Euren Augen, Microsoft auch dahingehend zu unterstützen?
Volker Martens:
Social Media spielt in der gesamten Kommunikation von und für Microsoft Deutschland eine immer wichtigere Rolle – und daher werden wir als FAKTOR 3 Microsoft selbstverständlich auch in allen Social Media Themen strategisch und kreativ unterstützen.
3. War das auch ein Faktor für Microsoft, Euch zu wählen?
Volker Martens:
Social Media ist ein sehr wichtiges Kommunikationsthema, in dem Microsoft sowohl auf internationaler aber auch auf nationaler Ebene bereits seit langem aktiv unterwegs ist. Im Rahmen der Neuausschreibung haben wir versucht, Microsoft Deutschland neue Anregungen und Ideen zum Ausbau dieses Engagements zu präsentieren. Diese sind vom Microsoft Team sehr positiv aufgenommen worden – insofern war dies auch ein Argument für die Auswahl von FAKTOR 3.
4. Seht Ihr einen zunehmenden Bedarf für Unternehmen, der wachsenden Rolle des Internets und damit möglicherweise einhergehenden Umstellungsanforderungen im Bereich PR gerecht zu werden?
Volker Martens:
Aktuell zu Microsoft Deutschland kann ich wirklich nur sagen, dass dort dieser Wandel fest verankert und auch schon gelebter Alltag ist. Grundsätzlich sehen wir einen Wechsel in der Kommunikation vom klassischen Sender-Empfänger Modell zu einer „Adaptive Communication“, bei der ein permanenter Austausch mit der gesamten Öffentlichkeit statt findet.
5. Wo seid Ihr (FAKTOR 3) in dem Bereich Social Media selbst unterwegs, als Agentur Faktor 3?
Volker Martens:
Action speaks louder than words – schau Dich um, was vor allem unsere Kunden im Web und im Social Media machen – zum Beispiel pizza.de, Fanta oder Dräger.
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Nach Eingang der Antworten habe ich nochmals nachgehakt und gefragt, wo und wie intensiv Faktor 3 selbst im modernen Web unterwegs ist, außer dem Twitter-Account von Heiko und einer Facebook-Page von FAKTOR 3 habe ich nichts finden können auf die Schnelle. Schauen wir mal, ob dazu eine genauere Antwort reinkommt.
Die nächsten beiden Interviews werde ich nach einiger Zeit erneut mit Faktor 3 führen und vorher mit der Microsoft Deutschland Geschäftsleitung. Speziell werde ich auf das Thema Unterschiede in den Social Media Kommunikationsmaßnahmen zwischen der Consumer- und Business-Welt eingehen. Warum nicht klassische PR beleuchten? Ich finde das langweilig. Warum dann aber so auf SM herumreiten und warum Microsoft? Was die Großen vorturnen, hat Signalwirkung auf die gesamte Branche, ganz einfach. Und das Thema – Faktor 3 nennt es Adaptive Communication – Kommunikation mit allen Stakeholdern via Netz steckt noch immer in den Kinderschuhen.
warum ist Microsoft so scharf auf den eigenen IE Browser?
Wie angesprochen war ich am letzten Freitag in München zu Besuch bei Microsoft. In einer Gruppe von rund 10 Eingeladenen hatten wir das einstündige Vergnügen, uns mit Bill Veghte (ausgesprochen “bill vechtie”, verantw. für Windows und Windows Live, 3./4. Mann bei MS Corp.) zu unterhalten. Zusätzlich konnten wir vorher und nachher mit in D ansässigen Verantwortlichen sprechen. Zentrales Thema war die Einführung von IE 8 und auch dem erodierenden Markanteil gegenüber Firefox, der in D angebl. von 35% (FF-Browser Anteil) aller Internetuser genutzt wird. MS, danke für die Einladung, hat Laune gemacht und die Gespräche waren spannend!
Nun zur Gretchenfrage: MS verdient mit Windows und Office seine Brötchen. Das Internetgeschäft ist neben Services und der XBOx ein weiteres Standbein, doch sind alle soweit ich weiß, defizitär. Was soll also MS mit dem IE und warum machen die so einen Wind darum? Annahmen? Legt mal los.
Ich werde nachher die Überlegungen eines MS-Kenners ergänzen, warum MS so wild drauf ist, dass der IE weiterhin der dominierende Browser bleibt;)
Update: Ich danke Euch für Eure Einschätzungen, einige hatten ja schon den richtigen Riecher. Anbei die Einschätzung des MS-Kenners, was er dazu meint, warum MS immer mehr Wert auf den IE legt und wohl auch legen wird:
Es gibt natürlich viele Gründe, der wichtigste ist strategisch gesehen folgender: Ein Internet Browser ist für die meisten Leute der Einstieg in das Internet. Dementsprechend ist die Kontrolle des Einstiegs super wichtig. Die Startseite bietet den Konzernen die Möglichkeit, ihre eigenen Internetdienste und Strategien prominent zu fördern. Und die Marke zu stärken. Im Microsoft Fall sind dies MSN, Live-Dienste und Sharepoint. Bei Google sind das Google Apps und AdSense, bei Mac natürlich die i* Strategie. Die Browser sind für die Nutzung der Dienste optimiert. Alle möglichen Erweiterungen sind natürlich integriert und die eigene Plattform wird dadurch gestärkt.
Ein eigener Browser vermeidet auch die Vermarktung anderer Angebote. Google versucht mit Chrome, Adobe Flash und MS Silverlight zu stoppen, da dadurch sonst die Ad-Sense Umsätze flöten gehen würden. Wenn zB Google zulässt, dass Desktop-Applikationen genutzt werden und Flash / Silverlight Frontend-Technologien werden, dann fehlt die Grundlage für die Vermarktung und Google muss die gesamte Strategie umstellen.
Das ist der Grund, weshalb alle Konzerne eigene Innovationen, sprich Dienste und Applikationen = sprich Browser, voran treiben.
Die Kristallkugel von Microsoft
ein Trendvideo von MS:
war am Freitag im HQ MS in München und werde noch was dazu schreiben. Warte noch auf eine Mail wegen Zusatzinfos. Es ging im Wesentlichem um den neuen IE 8. Und Microsofts Sorgen, den hohen Marktanteil von FF (35%) in D irgendwie in den Griff zu bekommen:)
via Werbeblogger
XTopia Kompakt
gestern habe ich bei Microsoft/München Steffen Ritter getroffen, der heute Geburtstag feiert. Glückwunsch und alles Gute!
Normalerweise ist das keine News fürs Blog hier, aber wegen Deinem Geburtstag weise ich mal drauf hin, was Du aufgezogen hast. Es handelt sich um eine Veranstaltungsreihe, die in 6 Städten abgehalten wird. Nähere Infos finden sich auf der Xtopia Kompakt Seite. Beginn ist stets um 17:00 Uhr, Ende um 22:00 Uhr.
* 07. April 09, München
* 14. April 09, Karlsruhe
* 17. April 09, Hamburg
* 11. Mai 09, Köln
* 12. Mai 09, Berlin
* 20. Mai 09, Frankfurt
Thema? Microsoft Surface/Multitouch, Windows 7, Internet Explorer 8, Windows Live Services, Silverlight, … “sowie direkt aus dem Leben gegriffene Erfahrungsberichte von Agenturen und Softwareherstellern, spannende Gastvorträge und hilfreiche Informationen, u.a. zur Frage wie Agenturen und Webdienstleister mit Microsoft Visio Zeit und Geld sparen können.”
Wenn Du noch den Surface Table organisieren kannst, cool;)

