Am 10.11.10 steigt das zweite Convention Camp in Hannover, organisiert von w3design, T3N und dem Institut für Marketing und Management. Auf der Party zum fünfjährigen Bestehen von T3N hatten Nicole und ich die Gelegenheit, uns mit Ingo Stoll – dem Hauptorganisator des Events – über eine mögliche Session auszutauschen, die im besten Falle alle Teilnehmer mit einbindet. Da wir bereits einige Ideen mitgebracht hatten, konnten wir uns recht schnell auf die folgende Idee einigen:

Das Wort “liken” ist mittlerweile beflügelt durch den Facebook-Hype und bekommt eine eigenständige online-Bedeutung. Wir liken alles mögliche mittlerweile. Und, es trägt zu einem Stück weit zum sozialen Status eines Users bei, möglicherweise aufgrund der intensiveren Nutzung des Netzes immer stärker. Was wäre also, wenn man es weiter denkt und sich die Teilnehmer der Konferenz direkt untereinander liken und sogar disliken könnten? Im Rahmen eines sozialen Experiments?

Wie kann man sich das genauer vorstellen?
Auf dem Convention Camp werden alle Teilnehmer naturgemäß ein Badge erhalten. Auf dem Badge ist eine ID enthalten, die für Dritte sichtbar ist. Die Teilnehmer werden via Handy eine spezielle URL aufrufen können, sich einloggen und dann die Gelegenheit haben, Dritte anonym (!) zu liken oder aber zu disliken. Umgekehrt kann der Teilnehmer seine eigenen Like/Dislike Statistiken abrufen. Aber nicht die Statistiken anderer Teilnehmer aufrufen können.

Die Ergebnisse werden in einer Session präsentiert
Session: 16:45 – 17:30, Raum “Continental Forum”
Wir werten die Daten dazu aus und werden parallel Interviews mit den Teilnehmern führen (eine Frage wird z.B. sein, ob es das eigene Verhalten beeinflusst hat). Beides zusammen, die Datenauswertung und die Interview-Ergebnisse werden auf einer Session am Nachmittag präsentiert. Wichtig: Wir erfassen nicht die Namen der Personen, werten auch nicht auf Personenebene aus, wir werden ebenso wenig einzelne IDs auswerten (hier: statt anzugeben, welche ID die meisten Likes/Dislikes hat, werden wir lediglich sagen, dass der TopScore X Likes und Y Dislikes beträgt).

Reaktionen auf dem Almcamp
Nicole und ich haben auf dem Almcamp über die Idee gesprochen. Und die Reaktionen waren fabelhaft. Heißt, es hat zu sehr regen Diskussionen geführt. Nach der Session haben die Teilnehmer was gemacht? Sie haben ihren Arm ausgestreckt, die Schulter ihres Gegenübers berührt und “like/dislike” ausgerufen. So wissen wir seitdem, dass es definitiv keine langweilige Idee ist :)

Wer setzt die Idee um?
Wir konnten als Sponsor SharpMind gewinnen, die in Frankfurt ansässig sind. Es handelt sich dabei um eine kompetente Agentur mit exzellentem Know How im Bereich mobiler Entwicklung. Dahinter stehen die beiden Inhaber David Wasser und Marco Stolze. So sagt David über sich selbst: “David Wasser hat Software für nahezu jedes Gerät unter der Sonne entwickelt und ist ein ausgezeichneter Architekt und Projektleiter“. Da ich David persönlich kenne, kann ich das nur bestätigen. Sprich, wir sind stolz und froh, einen solchen Partner gewonnen zu haben.

Wie geht es weiter?
Wir werden natürlich über unsere Erfahrungen und Ergebnisse berichten. Ebenso werden wir die Daten anonymisiert zur Verfügung stellen. Bereits auf dem Almcamp kam mehrfach die Frage auf, ob wir die App nicht auch anderen Events zur Verfügung stellen werden.

Und weiter gehts mit Nicole: Convention Camp Hannover 2010 Session Like or Not



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