Bit.ly Stats
ich benutze für Twitter den URL-Shortener “Bit.ly“. Anbei die Stats für die letzten 30 Tage, falls es jemanden interessiert.

- zu “direct” gehören Twitter-Apps, Chat- und Mailclients, aber nicht:
- zu den “registered apps” gehört “Seesmic” und “Tweetdeck”

Ergo?
Die meisten Clicks werden außerhalb von Twitter.com generiert (da wohl via twitter apps). Was sich auch zeigt, dass das Übertragen der Tweets in Facebook nicht unbedingt für viele Clicks sorgt (meine Tweets schieße ich nicht ein, es sind die von Dritten, allerdings weiß ich nicht, wer meine bit.ly Links auf Facebook übertragen hat, daher schwierig, effektiv dazu etwas zu sagen). Bit.ly verzeichnet via Facebook lediglich 87 Clicks (1%).
Und was auch klar sein dürfte, wenn man es um die Ecke für Blogger denkt, die twittern: Mit Google allein könnte man via Blog, das noch recht jung und auch wenig bekannt ist, bei Weitem nicht diese Anzahl Besucher generieren. Gegenüber den eigenen Aktivitäten auf Twitter. Ob man nun dort viele Follower hat oder aber retweetet wird.
Ratschlag für Jungblogger: Use Twitter!
Update: zur Klickquote etwas
Am Freitag habe ich 5 bit.ly Links gepostet, diese wurden 553x angeklickt (zw. 09:00-18:00 Uhr), was bei ca. 4.800 Followern eine Klickquote von 1,16% ergibt, um genau zu sein :)
Touché
folgendes ist passiert, das mir das Salzwasser ins Auge getrieben hat:
Ein Nachbar hat sich von mir helfen lassen, einen neuen Kühlschrank in seine Wohnung hochtragen zu lassen. Er hatte mir Kuchen und Kaffee als Dank versprochen. Nachdem das erledigt war, bin ich wieder in meine Wohnung. Kurze Zeit später klingelte es an der Haustür. Der Nachbar streckte seine Hand aus, er wollte mir Geld geben zum Dank. Um die 50 Euro müssen es gewesen sein!!
Oups, ich hatte das dankend abgelehnt, das konnte ich nicht annehmen. Zumal es ihm finanziell nicht sonderlich gut geht. Ich schloss die Tür wieder und musste heftigst schlucken. Einige Wochen zuvor war er der Einzige, der mir bei Eiseskälte geholfen hatte, in die verschlossene Wohnung zu kommen (Schlüssel vergessen…) und meine Kinder zu sich genommen hatte, so lange bis der Schlüsseldienst kam. Die anderen Nachbarn hatten nix dergleichen getan, obgleich ich um Hilfe gebeten hatte.
Gretchenfrage: Wie kommt es, dass Menschen, die nicht viel haben, so großzügig wie auch hilfsbereit sind, während die anderen -so meine Erfahrungen-, denen es gut geht, geizig sind, so gut wie nicht helfen und Angst haben, ihren Wohlstand zu verlieren??? Wer wenig hat und dennoch gibt, das ist für mich weitaus menschlicher und beweist Größe.
Deutsche Blogs auf dem Stand vor 2006 angekommen?
Ich habe mir das Späßle gemacht und in die Deutschen Blogcharts Archive reingeschaut. Zur Erklärung: In den Charts werden die 100 am meisten verlinkten Blogs gelistet, die innerhalb eines halben Jahres von anderen Blogs am meisten verlinkt wurden. Jens Schröder erstellt diese Charts auf Wochenbasis seit 2006 und archiviert die Charts.
Ich habe den Stand zum Beginn eines jeweiligen Jahres (Januar 2006, 2007, 2008, 2009, 2010) zu Grunde gelegt (siehe Archive). Und die Anzahl der Links pro Blog aufsummiert. Beispiel Januar 2010:
1. Netzpolitik: 1.133 Links
+ 2. Spreeblick: 795 Links
+ …
+ 100. Radio Utopie: 84 Links
= Summe Links
Was ergibt sich für ein Verlauf seit Januar 2006?

Antwort: Die Blogs aus den Top 100 Charts sind auf Basis der Verlinkungen innerhalb (!) der Blogosphäre auf dem Stand vor 2006 angekommen (ältere Daten liegen mir nicht vor). Vor 2006! Hallo? Vornweg: Ich leite aus dieser Entwicklung der Top 100 Charts auf die gesamte, deutsche Blogosphäre ab. Ältere Analysen von Themenblogs außerhalb der Top 100 Charts zeigen nämlich ähnliche Bilder auf.
Wieso Links, was ist daran so wichtig, außer dem SEO-Gedanken?
Luca hat mich via Kommentar auf eine Blog-Parade von Blögger.at verwiesen, in der auf die Rolle der Links eingegangen wird. Zitat:
Wir leben in einer Zeit, in der Aufmerksamkeit als Währung dient und Links ein wertvolles Gut sind. In der Blogosphäre übernehmen sie die Rolle eines Verkehrsnetzwerkes, das Leser zu weiteren Informationen und Wissen hilft indem es Verbindungen zwischen den Beiträgen erzeugt. Dennoch hat die Kultur des Verlinkens unter Bloggern abgenommen.
Analyse
Wir hatten den Peak im Jahr 2008 erreicht. Seitdem geht es stetig bergab. Ist das was Schlimmes? Abwarten. Erst einmal die Gründe, die vielfältig sind:
1. Mit Aufkommen modernerer Social Networks wie Facebook und Twitter haben sich Verlinkungen auf diese Seiten wohl zu einem guten Teil verlagert. Es ist heute ein Leichtes, via Status-Update Quellen zu nennen. Früher hatte man stattdessen was zur Verfügung? Blogs oder aber die Foren. Linkzählmaschinen wie Technorati oder Icerocket (das Jens mittlerweile benutzt, um die Charts zu erstellen) analysieren rein die Verlinkungen aus Blogs heraus, nicht aber auf Twitter oder anderen Social Networks. Hier muss der Mechanismus erweitert werden, um die tatsächliche Gesprächssphäre abzubilden und um die angenommene Verlagerung -von wo aus verlinkt wird- aufzuzeigen! Beispiel: Eines der bekanntesten Blogs weltweit, Mashable.com, generiert extrem viele Retweets (teilweise weit über 1000). Dies bildet Icerocket jedoch nicht ab!
2. Mein gefühlter (!) Eindruck ist, dass mit dem Aufkommen des “Status Updates”-Mechanismus und auch sehr einfach zu bedienender Blogsysteme wie Posterous und Tumblr die Gesprächsfaulheit angewachsen ist. Es handelt sich mehr um Fingerzeiggespräche, wenn man denn Tweets oder Posterous-Beiträge überhaupt als Gespräch bezeichnen mag. Die eigentlichen Gespräche, das Weiterführen von Gedanken und das Diskutieren per se scheint seit Aufkommen dieser WischiWaschi-Tools zwischen den Blogs abgenommen zu haben. Mehr noch, es riecht mir oftmals zu sehr nach “ich poste mal ein Status Update, um mehr Friends und Follower zu bekommen”, statt der Suche nach einem echten Dialog. Ganz nach dem Motto “ich zeige nur kurz was auf, die anderen sollen sich ihre Gedanken machen und gegebenenfalls äußern”. Das wäre in der Tat ein echter Rückschritt. Ein Fortschritt sind diese Fingerzeig-Systeme natürlich sehr wohl, tragen sie doch wesentlich zu einem schnelleren Fluß von Informationen zwischen den Nutzern bei. Wenn dem so ist, öffnet sich der klassischen Presse ein ganzes Feld von Deutungshoheiten, die sich um die Analyse kümmern. Blogs (mit welcher gesamtheitlich Reichweite auch immer) als neue und ergänzende Form der Deutungs- und Leitmedien verlieren damit per se an Kraft und Bedeutung. Sie sind damit schwächelnde Ankerpunkte.
3. Aufgrund der Vielzahl an Eifersüchteleien, schwachsinnigen Diskussionen ob der Rolle der A-Blogs und anderen Eitelkeiten ist es im Neiderland Deutschland sichtlich nicht möglich, kraftvolle, zusammen arbeitende Blognetzwerke (Blogger, die sich stetig austauschen, zusammen abstimmen) auf die Beine zu stellen, um eine Gegenöffentlichkeit zur zunehmend kostenorientierten Presselandschaft zu schaffen.
Ergo?
Ich kann es nur vermuten, dass sich das Bild der deutschen Blogosphäre abgeleitet aus den Top 100 Charts ähnlich verhält. Was im Großen passiert, wird auch im “Long Tail” passieren. Ich persönlich fände es extrem schade, wenn wir zunehmend mundfaul, stattdessen fingerzeigfreudig werden. Der Austausch von Gedanken trägt ungemein zu einer Weiterentwicklung der Gesellschaft auf allen Ebenen bei. Blogs als Ankerpunkte von Personen würden damit ihre potentielle Rolle verlieren, Menschen und damit Erfahrungen zusammen zu bringen und Entwicklungen zu fördern.
Updates:
- siehe Artikel “Welche Bedeutung haben Blogs in Deutschland?” auf Hingesehen.net
Social Gaming II.
Rob Vegas greift die Gedanken zum Artikel “Social Gaming: Bald Standard für alle Games?” (kurz: Computerspiele warten immer häufiger mit Connects zu Social Networks wie Facebook auf, woraus völlig neue Möglichkeiten entstehen) auf (via Kommentar) und zeichnet ein sehr lebendiges Bild, was möglich wäre:
Erstaunlich! Ich denke schon seit geraumer Zeit darüber nach und träume mittlerweile von einer ganz neuen Art von Spielen.
Bislang installierte man ein Spiel und spielte eine Runde, ein paar Stunden, oder auch online eine Partie.
Doch mittlerweile gibt es mobile Endgeräte mit Internetanbindung, Flatrates und Social Networks wie Facebook und Twitter.
Theoretisch könnte ich so einem Spiel beitreten, welches mehrere Ebenen des Spieles auf meinen Endgeräten ermöglicht und auch weiterläuft, wenn ich mich daheim am Rechner ausgeklinkt habe.
Ein Kriegsspiel, begonnen als Egoshooter am Rechner, welches mir Updates der Lage auf mein Handy schickt, Freunde/Mitspieler auf Facebook zu einem Einsatz schickt und mich via iPhone in der Bahn meine Strategie ändern lässt.
Mich erinnert das ein wenig an den Film “Wargame”. Der Computer spielt die ganze Zeit, meine Mitspieler zu unterschiedlichsten Zeiten mit ebenso unterschiedlichen Geräten. Bin ich dann bei einem Freund, so kann ich mit ihm auf seiner Konsole weiterspielen, oder kurz meine Truppen via iPhone ins Gebirge schicken und ins Kino gehen.
Für mich birgt es den Stoff eines genialen Spiels. Die Möglichkeiten sind jetzt schon vorhanden. Müsste nur für PC, Handy, Konsole, Facebook und iPhone gleichzeitig entwickelt werden.
Social Gaming: Bald Standard für alle Games?
Seit letztem Jahr ist zunehmend eine spannende Sache zu beobachten: Mehr und mehr Games erscheinen draußen, die einen Connect zu Facebook oder Twitter anbieten, um die Follower/Friends mit Nachrichten aus dem Game zuzuballern. Ob das nun die Übermittlung des Highscores ist oder aber eine andere Nachricht. Andere Games gehen zB so weit, dass man sich via Facebook zu einer kleinen Online-Runde treffen kann, um mit/gegeneinander zu spielen.
Wie war es “vorher”? Es gibt seit langer Zeit Möglichkeiten, Mitspieler zu finden, um via Netzwerk gemeinsam zu zocken. Nur, das geschah stets innerhalb des Systems. Nicht verbunden außerhalb des Spielsystems.
In meinen Augen stellt die Verbindung zwischen dem Spielsystem und Social Networks eine kleine Revolution dar. Und wird mit Sicherheit ein Standard für alle Games, die einen Netzwerkmodus anbieten. Das wiederum wird nicht nur führende Spielehersteller erfreuen, sondern vor allen Dingen gerade den Kleinen ungeahnte Chancen bieten (->Marketing!!!). Im Bereich “Smartphone”-Gaming (iPhone, Android) könnte es nicht nur angesichts der Zunahme dieser mobilen “Spielekonsolen” dazu führen, dass die Spielebranche immer weiter aufgemischt wird.
Netze
virtuelle Netze überspannen nicht nur das Internet, sondern reichen oftmals und gerne ins reale Netz. Diese simpel klingende Erkenntnis durfte ich gestern Abend erneut machen, auf dem Webmontag in Frankfurt. Ich traf dort einen Bekannten, mit dem mich mittlerweile drei Dinge über meine Netzaktivitäten verbinden, sozusagen. Und es geht nicht um simple, doofe Links:
1. Über das Barcamp Frankfurt, das ich 07 zusammen mit Franz Patzig via Web organisert hatte, lernte derjenige seine heutige Frau kennen
2. Sie sind Eltern geworden, ein zweites Kind ist unterwegs
3. Er hat aufgrund eines Beitrags auf meinem Blog einen neuen Job gefunden
Jetzt fehlt nur noch, dass ich die richtigen Lottozahlen auf dem Blog tippe und er kreuzt den Schein an:) Spätestens dann will ich meinen verdienten Kuchen und Kaffee:))
Vertrag ist Vertrag, was tun?
folgende Mail -siehe unten- hat mich erreicht, die ich beispielhaft veröffentliche möchte (habe Erlaubnis vom Absender). Sie steht stellvertretend für Mails, die mich im Rahmen von Euroweb (auf Basic Thinking damals darüber geschrieben) und anderen Firmen seitdem regelmäßig erreichen.
Das Prinzip: Eine Webagentur angelt sich via Vertriebler einen Geschäftskunden. Nicht selten wird unter der sogenannten “Refererenzkunden”-Argumentation der Kunde zum schnellen Abschluss bedrängt (grobe Gespräch läuft so ab: “Sie wären für uns ein Referenzkunde und erhalten daher unsere Leistungen kostenfrei bzw. günstiger, aber beeilen sie sich, ich habe noch andere Kunden, die dafür in Frage kämen. Wenn sie jetzt zusagen, kommen sie zum Zuge statt die anderen”). Manchmal wird auch darauf verwiesen, dass man “sowieso” schnell unterschreiben sollte, denn “man könne ja einfach so wieder aus dem Vertrag heraus”. Was im Geschäftsbereich Bullshit ist! So einfach kommt niemand aus Verträgen: Siehe Link zum Vertragsrecht. Was meistens in diesen Fällen passiert: Die Rechnung kommt nach Vertragsabschluss irgendwann dem Kunden zu, überraschend mehr als man dachte und verstanden hat. Eine Kündigung ist aber nicht drin. Obgleich die Summen klipp und klar im Vertrag standen! Manchmal in kleinen Monatsraten aufgeschlüsselt, aber fürs ganze Jahr auf einen Batzen bezahlbar. Oder der Vertriebler hat mündlich etwas anderes erzählt. Gibt hier genügend Varianten. Letztendlich hat der Kunde aber beim schnellen Handeln die genannten Summen und Zahlungsmodalitäten nicht genau nachgelesen.
Es gilt daher immer: Vertrag lesen, lesen, lesen, nachdenken, nachdenken, nachdenken. Je mehr der andere trommelt und um Unterschrift bettelt, umso langsamer sollte man es angehen lassen;)
Nun zum praktischen Fall, der von mir anonymisiert wurd:
Mein Bruder und ich sind eine kleines Architekturbüro aus [Stadt]. Wir haben auch nach dreistündigen Bereden einen Vertrag für 4 Jahre unterschrieben (Ich Idiot). Ich habe innerhalb von 24 Stunden die Kündigung geschrieben, aber es ist anscheinend zu spät, wie uns die Fa. [Webagentur xyz] mitteilte. Wir haben daher sofort einen Anwalt genommen, um da raus zu kommen, aber das gelingt uns nicht und wir stehen im Streit mit der Kanzlei [abc]. Diese würden bei Zahlung von 65 % vom Vertrag Abstand nehmen, dies sind jetzt aber auch mit Anwaltskosten ca. [+5.000 €]. Mein Anwalt will jetzt wissen, was mir machen sollen ? Einen Prozess führen oder den hohen Abstand zahlen? Mein Bruder und ich müssen uns jetzt entscheiden, wie es weiter gehen soll und wir sind verzweifelt. Können Sie uns helfen, was man machen kann oder es ob es einen Spezial-Anwalt dafür gibt? Für eine Antwort wären wir Ihnen überaus dankbar. Vielen Dank und hoffentlich bis bald.
1. Ich suche keinen Rechtsrat für die beiden, das ist nicht möglich, aus rechtlichen Gründen!!!
2. Wenn Ihr Tipps habt, wie man allgemein verfahren soll, dann bitte ich um einen Kommentar
3. oder per Mail an mich [robert.basic@gmail.com], wenn Ihr konkreter werdet, bspw. einen Rechtsanwalt benennen möchtet.
