here comes the rain again
geile Live-Version:
bei Zuckerwatte entdeckt
wo bekommt man vernünftige Käppies her?
gestern habe ich den Powerbookblogger in Minden besucht und er hat dabei dieses Pic geschossen (und nicht nur dieses):

Nu mal eine doofere Frage: Sehe ich langsam beim älter werden wie Obama aus? Ne.. Quatsch, die richtige Frage ist eben, wo man coole Käppies her bekommt, die eine vernünftige Qualität bieten? Würde die aus Werbezwecken statt mit “Cisco” (die habe ich vor zwei Jahren auf dem Barcamp FFM bekommen) mit “Buzz” besticken lassen.
Webmontag Hannover & Buzzriders
am 20.04.09 war ich auf dem Webmontag in Hannover, auf Einladung von Nicole (danke für die Einladung und Eure Mühen). Eins vorab: Die Location “DHC Hannover e. V.” (Deutscher Hockey Club) ist einmalig gut gelegen, mitten in einer ausgedehnten Grünfläche. Bei strahlendem Sonnenschein war das ein Genuss. Und überhaupt kam Hannover endlich, endlich besser rüber, als bei den grauen Cebit-Besuchen.
Und das auch vorab: Habe in Walsrode weit außerhalb von Hannover übernachtet, weil zu der Messe war und alle Hotels in und um Hannover ausgebucht waren, zudem irre hohe, unverschämte Messeraten nahmen. So bin ich eben auf das wunderschöne Landhaus Walsrode gestoßen. Mit einem wirklich schnuckeligen Zimmer. Und laut Eigentümer nimmt man bewusst keine Messeraten. Nicht, weil es einem schlecht geht, sondern man das Gebahren der anderen nicht mag.
Wie auch immer, der Webmontag war mit rund 50 Teilnehmern gut besucht. Wir durften dem Vortrag von Thomas Schwenke lauschen: “Rechtliche Fallstricke im Email-Marketing” (Blog + Vortragsfolien, sehr empfehlenswert!). Und “Wikis zum persönlichen Wissensmanagement” von Stefan Martens (Präsi auf Slideshare).
Videointerviews und Video zum Vortrag
Letzter Vortrag war dann meiner über Buzzriders. Normalerweise bin ich nicht mehr nervös vor Vorträgen, aber eine knappe Sekunde vor Start realisierte ich witzigerweise, dass ich nun eigentlich offiziell das Konzept erstmalig vorstelle, welche Richtung es gehen soll. Nach vier Monaten werkeln im stillen Kämmerlein. War für mich sowas wie der Startschuss. Interessant sind zwei Videointerviews dabei, vorab, denke ich: T3N und turi2. Das turi-Interview fand auf der re:publica vor drei Wochen statt. Man merkt die Unterschiede von “damals” zum jetzigen T3N-Interview, was das Vorgehensmodell angeht. Den Vortrag selbst und die anschließende Diskussion könnt Ihr Euch ebenso per Video anschauen (von Tuningmedia erstellt, 4 Teile, siehe Sidebar in YouTube oder gleich zur Playlist, dort werden die Videos in einem Rutsch abgespielt). Da wir eine Twitterwall benutzt hatten, kann man sich auch die Tweets dazu nachträglich anschauen.
Feedback in Blogs
Auf Rivva könnt Ihr etwas zu dem Feedback lesen. Allen voran: T3N Magazin, Handelskraft, Blogbar, Sprechblase
Was ist Buzzriders
Viele fragen, was denn nun Buzzriders werden soll. Konkret. Darauf gibt es eigentlich zwei Antworten: Grundsätzlich handelt es sich um das Bestreben, dem lokalen Leben und Erleben ein digitales Gegenüber anzubieten. Menschen ticken eben lokal. Sie kaufen lokal ein. Gehen lokal aus. Machen lokal Sport. Unterhalten sich auf lokaler Ebene. Kinder, Erwachsene, Mütter, Väter, Großeltern, Freunde, Verwandte, Bekannte, Nachbarn. Das, was wir bisher an Techniken und Gesamtlösungen im Netz anbieten, reicht mir nicht aus, um das Gefüge online genügend gut abzubilden und zu erweitern. Für mich gibt es keinen Zweifel mehr, dass der Mensch zunehmend das digitale Element nutzt, um sein Leben zu gestalten. Und er wird mit steigender Intensität das Netz für seinen lokalen Alltag nutzen. Einen Teil decken die Social Networks ab, einen Teil Mails und Chats, Foren und Blogs, usw. Doch den gesamtheitlichen Trend kann man aufgreifen und etwas anbieten.
So erfinde ich im Grunde nichts komplett neu. Ich mische es lediglich zu etwas Neuem zusammen, ob innovativ oder nicht, ist mir völlig schnuppe dabei. Es soll benutzbar sein, Spaß machen und auch Nutzen generieren. Soweit das Allgemeine. Mein Gefühl sagt mir, dass ich richtig liege, wenn ich parallele Bestrebungen beobachte, die immer dichter werden. Nicht nur in den USA. Ideen werden zu Konzepten, Konzepte zu ersten Experimenten, Experimente zu vollwertigen Produkten.
Buzzriders “in konkret und klickibunti”
Soweit der erste Teil der Antwort. Der zweite Teil der Antwort betrifft das Anfassbare, das Konkrete, das, was man online anklicken und bedienen kann. Es ist nicht gerade so, dass ich nicht genügend Ideen hätte, um ein fertiges Gesamtkonzept bis auf die feinste Detailierungsebene hinzustellen. Doch exakt das ist der Punkt: Gebe ich zu viel vor, schränke ich die Fantasie derjenigen ein, die sich bei einem offenen Vorgehensmodell so nicht mehr einbringen würden. Und verpasse dadurch möglicherweise im gemeinsamen Dialog andere Ideen aber auch sich durch den Austausch ergebende Ideen, die keiner von uns so bisher auf der Pfanne hatte. So gebe ich lediglich ein Grundgerüst vor, was genügend Freiheitsgrade zum Mitdenken erlaubt und anregt, jedoch auch Grenzen kennt (wir bauen kein Auto oder eine Getränkedose). Und werde stückweise meine konkreten Ideen einbringen, die imho einige nette Dinge bergen, die ausbaufähig sind. Die das Gesamtprodukt schärfen, vereinfachen und ausmachen. Der Teufel steckt im Detail btw;) Winzige Schraubendrehungen. Ideen sharen? Wie? “Klauen dann nicht die anderen”. Kann dieses Schrottargument nicht mehr hören. Wenn man zuviel Ideen hat, ist Sharing nie das Problemchen. Ideen sind per se kein Problem, “lediglich” die Realisierung und Ausführung.
Offenes Vorgehensmodell
Offenes Vorgehen? Die Firmengründung mit Mitarbeiterstamm, Aufgabenverteilung und Produktentwicklung bis zum Launch wird so nicht stattfinden. Vorher wird es mehrere Runden geben. Eines sind Gespräche mit möglichen Nutzern vor Ort, in verschiedenen Bundesländern. Um herauszukitzeln, was von den lokalen Alltagsfragmenten im real life digitalisierbar ist und sich ins Gesamtkonzept einbetten lässt. Ich nenn sie mal “Buzzkränzchen”. Kann gut sein, dass ich mich dabei auch an Euch wende, selbst welche zu veranstalten, um Feedback und Anregungen einzusammeln (gerade für interessierte Lokalreporter aber auch anderweitig Interessierte spannend, werde dazu Unterlagen vorbereiten). Es wird ein Buzzcamp in den nächsten 4-8 Wochen geben, wo alle eingeladen sein werden, die sich um die Lokalisierung des Internets gerne Gedanken machen. Interessenten, Wettbewerber, Kunden usw. Dort werde ich am Fallbeispiel Buzzriders die einzelnen Elemente noch konkreter vorstellen. Damit wir uns nicht immer nur im Trockendock bewegen, wenn wir Ideen und Erfahrungen austauschen. In der dritten Phase werde ich die Gründung eines offenen Softwareprojekts anzustoßen versuchen. Damit geht es um die Konkretisierung im softwaretechnischen Bereich. Und in der Phase 4 das Teambuildung angehen, nach geeigneten Personen suchen, die in der Firma Buzzriders mitarbeiten möchten. Nebst Zwischenschritten und Parallelprozessen. Die Kommunikation wird offen und hoffentlich nachvollziehbar sein. Sharing von Wissen und Erfahrungen liegt mir ebenso am Herzen bei der Gründung und im normalen Firmenalltag. Warum sollen Unternehmen nicht voeinander lernen? Warum sollen Kunden nicht hineinschauen dürfen? Für mich gibt es keine stichhaltigen Argumente, die dagegen sprechen. Das Netz macht vieles löchriger, auch Firmen. Gut so.
Next steps
Werde die nächsten Tage auf dem Mobilcamp Dresden sein, in die Zukunft des Webs reinschnuppern und mich dahingehend austauschen. Was mit Sicherheit Auswirkungen auf Buzzriders haben wird. An der mobilen Welt kommt keiner vorbei, der sich mit Lokalem im Web befasst. Und schrittweise die nächsten Schritte, Feedbacks aber auch konkreten Vorhaben beschreiben.
Rom in 7 Tagen
Anbei eine Randbemerkung: Ich erwarte keine Wunder, daher machen es mir Artikel wie auf Meedia.de nicht einfacher, wenn man von “lokales Internet revolutionieren” und “ernsthafter Rivale der mächtigen regionalen Zeitungsverlage werden” spricht, denn es weckt sehr hohe Erwartungen. Es werden unzählige, kleine Schritte sein, mit dem unbedingten Willen, ein vernünftiges Produkt hinzustellen, nicht große Schritte. Langer Atem und viel Geduld wie auch das Fehlerhandling werden entscheidend sein. Die Wahl der richtigen Leute aber auch der Orga des offenen Vorgehensmodells sind Herausforderungen. Ebenso die Überzeugung der Mitmachenden, die es zu wecken gilt. Und es gilt immer: Rom wurde nicht in 7 Tagen erbaut, ebenso sind Modelle auf Hypes hochgejubelt auf Sand gebaut. Zeit, Zeit und nochmals Zeit.
Wir werden schnell merken, ob die Grundausrichtung stimmig ist, darauf kann man dann bauen. Sonst muss man korrigieren und um Mauern herumdenken. Meine Einschätzung ist, dass wir erst nach rund fünf Jahren tatsächlich etabliert sind, denn ungefähr so lange brauchen Unternehmen bis zur Festigung. Nix für Ungeduldige und Menschen mit zu wenig Ausdauer. Doch die Vision treibt mich, dass eines Tages zig tausend Gemeinden eine brummende, lebendige Lokalseite vorfinden und darüber verfügen können. Ob es nun die Stimmen der Bürger bei der Newsproduktion sind, das Entdecken neuer Interaktionsmöglichkeiten, der lokale Handel Bürger-Bürger & Unternehmen-Bürger, touristische Informationen, Allerweltsinformationen, usw. Basierend auf einfachen Tools, nicht abertausenden, unübersichtlichen Klickwüsten.
Kontaktaufnahme
Zum Abschluss: Habe zahlreiche Mails bekommen, danke dafür. Werde diese in Ruhe abarbeiten. Und mich melden. Verweise gerne auf das kommende Buzzcamp, dann werden wir persönlich Zeit finden, uns auszutauschen. Werde es hier ankündigen, wann und wo genau. Ob angehende Lokalreporter mit Interesse, Profis aller Couleur, Wettbewerber, Geduld;) Liest einerseits das Blog hier und/oder Twitter. Da wird alles bis zum Startschuss stehen, solange ich nicht auf das buzzriders blog umschalte, was die Berichterstattung angeht. Danach wird hier wieder Ruhe einkehren, solange bleibt die Tür zu meinem privaten Wohnzimmer-Blog etwas offener.
ach ja, eins noch: Das Werden von Buzzriders soll nicht zur Zwangsjacken-Veranstaltung mutieren, nix mit zusammengekniffenen Pobacken, es soll Laune machen, das Leben ist ernst genug sagen manche, mag ja sein, aber man kann immer etwas mit Freude statt mit aufgeblasenen Trübsalbacken schaffen, auch wenns holpert und rumpelt.
Konzeptscreens
chase the dream not your weaknesses
Britain Got Talent heißt die englische Show, aus der letztes Jahr Paul Potts als Sieger hervorgegangen ist. Der spätestens seit der Telekom-Werbung jedem hier in D bekannt sein dürfte. Dieses Jahr scheint eine gewisse Susan Boyle die Nachfolge von Paul Potts anzutreten, wie gewissermaßen aus einem hässlichen, unscheinbaren Entlein ein Schwan wird, so sollte die Show viel eher heißen.
Susans Act:
Auf YouTube bricht das Video langsam aber sicher alle Viewrekorde. Und ein Artikel (!) in der NY Times.
Was mich übrigens dazu bringt, darüber nachzudenken, warum manche Menschen nicht an sich glauben. Und dazu muss man nicht mal auf irgendeiner Bühne von tausenden Menschen beklatscht werden, noch Uber-Talente haben. Nur ein wenig mehr Glauben in sich und die eigenen Stärken und auch an seine eigenen Schwächen, die man nicht ablehnen, sondern akzeptieren, mitnehmen und dran arbeiten sollte. Statt umgekehrt sich nur auf die Schwächen zu fokussieren und runterzumachen. Wie schreibt der User, der das Video auf Dailymotion hochgeladen hat, treffend: She embodies how hopes and dreams can be found in the most unlikely places and people. All we have to do is believe.
wenn die Timeline in Twitter Monokulturen erzeugt
wie hier, wenn zB Alex mit Twittertools für sein Blog experimentiert:

Dann muss man lediglich etwas geuldig sein und warten, bis sich das Blog-to-Twitter-Gewitter verflüchtigt:)))
Mother of All Funk Chords
mehr davon auf http://thru-you.com
Twitter ist blabla
meint meine Ex bei den ersten Schritten in Twitter. Und bei Dir, wie war das damals?
Buzzriders: Webmontag Hannover
auf dem kommenden Webmontag in Hannover werde ich das erste Mal etwas konkreter Buzzriders -und was inhaltlich dahinter steht- vorstellen. Nein, keinen Sourcecode oder dergleichen. Screens, Konzept und das etwas andere Vorgehensmodell beim Launch und Betrieb des Vorhabens. Nicole (die den Webmontag mit organisiert) hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte. Und da es langsam Zeit wird, habe ich zugesagt. Warum es länger gedauert hat? Weil ich in der Konzeptionsphase auf den Geschmack gekommen bin, keine halben Sachen zu machen, sondern gleich richtig und dennoch schlank bleibend. Man kommt von Weg zu Weg, von Abzweigung zu Abzweigung und muss dennoch das große Ganze im Blick behalten, ohne sich in einem Wust an “ach, das nehmen wir auch noch rein” zu verlieren. Die Kunst ist eher das Streichen denn das Ausbauen;)
Wer also Interesse hat, kann beim Webmontag vorbeischneien.
Dinge richtig tun wollen
heißt eigentlich nicht, dass man Dinge nicht falsch tun darf. Ohne sich falsch zu fühlen. Im Umkehrschluss heißt es manchmal, zuviel zu richtig tun zu wollen. Und ehe man es sich versehen hat, wird man verloren sein, bei diesem Streben, das man eigentlich nicht gewinnen kann, wenn man sich dahinkämpfen möchte. Man scheitert an sich selbst, weil man nur ein Mensch ist, der nicht geboren wurde, um perfekt ins Schwarze zu treffen. Warum nicht bewusst auch was Falsches tun? Wenn man das nicht probiert, wird man nicht wissen, was im Grunde genommen für einen selbst richtig ist, oder für jemand anders. Das Falsche willkommen zu heißen ist genauso wichtig wie das Richtige. Ohne das wird man kein Gleichgewicht finden, da man weder den Nullpunkt noch die Extrema und die Zwischennuancen kennt. Und es ist verrückt, wer nur nach dem Richtigen strebt, macht es letztlich falsch. Erstaunlich wir Menschen sind. Lost, manchmal. Manchmal findet man den Weg aber wieder, entweder durch sich selbst oder von außen. Durch die Tür muss man aber selbst, um zu erkennen, dass das Streben nach dem Loslassen, nach dem bewussten oder unbewussten Abgleiten -was man manchmal nicht im Vorfeld erkennt- ins Falsche gut tun kann.
Lost…
Just because I’m losing
Doesn’t mean I’m lost
Doesn’t mean I’ll stop
Doesn’t mean I would cross
(btw, es geht nicht um mich, ich halte es anders;)



