Entries from March 2009

Bloglinks abnehmend: Linkkrise? Who cares. Wichtig ist, was wirkt.

25.03.2009 / 20 Kommentare

Mitnichten. Der seit langer Zeit zu beobachtende Effekt, dass weltweit Blogs an Links verlieren (messbar über Technorati), weil sie gegenseitig seltener aufeinander verweisen, wurde von Jens Schröder untersucht. Seine Annahme ist, dass zahlreiche Aktive nunmehr über Twitter vermehrt verlinken. Und in der Tat, er findet seinen Annahme bestätigt: blogs, twitter und links. Gedanklicher Seiteneinschub: Links sind per se wertlos. Sie sind auch und vaD ein Indikator dafür, ob Menschen miteinander sprechen oder nicht. Daher misst man die Links, wenn man das wissen will.

Vornweg, es gibt kein “gut” oder kein “schlecht” dabei, wenn man diese beiden Tools, Blogs und Microblogs vergleicht. Weder dient ein Blog-Werkzeug seiner selbst, noch ein Microblog. Sie sind Werkzeuge, mit deren Hilfe man sich austauschen, orientieren, vernetzen, kennenlernen, informieren und amüsieren kann. Unabhängig dessen, wie intensiv man das mit dem einen oder anderen Tool ausüben kann, bleibt eines vor allen Dingen festzuhalten: Blogs erscheinen dem Nichtnutzer als schwergängige Tools, die man mit einem ungewöhnlich hohen Engagement befüllen muss, um sie zum Leben zu erwecken, um sie schwingen zu lassen, den Leser mitzunehmen. Überhaupt auch nur ansatzweise auf die Ideen und das notwendige, positive Gefühl zu kommen, dass man ein Blog startet, bedarf eines immensen Anlaufs. Das bedarf wie in unseren sonstigen Lebenssitutationen viel Energie eben. Denn, wer schwingt schon am laufenden Band täglich geschliffene, lange Reden?

Warum das wichtig zu verstehen ist? Wenn man sich für Menschen interessiert, sollte man sie auch verstehen. Und, wie sie wann welche Werkzeuge zum Kommunizieren nutzen. Wenn man sich nicht dafür interessiert, braucht man sich nicht damit weiter zu beschäftigen, aber dann nicht auch meckern, dass andere selbstreferentiell übers Bloggen oder Twitter bloggen/twittern.

Es tun eher wenige, die sich den Kopf zerbrechen. Und erst so auf dieses notwendige Niveau kommen, um überhaupt ein Blog zu beleben. Umgekehrt werden auch viele von uns Bloggern das Gefühl kennen. Dieses Gefühl, wenn man keine Lust hat, etwas auszuformulieren, überhaupt einige Sätze zu schreiben. Man fühlt den Abstand zum Blog, das sich in diesen Momenten wie ein Fremdkörper und nicht wie ein verlängerter, geistiger Arm seiner selbst anfühlt. Und man wird partout nichts verfassen.

Die geistige Hürde zu nehmen fällt leichter, wenn man im “Flow” eines stetigen Schreibens ist. Je seltener man das tut, umso mehr Anlauf braucht man, sich in den Blogsattel und die Feder zu schwingen. Doch wer hat schon diese Zeit? Und die Energie dafür? Nach dem Job etwa, wenn man müde nach Hause kommt und Zeit für seinen Partner aber auch für sich in Ruhe aufbringen muss? Das gedankliche Umschalten “ich blogge jetzt” ist in der Tat nicht so einfach, wie man sich das vielleicht auf den ersten Blick ungedacht vorstellen mag.

Ich denke nach wie vor, dass wir uns geistig auf das Blogwerkzeug einlassen und einstimmen müssen, es in der Gänze vor dem geistigen Auge erleben, wenn wir gedacht etwas schreiben wollen, wie es sich anfühlen wird. Wir nehmen dabei vieles vorweg. Den Schreibprozess als solchen, bei dem man sich und seine Eindrücke reflektiert. Bewusst. Ja, Bloggen heißt defintiv bewusster erleben und leben, wenn man so will. Eine an und für sich wunderbare Geschichte. Wer bewusster durch sein Leben geht, wird es intensiver erleben als andere. Wenn Blogs nur nicht diese Energiefresser wären. Man nimmt die Reaktionen der Leser vorweg. Wie wird es sich anfühlen? Vielleicht fühlt es sich auch negativ an, da man weiß, dass kaum einer kommentiert. Man lässt es optisch auf sich wirken, wie wohl der Artikel eingebettet im Bloglayout wirkt. Man strukturiert die Gedanken vorab. Man ahnt auch, dass beim Schreiben neue Gedanken aufkommen. Dass man unter Umständen neu strukturieren wird. Man korrigiert dabei erneut seine Eindrücke, wie der Leser dann wohl darauf reagieren wird. Wird es ihn mehr interessieren? Weniger? Wie überhaupt Leser erreichen? Wo kommen die her? Wie finden die zu einem? Was muss man dafür tun? Könnte man messen, wieviel Leistung das menschliche Gehirn dabei verbraucht -gegenüber anderen, geistigen Tätigkeiten- dürften Blogs ziemliche Energiefresser sein.

Wundert es noch, dass viele ihr Blog aufgeben? Links liegen lassen? Man bringt nicht immer diese Energie auf. Der Einstieg war schon nicht einfach. Und je länger man vom eigenem Blog weg bleibt, hat man immer weniger Lust, den Einstiegsprozess jedes Mal aufs Neue zu durchleben, um auf das notwendige Niveau zu kommen, wieder auf einem Level mit dem vom Werkzeug geforderten, mentalen Leistungen zu sein. Häufig sind es jedoch keine 1- oder 0-Entscheidungen. Es geht nicht immer darum, ob man bloggen soll oder nie wieder. Es geht um das Wie. Hat man lange genug gebloggt, wird der Mensch seine Erfahrungen so weit verdichtet haben, dass sie gespeichert bleiben, um relativ einfach neu abgerufen werden zu können. Um erneut einen Blogartikel zu verfassen. Das merkt man dann an der Artikelfrequenz, dem sich verändernden Stil, der Artikellänge, aber auch an dem Inhaltlichen selbst. Ganz so, als hätte der Blogger seinen Weg mit seinem Blog als Begleiter seiner selbst gefunden.

Jetzt muss ich gar nicht mehr so viel zum Microblogging sagen, wenn ich das o.g. Revue passieren lasse. Leichtüßiger erscheint es, weniger energiefressend, die Kommunikation ist flüssiger, zeitnäher, aber auch leichtgängiger, weniger intensiv, weniger tief. Es entspricht schon eher den Gewohnheiten der Menschen. Obgleich es den bewussten Menschen -der seine Gedanken gerne offen reflektiert- und dessen Durst nicht alleine stillen wird. So bei mir. Ohne ein Blog gehts nicht, mit Twitter gehts, aber ohne kann ich auch.

PDF-Dateien online nachbearbeiten

21.03.2009 / 6 Kommentare

Die Seite nennt sich PDFVue und nach einem kleinen Test gehört der Service zu meinen Dauerbookmarks. Hatte eine PDF-Datei hochgeladen, Texte, Bilder, Markierungen ergänzt. Obacht: Man verändert nicht die bestehenden Inhalte, man “malt” lediglich sozusagen drüber.

via Mehr Als Text

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Night

21.03.2009 / 4 Kommentare

nettes Lied, auf das Ibo/Sevenload in Twitter verwiesen hat: Blue Judy – Mullholland

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Meedia.de über Basic Thinking

20.03.2009 / 19 Kommentare

lese den Artikel von Alexander Becker / Meedia.de: BasicThinking ohne Basic: Die erste Bilanz. Schon ein komisches Gefühl, über “sein” eigenes Blog was zu lesen. Und ich bin ziemlich happy, was die Jungs daraus gemacht haben bisher. Exakt das, was wichtig war. Personell gefärbtes rausnehmen, Fachliches in den Vordergrund. Jetzt fehlt nur noch ein neuer Anstrich und die Taktzahl könnte etwas höher sein, dass wäre es noch besser.

Night

20.03.2009 / 0 Kommentare

ich bin zu erkältet, um zu schlafen, obwohl ich zu platt bin. Tja, dann blogg ich halt vor mich dahin. Ein Lied ist ok für den Beginn:

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2 Ziele

15.03.2009 / 19 Kommentare

zwei Länder bzw. Gebiete, die ich noch nicht bereist habe, aber auf alle Fälle sehen möchte. Einmal die Masuren in Polen. Landschaftlich wunderschön, noch nicht vom Massentourismus erobert. Das Land der Seen. Werde wohl diesen Spätsommer für eine Woche hinfahren und die Seele zB auf einem Boot auf dem See baumeln lassen und mir den Himmel anschauen:) Alleine, einsam, verlassene Gegenden.. welch ein Schmaus für den Geist in dieser Natur.

Aber auch Irland muss schön sein, was man immer wieder hört. Auch dieses Land steht auf meiner Liste.

Schule: Ausbildungsstätte für seelische Killerkommandos?

15.03.2009 / 11 Kommentare

Einer, der die Schule als Hort des Mobbings, der Killerausbildung und Brutstätte menschlicher Arschlöcher überzeichnet: unfassbar? . Und wenn man dafür ganz besonders empfänglich ist (nicht für die Geschichte, sondern die Erlebnisse an Schulen selbst so verarbeitet), wird man zu einem Killerkommando. So die Theorie. Muss nicht groß erzählen, was ich von diesen “Angeber-Geschichten” halte, wie schlimm Schulen sind. Typisch für Menschen, die sich gerne in Extrema hineindenken und überzeichnen. Die Realität ist meistens viel langweiliger. Oder sagen wir menschlicher. Aber auf diese Art zu erzählen, wäre ja nicht drastisch und cool genug. Macker.

via Rivva

die singen mit?

15.03.2009 / 5 Kommentare

habe noch nie mitbekommen, dass Amerikaner ihre Hymne bei Sportevents mitsingen. Warum eigentlich nicht? Täusche ich mich oder singen die diesmal wirklich mit?

Ok, ok, hab ja schon irgendwie einen kleinen Anthem-Fetisch, höre ich mir gerne an. Zumal in diesem Fall der Performer auch noch hüsch anzuschauen ist:

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Ego-Pic-Surfing

15.03.2009 / 15 Kommentare

aus einem spontanen Gedanken heraus, habe ich an meine letzten 7 Jahre Netzpräsenz gedacht, was das wohl an bildhaften Spuren hinterlassen hat (warum 7 Jahre? Ganz einfach, seit 2002 bin ich wesentlich intensiver im Netz unterwegs gewesen -dem ersten Jahr meines Nicht-Mehr-Angestelltendaseins-, und 2003 hatte ich mein erstes Blog aufgesetzt). Wo sonst als auf Flickr könnte man nachschauen. Interessanter Randaspekt: Hatte nie eigene Fotos von mir hochgeladen, da ich dazu nie den Drang verspürt hatte, mich im Netz groß zu verewigen. Nennen wir es mangelnde Eitelkeit. Was ja schon in sich widersprüchlich ist, wenn man nach seinen Bildspuren sucht. So mag es nicht verwundern, dass die Bilder meistens mit irgendwelchen IT/Web-Events zu tun haben. Denn Webafficionados schießen gerne Bilder und laden sie auf Flickr hoch.

Und jedes Bild weckt eine kleine Erinnerung an den Ort, den Anlass und die Menschen, die einen umgeben hatten, die man womöglich auch noch näher kennengelernt hatte. Wie eine Art Diaabend mit sich selbst. Ein komisches Gefühl von Zeit, das dabei einen beschleicht. Mag daran liegen, dass man Stück für Stück älter und möglicherweise mit jedem weiteren Jahr intensiver zurückdenken wird? Ich hoffe nicht, nicht in Wehmut, sondern im vollem Bewußtsein, das Geschehene mit allen Höhen und Tiefen genossen zu haben, thats life in itself:) Und wie ich schon einmal auf meinem alten Blog sagte, möchte ich gerne an dem einen letzten Tag sagen können “it was a fucking great life“, ob nun ein Priester neben mir steht oder nicht:)) Die eine Hälfte habe ich schon mal einigermaßen gut hinbekommen für ein i-w-a-f-g-l. Ich habe richtig viel Scheiße gebaut, aber auch richtig viel Gutes getan. Eine passable Mischung, so wie es sein sollte. Wer mag schon Sonnenschein den ganzen Tag. Nur Sonne wäre mir persönlich zu langweilig. Zu unaufregend. Zu wenig herausfordernd. Und wenns zu sonnig wird, trägt man dafür Sorge, dass es dunkler wird, bewusst oder unbewusst. Ganz so, als würde man das Schicksal herausfordern und sagen “komm her, spiel mit mir, verdammt”. Und das Schicksal lässt sich nicht lange bitten, es schlägt hin und wieder richtig schmerzhaft zurück, dann wieder streichelt es einen sanft vor sich daher.

Laberrhabarber… warum erzähl ich das eigentlich? Keine Ahnung, ab zu den Bildern in loser Reihenfolge:
# In einem Schloß irgendwo im Kreis Odenwald, Name habe ich vergessen. Langhaarige, bombenlegende Grinsebacke mit aufgesetzten Hörnern.

# Zusammen mit dem schönsten Podcaster Deutschlands beim Betrachten einer FLip-Cam (?). Ich denke, eines der super seltenen Ereignisse, wo ich in einen Anzug geschlüpft bin und mich bisserl schicker herausgeputzt hatte. Müsste die letzte OMD-Messe in Düsseldorf gewesen sein.

# Auf dem Barcamp Köln mit der Blog-Lady “fasten your seatbelts”(Ösi). Komisch, dass ich mich an ihren Blog-Namen erinnere, nicht mehr aber an ihren eigentlichen Namen. Obwohl wir uns auf der re:publica vor zwei Jahren anregend unterhalten hatten. Wir saßen zusammen auf einer Bank im Innenhof der Kalkscheune. Bei strahlend blauem Wetter. Und kann mich noch gut an den Gesprächsinhalt erinnern. Namen sind Schall und Rauch?!

# Daran erinnere ich mich gerne zurück. Die Blog-Open 2008 in Serbien. Für mich als Ex-Kroate war es eine große Ehre im ehemaligen “Feindesland” die Blog-Welt aus meiner Sicht mit erklären zu dürfen. Das wäre dort vor 10 Jahren völlig undenkbar gewesen, wenn es denn damals Blogs gegeben hätte. Die Zeit heilt, langsam, aber sie heilt. Man muss nur lange genug an die Zukunft glauben. Was zwar die Toten nicht mehr interessiert.. doch, es hatte eine Sinn, dass sie gestorben waren, damals für Nichts, heute ergibt es einen Sinn. Den Sinn, der den Lebenden den Weg zeigt.

# Draußen an der Uni “Irgendwas” (i’m sorry, mein Gedächtnis) anlässlich des Barcamps Bodensee, einem der wohl landschaftlich schönsten Events, denen ich je beigewohnt habe bisher. Direkt am Bodensee einen Steinwurf entfernt gelegen. Und ich Depp hatte meine Badehose nicht mitgenommen, nur weil es hieß, das Wetter würde schlecht sein. Neben mir sitzt die famose Kirstin “Mostnase” Walther. Besser bekannt als Saftbloggerin. Und ich bin ziemlich happy, dass ich eigentlich nur wegen der Bloggerei diesem Menschen begegnen durfte. So wie vielen anderen Menschen.

# Reden schwingend bei einem Webmontag in Frankfurt. Ich glaube, ich habe dort über die alles verändernde Zukunft der “Fabber” bzw. “3D-Printer” gesprochen, die ganze Industrien zu Fall bringen werden, wenn sie denn eines Tages die Massen erreichen werden. Sie werden.

# Ein Ich-Weiß-Nicht-Wo-Ort, zusammen mit einem Menschen, der mir über die Blog-Jahre hinweg und über die zahlreichen Begegnungen ans Herz gewachsen ist. Oliver Gassner. Der ganz vorzüglich beim Schlafen so gut sägen kann, dass sich wortwörtlich die Balken biegen. Man muss sich schon verdammt gut anstrengen, um auf gleicher Lautstärke zurückzusägen. Wenn es jemals einen Schnarchwettbewerb gegeben hat, dann diesen:))

# Das Foto ist auf der re:publica vor zwei Jahren entstanden, links Oliver Ueberholz (Mixxt.de) und rechts Mike Schnoor. Den Mike habe ich als Blogger kennengelernt, dann als “Sevenloader” und später als werdender und heute glücklicher Vater. Lebenswege begleiten bzw. verfolgen… ein schöner Gedanke.

# Auf dem Wordcamp in Jena. Scheine wohl zu checken, ob dem kleinen Jungen (unbekannt) das XL-Shirt passt, statt es sich selbst über seinen fetten Bauch zu legen:) Worcamp Jena… daran werde ich noch lange zurückdenken. Nicht nur, weil Matt Mullenweg etwas präsentiert hatte, das mein gedankliches, werdendes Buzzriders-Konzept gewissermaßen bestätigt hat. Ob es wegweisend sein wird, werde ich erst Jahre später wissen. Ungewiss ist die Zukunft, schön;)

# erneut das Barcamp Bodensee, in einer Session von Sonntagmorgen (rechts Till Achinger, einer der beiden Gründer und Macher). Woran erinnert mich das Bild? An meine Faszination gegenüber Menschen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und formen. Das wird mich wohl nie loslassen.

# dieses Foto entstand in einem Hotel in Paris. 2006. Neben mir sitzt Juan Valera, ein in Spanien bekannter Blogger. Was haben wir da getan? Wir waren zum Start von France24 eingeladen, einem jungen TV-Nachrichtensender. Was mich am meisten faszinierte? Aufbruch, aber auch erneut die Menschen, aus verschiedenen Ländern der Welt (Andrew Baron von Rocketboom, zwei französische Blogger, aus Italien, aus Holland, aus Jordanien, aus…). Ach ja, dazu gibt es sogar eine Probeaufnahme im Studio. Was habe ich da eigentlich erzählt? Listen (das war übrigens die Zeit meiner Harry Potter Brille;):

# ein CeBtit-Foto, anno 2007. Da gab es noch kein Webciety, sondern eine Art von Mini-Barcamp. Mitten in einer Halle X unter den Besuchern, so war auch der Zulauf zwar groß, aber flüchtig. Flüchtig ist das, was ich eigentlich nicht mag.

# zum Abschluss was zum Schmunzeln, habe zweimal hinschauen müssen, wer das ist. Ich? Ich? Ehrlich? Rischtisch laaaange Haare, wo ist die Brille, warum dieser Strand, warum so nass? Ein nasser Basic? Wann war das? 2005? Wie die Zeit vergeht, Kinder:)

So, das soll langen, schönen Sonntag noch!

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Nicht

14.03.2009 / 11 Kommentare

W&V über Winnenden: Medien-Terror in Winnenden: Die Sensationskarawane zieht weiter

Das alles müssen die Medien auch nicht berichten. Aber sie müssen nicht tagelang vermelden, welch armes Opfer der Täter war. Wieso sollen sich ausgerechnet die echten Opfer, die, die überlebt haben, schuldig fühlen? Das ist unsensibel. Das ist nicht fair. Das ist pietätlos und verherrlicht letztendlich den Mörder. So werden heute schon Nachahmer geboren.

Vermutlich wäre es am besten, Medien würden überhaupt nicht über einen Massenmord an Schulen berichten. Als 1980 im ZDF der Sechsteiler “Tod eines Schülers” lief, brachten sich Massen von jungen Menschen um. Seither haben sich Medien darauf verständigt, nicht mehr über Selbstmorde zu schreiben. Das macht den Selbstmord ziemlich unattraktiv.

Auch ein Massenmord oder ein Amoklauf ist dann für minderwertigkeitsgetriebene Selbstverherrlicher nicht mehr so interessant, wenn nicht – oder nur minimalst – darüber berichtet werden würde. Oder wollen wir Medien solche Ereignisse? Wollen wir so etwas für die Quoten und Auflagen? Die Kioskbesitzerin am Winnender Marktplatz könnte darauf verzichten.

Ein nachdenklicher Medienmensch, Jochen Kalka, der in Winnenden wohnen muss, um nachdenklich zu werden. Was nachdenklich und dennoch optimistisch stimmt.

Mark_Henckel auf Twitter: Wahrscheinlich der wichtigste Artikel zum Thema Medien-Terror #winnden #amok ausgerechnet von “Werben & Verkaufen”

via homofaber.twitter

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